Wie steht es heute um die Kunst? - Ein surrealer Dialog

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Produktdetails  
Verlag Edition Axel Menges
Auflage 10.06.2025
Seiten 216
Format 21,0 x 1,5 x 25,5 cm
Gewicht 888 g
ISBN-10 386905039X
ISBN-13 9783869050393
Bestell-Nr 86905039A

Produktbeschreibung  

Ort des Geschehens: ein Seniorenheim mit Pflegeeinrichtung und Abteilung für Geistesverwirrte. Die meisten von ihnen leben in offenen, nur wenige in geschlossenen Zonen. Manche haben merkwürdige Ticks und Angewohnheiten. Die einen werden von ihren nächtlichen Träumen verfolgt, die anderen, wie etwa Herr B, von der fixen Idee, daß die Kunst und Kunstgeschichte weltweit am Ende sei. Nur Religionen könnten sie noch retten. Herr A ist toleranter. Große Chancen für die Kunst sieht er in den neuen Medien und der künstlichen Intelligenz. Aber auch er hat Albträume und fühlt sich isoliert. So sind beide süchtig nach ihren täglichen Diskussionen, die manchmal in Streit ausarten, um gleich darauf wieder in Versöhnung zu enden.
Es ist Spätsommer. Wenn die Sonne am Nachmittag scheint, könnten die Anstaltsbewohner von ihren Balkonen oder vom Café aus die beiden älteren Herren B und A beobachten, wie sie gegen 15 Uhr zu ihren täglichen Gartenrunden aufbrechen.
Herr A trägt unter der Nase einen kleinen Schnurrbart. Er geht etwas krummer und gebeugter als Herr B. Sein Lebenslauf verlief brav und bürgerlich. Nach einem erfolgreichen Abitur und Architekturstudium entschloß er sich zu einer Beamtenlaufbahn und bewarb sich bei der Stadt. Problemlos wurde er eingestellt und bald darauf zum Leiter des Baugenehmigungsamtes befördert.
Herr B war früher ein starker Raucher und Trinker. Er ist dabei, sich alle gesundheitsschädlichen Angewohnheiten mit Unterstützung von Therapeutinnen und Ärzten abzutrainieren, harte Arbeit gegen den eigenen Körper. Früher, im richtigen Leben, war er Lehrer an einem Gymnasium, wo er Deutsch und Kunst unterrichtete.
Jeden Tag bringt einer der beiden Herren, meist ist es Herr B, einen kleinen Zettel mit einem Künstler- oder Philosophenzitat mit zum Treffen. Ihre Gespräche bewegen sich zwischen Ernst und Spaß, zwischen Übertreibung und Ironie, zwischen Spiel und purer Unterhaltung, zwischen Platon und Heidegger, zwischen Karl Valentin und aktuellen, nichtssagenden Politikern, zwischen Fernseh-Talkshows, Volkshochschulkursen und Stammtischgerede. Wir begleiten die beiden Herren sieben Tage lang, dann ist Schluß, warum auch immer, ein Realitätsausschnitt mit seltsamen Ereignissen in ihrer Umgebung, bei denen nie ganz klar ist, ob sie wirklich oder nur in der Phantasie unserer Protagonisten stattfinden. Real-absurdes Theater mit seltsamen Verbindungen zum psychologisch aufgeheizten Surrealismus der Realität.

Autorenporträt  
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