schilfern - Gedichte

Taschenbuch
19,00 €
inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Reduzierte Artikel in dieser Kategorie

Als Mängelexemplar1
2,99 € 4,95 €1
Preisbindung aufgehoben3
2,99 € 4,60 €3
Vergleich zu UVP4
0,99 € 22,20 €4
Als Mängelexemplar2
15,99 € 29,00 €2
Als Mängelexemplar1
15,99 € 30,00 €1
Als Mängelexemplar1
10,99 € 24,00 €1
Als Mängelexemplar1
0,99 € 17,90 €1
Als Mängelexemplar1
10,99 € 20,00 €1
Als Mängelexemplar1
13,99 € 26,00 €1
Als Mängelexemplar1
1,99 € 19,90 €1

Produktdetails  
Verlag Ritter
Auflage 02.10.2025
Seiten 88
Format 13,6 x 1,1 x 21,2 cm
Großformatiges Paperback. Klappenbroschur
Gewicht 174 g
ISBN-10 3854156944
ISBN-13 9783854156949
Bestell-Nr 85415694A

Produktbeschreibung  

Der Gedichtband schilfern lotet Formen des Sprechens und Schreibens über Liebe in einer Zeit aus, in der strukturelle, psychische und körperliche Gewalt gegen Frauen und weiblich gelesene Personen zunimmt, in der die Zahl der Femizide konstant steigt. Hannah K Bründl schert Schicht für Schicht tradierte Redeweisen und Vorstellungen von Liebeslyrik ab, knackt den Chitinpanzer dichterischer Schablonen. Die in unterschiedliche Denkrichtungen (Artaud, Bachmann, Cixous u.a.) durchlässigen wie abtrünnigen Texte öffnen den Austausch zwischen Gefühl, Wahrnehmung und Denken, unterminieren patriarchale Begrifflichkeit und jede Form von überkommenem Pathos. Szenen von Bedrohung und Gewalt künden von der Allgegenwart von Unterdrückung, die Ordnung der Gedichte nach den Jahreszeiten Sommer bis Winter verweist auf zunehmende soziale Kälte. Liebe und Nähe werden nicht nur als individuelles Gefühl, sondern als gesellschaftlich eingebetteter, politischer Akt begriffen. Die gleichsam gläsernen, fragilen lyrischen Gebilde zeigen offen Verletzlichkeit, während sich im Akt des Sprechens Schutzlosigkeit in Selbstermächtigung zu wandeln beginnt. Das Kontrastieren dissonanter Elemente, das Affirmieren von Brüchen, Stimmen und Bewegung und der Zusammenprall von elementarem und ungeläufigem, neu geschöpftem Vokabular rütteln an Hierarchie und eröffnen ein Verständnis von Liebe, das über traditionell, misogyn geprägte Narrative hinausgeht. Gesten der Zuneigung und Appelle zur Wachsamkeit weisen, zärtlich wie unerschrocken, über den zerstörerischen Status quo hinaus auf eine andere, gewalt-befreite Sprache der Liebe selbst.

Mehr Angebote zum Thema