Vorzeichenwechsel - Gesellschaftspolitische Dimensionen von Musikpädagogik heute

Taschenbuch
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Produktdetails  
Verlag Waxmann Verlag GmbH
Auflage 2019
Seiten 174
Format 16,4 x 23,7 x 1,1 cm
Gewicht 320 g
Reihe wiener reihe musikpädagogik 2
ISBN-10 3830940386
ISBN-13 9783830940388
Bestell-Nr 83094038A

Produktbeschreibung  

Mehr denn je muss sich Musikpädagogik sowohl gesellschaftlichen als auch politischen Diskussionen stellen. Tradierte Blickwinkel sind kritisch zu überdenken und zu hinterfragen. Lässt man sich hierauf ein, dann spricht einiges dafür, dass hier mehr als nur ein Vorzeichenwechsel im traditionellen Sinn vorliegt. Wenn es nicht mehr ausreicht, bewährte Verfahrensweisen und Denkmuster musikpädagogischer Arbeit allein um neue Zielgruppen und didaktische Paradigmen zu ergänzen, dann steht Musikpädagogik wohl aktuell an einem Punkt, an dem der Rückzug auf das vermeintliche Kerngeschäft nicht mehr möglich, eine grundlegende Neuorientierung notwendig und selbst eine normativ-politische Positionierung unausweichlich erscheint.

Gegenwärtig scheint Musikpädagogik mehr denn je in den Sog gesellschaftlicher und politischer Spannungsfelder zu geraten: Inklusion und Diversität fordern das Selbstverständnis einer sich als exklusiv verstehenden künstlerischen Ausbildung heraus; mit dem Engagement in Initiativen für geflüchtete Menschen befinden sich Musikpädagog_innen im Zentrum globaler Umwälzungen; musikalische und musikpädagogische Großprojekte treten mit dem Anspruch gesellschaftlicher Transformation auf; Musik wird zur Projektionsfläche der Suche nach kollektiver Identität und fällt der politischen Vereinnahmung anheim.
Lässt man sich auf eine solche Perspektive ein, dann spricht einiges dafür, dass hier mehr als nur ein Vorzeichenwechsel im traditionellen Sinn vorliegt. Wenn es nicht mehr ausreicht, bewährte Verfahrensweisen und Denkmuster musikpädagogischer Arbeit allein um neue Zielgruppen und didaktische Paradigmen zu ergänzen, dann steht Musikpädagogik wohl aktuell an einem Punkt, an dem der Rückz ug auf das vermeintliche Kerngeschäft nicht mehr möglich, eine grundlegende Neuorientierung notwendig und selbst eine normativ-politische Positionierung unausweichlich erscheint.

Rezension:

Der im Band unternommene diskursive Vorzeichenwechsel schlägt in 13 Beiträgen kritische Perspektiven vor und zeigt dabei keine Scheu vor unbequemen Fragen und Dissonanzen zu Zugängen, Teilhabe und Ausschluss. Mariama Diagne, in: mdw - Magazin der universität für musik und darstellende kunst wien Dezember 2020/Jänner 2021, S.72.

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