Die Gedichte von Daniela Daub sind wie Spaziergänge durch die Sprache, bei denen sie die Bedeutungsmöglichkeiten der Worte abgeht.
Die hier versammelten Texte zeichnen sich durch eine große Einfachheit aus. Alltagsnotizen könnte man sagen, die aber eine Tiefe offenbaren, weil sie aus einem feinfühligen Erleben des Auf-der-Welt-Seins schöpfen und sich trauen, an der Grenze von Belanglosigkeit und Sensation entlangzuschreiben. Von Zeit zu Zeit regnet es, oder es scheint die Sonne. Indem jedes einzelne Gedicht für sich steht, ergibt sich ein Panorama - ein eigenwilliger Blick auf einen Ausschnitt der Welt zwischen Naturbeschreibung und Selbstreflexion.
Daniela Daub, geboren 1971 in Pirmasens, ist Jongleurin, Performerin und Poetin, sie macht Theater im öffentlichen Raum und interdisziplinäre Kunstprojekte. In Mainz studierte sie Theaterwissenschaft, Psychologie und Philosophie (M.A.). Zuvor lagen ein angefangenes Physikstudium, eine abgeschlossene Tischlerlehre und der Besuch einer Zirkusschule in Paris auf ihrem beruflich künstlerischen Lebensweg. Für ihr literarisches Schreiben wurde sie mit verschiedenen Stipendien ausgezeichnet.
Neben Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften (z.B. Jahrbuch der Lyrik, erostepost, oda) sind folgende eigenständige Lyrikpublikationen erschienen: "Immer wieder jetzt" (axel dielmann verlag, 2020), "September/Oktober" (Hessischer Literaturrat, 2024) und das ihren Gedichten gewidmete, von Hand aus Bleilettern gesetzte "LyrikHeft 35" (Sonnenberg-Presse Kemberg, 2026). Darüber hinaus gelangen die Gedichte auf unterschiedlichste Art und Weise an die sogenannte Öffentlichkeit: als Poesie-Performance, bei Lyrik-Lesungen, in Gestalt von Poetry-Videos, auf Postkarten sowie in vertonter Form als musikalisches Bühnenprogramm.
Daniela Daub lebt in Wiesbaden.
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