Irre, wer wolle - Das verrückte Leben des Josef Karl Rädler
| Verlag | Bibliothek der Provinz |
| Auflage | 2026 |
| Format | 25,2 x 4,0 x 29,0 cm |
| Mit Lesebändchen | |
| Gewicht | 2500 g |
| Artikeltyp | Englisches Buch |
| Reihe | artedition | Verlag Bibliothek der Provinz |
| ISBN-10 | 3991264358 |
| EAN | 9783991264354 |
| Bestell-Nr | 99126435A |
"Was ich hab gemalt, ist gemalt,
Was ich hab gedichtet, ist gedichtet
Es nützt für Jung und Alt,
Selbst wann man einiges vernichtet -
Juchhe!
Ich gehöre der Denker-Künstler-Gild an,
Bin ein Mann!"
Die Landessammlungen Niederösterreich verfügen über rund 550 Arbeiten von Josef Karl Rädler. Das entspricht etwa einem Zehntel seines geschätzten Gesamtschaffens und stellt heute das Fundament für jede wissenschaftliche Beschäftigung mit seinem Leben und Schaffen dar. Zeichnete Leo Navratil in seinem Rädler-Buch die Wahrnehmung der Ärzte nach, so liegt der Fokus der vorliegenden Publikation auf der Selbstsicht des Künstlers. Durch das systematische Erfassen aller zugänglichen Handschriften Rädlers wurde es möglich, sein reiches Künstlerleben minutiös nachzuzeichnen. Das Buch berichtet über seine familiäre Herkunft, sein erfolgreiches Berufsleben als Porzellanmaler und über mögliche Hintergründe, die 1893 dazu führten, dass man ihn in die damals sogenannte "Irrenanstalt" brachte. Man erfährt von seiner Wahrnehmung des Anstaltsalltags, von den behandelnden Ärzten, von seinen Freuden, Leiden und Sorgen. In erster Linie ist es Rädlers Wahrheit, die wiedergegeben wird, also jene Sicht, die für sein Schaffen relevant ist. Zahlreiche, unkorrigiert wiedergegebene Zitate bringen uns Rädlers Gedanken- und Gefühlswelt nahe, zwar kontextualisiert, doch in größtmöglicher Ursprünglichkeit - aus diesem Grund wurde auch die Fachterminologie der Zeit beibehalten.
Die umfassende Künstlermonografie "Irre, wer wolle. Das verrückte Leben des Josef Karl Rädler" erscheint anlässlich der Niederösterreichischen Landesausstellung 2026 "Wenn die Welt Kopf steht - Mensch. Psyche. Gesundheit.", die genau dort stattfindet, wo Rädler zwölf Jahre seines Lebens verbrachte - im Landesklinikum Mauer.
