Wie wirken Machtstrukturen im Feld der Theaterpädagogik? Wo und wie werden Diskriminierungen und Ausschlüsse reproduziert? Welche künstlerischen, pädagogischen und institutionellen Strategien des Widerstands gibt es? Der Band versammelt Stimmen aus Theorie und Praxis der Theaterpädagogik sowie angrenzenden Disziplinen, um macht- und diskriminierungskritische Ansätze für eine zeitgenössische Theaterpädagogik zu entwerfen. Die Beiträge fragen nach Identität und Repräsentation, Beziehungen, Arbeits-, Förder- und Ausbildungsstrukturen sowie ästhetischen Hegemonien.
Friederike Falk, geb. 1983, ist Wissenschaftlerin, Performerin, Sozialarbeiterin und Theaterpädagogin. Ihre Promotion schloss sie an der Universität der Künste Berlin ab. Als Lehrkraft für besondere Aufgaben ist sie in der Abteilung Darstellendes Spiel, Theater, Performance an der Europa-Universität Flensburg tätig. Darüber hinaus arbeitet sie mit dem Performancekollektiv »helium x« und ist als Lehrbeauftragte an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg beschäftigt. Im Rahmen des Theatertreffens der Jugend (Berliner Festspiele) verantwortet sie das Fortbildungsprogramm »Forum für Theaterpädagog:innen und Theaterlehrer:innen«. Außerdem arbeitet sie als freie Mitarbeiterin für die KZ-Gedenkstätte Neuengamme.
Eliana Schüler ist Kultur-/Sozialanthropologin und Theaterpädagogin. Als künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin lehrt sie im Studiengang Darstellendes Spiel/Theater an der Europa-Universität Flensburg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich ethno- und praxeografischer Probenforschung, Subjektivierungspraktiken sowie macht- und diskriminierungskritischer Perspektiven für die Theaterpädagogik. Als freischaffende Theaterpädagogin probt und inszeniert sie vor allem im Kollektiv X Perspektiven.
Isabelle Zinsmaier ist Theaterpädagogin, Theaterwissenschaftlerin und Performerin. Sie lehrte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Hochschule für Musik und Theater Rostock und ist als Professorin für Kulturelle Bildung mit Schwerpunkt Theater und Performance an der HSBI Bielefeld tätig. Schwerpunkte ihrer Forschung sind Diskriminierungskritik, Stimme in der Theaterpädagogik und theatrale Erinnerungspraktiken. Als Teil des Forschungsprojekts »Fokus Stimme« hat sie das Methodenset »Psst! Mit Stimme Theater machen« mitentwickelt.
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