| Verlag | Unrast |
| Auflage | 13.03.2024 |
| Seiten | 80 |
| Format | 11,0 x 0,5 x 18,0 cm |
| Gewicht | 73 g |
| Reihe | unrast transparent - soziale krise |
| ISBN-10 | 3897711540 |
| ISBN-13 | 9783897711549 |
| Bestell-Nr | 89771154A |
Alle wissen, dass das bundesdeutsche Bildungssystem nicht gerecht ist und dass der Zugang zu formeller Bildung von der sozialen Herkunft abhängt. Trotzdem hält sich hartnäckig der Mythos, dass jede*r es schaffen könne, wenn er*sie nur wolle. Dabei ist strukturell verhinderte Bildungsmobilität durch Klassismus kein neues Phänomen, sondern seit den ersten Sozialerhebungen bekannt.
Die queere Poverty-Class-Akademikerin Tanja Abou hinterfragt in ihrer systemkritischen Betrachtung von Klassismus im Bildungssystem sowohl Aufstiegserzählungen als auch Glücksgeschichten. Sie legt strukturelle Vernachlässigungen frei, die Bildungsmobilität massiv einschränken: Stigmatisierung von Armutsbetroffenen, individualisierende Schuldzuweisungen und nicht zuletzt eine eklatant mangelhafte Ausstattung von Schulen und dem Bildungswesen allgemein. Doch die Autorin erinnert auch an die solidarischen Handlungs- und Interventionsmöglichkeiten, die uns im - längst überfälligen - Kampf gegen Klassismus im Bildungssystem zur Verfügung stehen.
