Vom Politischen zur Kontingenz des Sozialen - Eine historisierende Kritik des Postmarxismus

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Produktdetails  
Verlag Velbrück
Auflage 28.11.2025
Seiten 500
Format 14,0 x 3,5 x 22,5 cm
Gewicht 689 g
ISBN-10 3958324185
ISBN-13 9783958324183
Bestell-Nr 95832418A

Produktbeschreibung  

Postmarxistisches Denken ist heute im sogenannten Postfundamentalismus und in der radikalen Demokratietheorie aufgegangen und erfreut sich auch jenseits der politischen Theorie einiger Prominenz. Grundlage seiner Popularität ist die Diagnose, dass Soziales und Gesellschaft radikal kontingent sind, ihre Deutung folglich politisch ist und dementsprechend dem Politischen in der Betrachtung von Gesellschaft Priorität eingeräumt werden muss. Bastian Mokosch zeigt, dass diese Annahme
jedoch selbst politisch ist: Sie geht aus von der Prämisse der Zentralität des Politischen und formuliert davon ausgehend die These der reinen und radikalen Kontingenz des Sozialen.
Bastian Mokosch meldet gegenüber der postmarxistischen antiessentialistischen Programmatik, dass aufgrund ihrer Kontingenz soziale Ordnung nicht rational erfasst werden kann und ihre philosophische und sozialwissenschaftliche Betrachtung darum selbst Teil des politischen Handgemenges ist, Zweifel an. Nicht die Einsicht in die Kontingenz sozialer Verhältnisse ist es, die
postmarxistische Autor:innen in der Konsequenz den Primat des Politischen behaupten lässt. Im Gegenteil legen postmarxistische Ansätze schon Ende der 1970er Jahre ihren Argumentationen die Prämisse der Zentralität des Politischen zugrunde. Ausgehend von dieser Prämisse werden dann die speziellen postmarxistischen Kontingenzbegriffe
formuliert. Die Kontingenzbegriffe des Postmarxismus - reine und radikale Kontingenz - sind Resultate von dessen Genese und selbst politisch, was bedeutet, dass sie den Prämissen des Politischen gehorchen und ohne diese nicht denkbar sind.
Zeitgenössische ideengeschichtliche Verfahren berücksichtigend, zeichnet Mokosch die theoretische Genese des Postmarxismus von Ernesto Laclau, Chantal Mouffe und Jacques Rancière chronologisch nach und kontextualisiert diese historisch und politisch. Die heute als klassisch angesehenen Texte der Autor:innen versteht er dabei als Resultate postmarxistischen Werdens, in denen ihre politischen und theoretischen Ambitionen zusammenlaufen. Durch die
historisierende Einordnung postmarxistischer Theorien wird der heute vergessene politische Gehalt postmarxistischer Begriffe
offengelegt und gezeigt, dass sie selbst das sind, was sie Philosophie und Wissenschaft insgesamt unterstellen: in letzter Instanz durch Politisches determiniert.

Autorenporträt  
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