Zur Geschichte des Gaskampfs und der industriellen Kriegsführung in Deutschland - Die Auergesellschaft in Krieg und Nachkrieg (1910 - 1960)

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Produktdetails  
Verlag Springer, Berlin
Auflage 01.06.2026
Seiten 696
Format 16,8 x 3,9 x 24,0 cm
Gewicht 1261 g
ISBN-10 3658448334
ISBN-13 9783658448332
Bestell-Nr 65844833A

Produktbeschreibung  

Diese Monographie behandelt erstmals zusammen mit der Geschichte der Auergesellschaft die Bedeutung der Gasmaske in Krieg, Politik, Zivilgesellschaft und Kultur des 20. Jahrhunderts.


Gasgefahr und Gasschutz bedingen sich gegenseitig; dies zeigte schon die Eskalationsspirale im Ersten Weltkrieg. Die Berliner Auergesellschaft AG wurde ab 1915 zum führenden Hersteller, der gegen neue Kampfgase stets neue Schutzmittel bereitstellte. Ab 1919 setzten beide Seiten – Giftgas- wie Gasschutzindustrie – auf den dual use ihrer Umsatzträger. Produziert wurden nun Stoffe zur Schädlingsbekämpfung einerseits und Schutzmittel für Bergbau, Industrie und Rettungsdienste andererseits. AUER „zivilisierte“ zunächst Kriegsmasken und wechselte dann auf Neuentwicklungen für zivile, später auch militärische Zwecke. In der NS-Zeit trat die Wehrmacht als Großabnehmer auf, und es kam ein riesiger Markt hinzu: der Zivilschutz der Bevölkerung gegen die Gefahr feindlicher Giftbomben – mit der Volksmaske. Zudem expandierte AUER erstmals in die Giftgasproduktion, und während des Krieges lieferte sie Kernbrennstoffe für den Bau einer deutschen „Uranmaschine“.


Inhalt:

Überblick und Ausblick.- Der Gaskampf im Ersten Weltkrieg.- Die ambivalente Nutzung in den Nachkriegsjahren.- Das Bild des Giftkriegs in Politik, Zivilgesellschaft und Kultur.- Die Rüstungsprogramme der Reichswehr und der Luftschutz.- Die Forcierung militärtechnischer Nutzung in der NS-Zeit.- Die Bedeutung neuer Waffen im Zweiten Weltkrieg.- Die Nachkriegszeit in Wandel und Kontinuität.- Namenverzeichnis.- Abkürzungsverzeichnis.- Bildnachweis.

Autorenporträt  
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