Naturschutzfachliche Aufwertung von Unternehmensarealen: Entwicklung eines Konzeptes zur Integration lokaler Naturschutz

Naturschutzfachliche Aufwertung von Unternehmensarealen: Entwicklung eines Konzeptes zur Integration lokaler Naturschutz

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Kartoniert/Broschiert
disserta, 2015, 140 Seiten, Format: 15,5x22x0,8 cm, ISBN-10: 395935214X, ISBN-13: 9783959352147, Bestell-Nr: 95935214A


Produktbeschreibung

Dieser Text stellt ein Konzept zur naturnahen Gestaltung von Unternehmensarealen vor. Dabei steht eine naturschutzfachliche Aufwertung der Flächen unter Einbeziehung des bayerischen Arten- und Biotopschutzprogrammes auf Landkreisebene im Fokus. Ziel ist es, Unternehmensareale als Lebensräume für naturschutzfachlich relevante Arten zu erschließen. Wenn ein Areal durch Schaffung dieser Strukturen naturnah gestaltet wird, liegt eine naturschutzfachliche Aufwertung vor, die sich an den Ansprüchen ausgewählter lokal auftretender Arten orientiert. Zudem führt eine Aufwertung nach diesen Kriterien unter Umständen dazu, dass sich ein Betriebsgelände besser in die regionaltypische Landschaft eingliedert.
Das Konzept wird beispielhaft auf zwei Unternehmensareale angewendet. Es werden jeweils Zielarten benannt und auf Grundlage der Lebensraumansprüche dieser Arten Maßnahmen für ausgewählte Zielflächen auf den Arealen vorgeschlagen.

Leseprobe:

Textprobe:
Kapitel 4. Theorie und Methodik der Datenerhebung und Auswertung:
Dieses Kapitel befasst sich in erster Linie mit der Datenerhebung, sowohl im direkten Sinne in Form von Datenaufnahme auf den Untersuchungsflächen, als auch im übertragenen Sinne als Recherche in den Quellen für Informationen über lokale Schutzziele. Die Erhebung und Recherche möglichst genauer Daten und Fakten zu den Untersuchungsflächen ist die essentiellen Grundlagen aller weiteren Interpretations- und Planungsschritte. Somit hängen die Ergebnisse dieser Arbeit von der Qualität und dem Informationsgehalt dieser Daten und Fakten ab. Zu überlegen, wie genau und umfassend die einzelnen Faktoren erhoben werden müssen ist darum ein besonders wichtiger Schritt, dem ausreichend Platz eingeräumt werden sollte.
Das Kapitel ist in zwei Abschnitte unterteilt. Im Ersten befasse ich mich mit den theoretischen Grundlagen der Datenerhebung und Auswertung und gehe auf deren wissenschaftliche und naturschutzfachliche Hintergründe ein. Die Datenerhebung umfasst die Kartierung der Strukturen, die Aufnahme der Vegetation und die Recherche nach Schutzzielen. Zur Datenauswertung wird in diesem Kapitel die Methode der Zeigerarten nach Ellenberg vorgestellt.
Im zweiten Abschnitt beschreibe ich, wie ich diese Grundlagen in der Praxis umsetzte. Ich erläutere dabei den Aufbau des Aufnahmebogens und erkläre, wie ich die Methode der Zeigerarten nach Ellenberg anwende.
4.1 Grundlagen der Datenerhebung und Auswertung:
Im Falle dieser Arbeit sind die relevanten Grundlagen die Kartierung der Strukturen und Oberflächenbedeckungsarten auf den Untersuchungsflächen einschließlich einer vollständigen Vegetationsaufnahme sowie die Kenntnis der lokalen Schutzziele.
Aus der Kartierung der Oberflächenbedeckung und Strukturen (4.1.1) soll dabei der räumliche Rahmen der Aufwertung hervorgehen. Zudem dient diese Aufnahme als erste Abgrenzung einzelner Vegetationstypen für die Vegetationsaufnahme. Die Vegetationsaufnahme (4.1.2) dient dazu, durch Bioindikation (4.1.4) die Standortfaktoren ableiten zu können und eventuell bereits vorhandene Potentiale der Standorte, wie das Auftreten gefährdeter Arten, zu erkennen. Die lokalen Schutzziele (4.1.3) wiederum stellen die Grundlage der Zielfindung (vgl. Kapitel 3) dar.
Auf Basis dieser Erkenntnisse ist es möglich, Zielarten zu identifizieren und entsprechende Szenarien bzw. Maßnahmen für eine Aufwertung zu entwickeln.
Anzumerken ist, dass, wie erwähnt (vgl. 3.2.4), die Förderung bereits auf der Fläche auftretender geschützter oder gefährdeter Arten Priorität hat. Da dies jedoch nicht zu erwarten ist, werde ich aufgrund meiner fehlenden Expertise bezüglich faunistischer Kartierungen und dem darum unverhältnismäßig hohen Aufwand auf eine Erhebung der auftretenden Tierarten verzichten. Sollten mir jedoch bei den Erhebungen auf den Untersuchungsflächen geschützte Tierarten unterkommen, wird dies selbstverständlich in die weitere Vorgehensweise mit einbezogen.
4.1.1 Strukturkartierung:
Die Strukturkartierung stellt die räumliche Grundlage der Szenarienentwicklung dar. Ich möchte darin den Status Quo der Oberflächenbedeckung festhalten. Ich werde darin die räumliche Lage der Vegetationsstrukturen und -einheiten sowie der baulichen Infrastruktur erfassen. Dies werde ich in Form einer einfachen Kartierung vornehmen. Im Vorfeld werde ich dazu anhand von Luftbildern eine grobe Einschätzung treffen, die ich bei der Begehung des jeweiligen Areals verifiziere und optimiere. Diese Kartierung ist insofern essenziell, da sie ein Modell der Untersuchungsfläche darstellt und somit ermöglicht zu erkennen, welche Bereiche eines Areals für die Aufwertung in Frage kommen. Im Fall von Vegetationsstrukturen stellt die Strukturkartierung den räumlichen Rahmen für die Vegetationsaufnahme (vgl. 4.1.2) dar.
4.1.2 Vegetationsaufnahme:
Die Informationen in diesem Unterkapitel sind zur Gänze dem Kapitel 5 in DIERSCHKE


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