Das deutsche Europa - Neue Machtlandschaften im Zeichen der Krise
| Verlag | Suhrkamp |
| Auflage | 2012 |
| Seiten | 79 |
| Format | 13,5 x 0,7 x 22,5 cm |
| Gewicht | 108 g |
| Reihe | edition suhrkamp |
| ISBN-10 | 3518062867 |
| ISBN-13 | 9783518062869 |
| Bestell-Nr | 51806286A |
1953 warnte Thomas Mann die Deutschen in seiner berühmten Hamburger Rede davor, jemals wieder nach einem »deutschen Europa« zu streben. Im Zuge der Euro-Krise ist nun jedoch genau das Realität geworden: Die stärkste Wirtschaftsmacht des Kontinents kann notleidenden Euro-Staaten die Bedingungen für weitere Kredite diktieren - bis hin zur Aushöhlung der demokratischen Mitbestimmungsrechte des griechischen, italienischen, spanischen - letztlich auch des deutschen Parlaments.
Welche Folgen die umstrittene deutsche Sparpolitik für die europäische Machtlandschaft hat, welche Lösungen im Konflikt zwischen Europaarchitekten und Nationalstaatsorthodoxen möglich sind und wie sich die Imperative der Krisenbewältigung und der Demokratie angesichts des Europa-Risikos versöhnen lassen - diesen Fragen geht Ulrich Beck in diesem leidenschaftlichen Essay nach. Er kommt zu dem Ergebnis, daß wir endlich einen Europäischen Gesellschaftsvertrag brauchen, einen Vertrag für mehr Freiheit, mehr soziale Sicherheit und mehr Demokratie - durch Europa.
Inhaltsverzeichnis:
Vorwort
Einleitung: Deutschland vor der Entscheidung über Sein oder Nichtsein Europas
I. Wie die Euro-Krise Europa zerreißt - und verbindet
Die deutsche Sparpolitik spaltet Europa: Die Regierungen stimmen zu, die Bevölkerungen dagegen
Von den Erfolgen der Europäischen Union
Die Blindheit der Ökonomie
Europäische Innenpolitik: Der nationalstaatlich geprägte Begriff des Politischen ist anachronistisch
Die Krise der Europäischen Union ist keine Schuldenkrise
II. Europas neue Koordinaten der Macht: Wie es zum deutschen Europa kommt
Das bedrohte Europa und die Krise des Politischen
Die neue Machtlandschaft Europas
Merkiavelli: Zögern als Zähmungstaktik
III. Ein Gesellschaftsvertrag für Europa
Mehr Freiheit durch mehr Europa
Mehr soziale Sicherheit durch mehr Europa
Mehr Demokratie durch mehr Europa
Die Machtfrage: Wer setzt den Gesellschaftsvertrag durch?
Ein Europäischer Frühling?
Anmerkungen
