Verwitwung, Scheidung und Trennung im höheren Alter - Eine Mixed-Methods-Analyse der lebenszeitlichen, strukturellen und normativen Dimensionen von Übergangsprozessen
| Verlag | Verlag Barbara Budrich |
| Auflage | 16.03.2026 |
| Format | 14,4 x 2,4 x 21,2 cm |
| Gewicht | 545 g |
| Reihe | Reflexive Übergangsforschung - Doing Transitions |
| ISBN-10 | 3847431986 |
| ISBN-13 | 9783847431985 |
| Bestell-Nr | 84743198A |
Paarbezogene Lebensformen werden seit Jahrzehnten pluraler - auch im höheren Alter. Doch was bedeutet dieser Wandel für Verwitwung, Trennung und Scheidung in dieser Lebensphase? Welche Rolle spielen dabei kohortenspezifische Normen und vergeschlechtlichte Ungleichheiten? Diesen Fragen widmet sich die Autorin aus einer paar- und alternssoziologischen Perspektive und kombiniert längsschnittliche quantitative Analysen mit qualitativen Interviews.
Inhalt:
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungen
Tabellenverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
1 Überlegungen zur Bedeutsamkeit von Übergängen in die Partner:innenlosigkeit im höheren Alter - oder eine Einleitung
1.1 Die Entwicklung paarbezogener Lebensformen im höheren Alter
1.2 Der demografische Wandel und seine Implikationen für die zeitliche Struktur des Lebenslaufs und paarbezogener Lebensformen
1.3 Die Bedeutung des Alter(n)s für paarbezogene Lebensformen - oder Definition der Altersgrenze für das höhere Alter
1.4 Partner:innenlosigkeit im höheren Alter im Spannungsfeld von Einsamkeit und später Freiheit
1.5 Zwischen dem protektiven Effekt von Paarbeziehungen und dem Risikofaktor Partner:innenlosigkeit im höheren Alter
1.6 Übergänge in die Partner:innenlosigkeit im höheren Alter als Erkenntnisinteresse - oder die erkenntnisleitende Frage
1.7 Die Struktur der vorliegenden Ausarbeitung
2 Theoretisch-konzeptuelle Annäherung an Übergänge in die Partner:innenlosigkeit im höheren Alter
2.1 Übergänge im höheren Alter und Paarbeziehungen aus der life-course-perspective
2.1.1 Die Zeitlichkeit von Übergangsprozessen und die mehrfach zeitliche Relationierung des Alter(n)s - oder die zeitliche Dimension
2.1.2 Die Verzeitlichung der (Re-)Produktion sozialer Ungleichheiten in Paarbeziehungen - oder die verzeitlicht-strukturelle Dimension
2.2 Die Verflüssigung von Übergängen und die Fokussierung auf normative Erwartungen mit der Doing-Transitions-Perspektive
2.2.1 Partner:innenlosigkeit als das negative Gegenstück zu Paarbeziehungen - oder die normative Dimension
2.2.2 Die Rolle von Zeit(en) und des Timings für normative Erwartungen an paarbezogene Lebensformen - oder die verzeitlicht-normative Dimension
2.3 Theoretisch-konzeptuelle Perspektivierung von Übergängen in die Partner:innenlosigkeit im höheren Alter in der vorliegenden Ausarbeitung
2.4 Verwitwung, Scheidung und Trennung - Die Formen von Übergängen in die Partner:innenlosigkeit
2.5 Differenzierung der erkenntnisleitenden Frage entlang der theoretisch-konzeptuellen Dimensionen - oder forschungsleitende Fragen
3 Sich im Forschungsprozess konkretisierendes Mixed-Methods Design - Genese des Forschungsdesigns
3.1 Methodische Beschreibung des Forschungsdesigns
3.2 Methodischer Exkurs zu den Daten der quantitativen Analyseteile: Der Deutsche Alterssurvey (DEAS)
3.3 Methodologische Einordnung und zentrale Entscheidungsmomente in der Genese des Forschungsdesigns
3.4 Multidimensionale Auseinandersetzung mit Übergängen in die Partner:innenlosigkeit - oder Begründung der Anwendung eines Mixed-Methods Designs
4 Sich wandelnde Normalität? - Paarbeziehungsverläufe im höheren Alter
4.1 Die Einbettung von Übergangsprozessen in Paarbeziehungsverläufe und in die historische Zeit - Hinführung zum quantitativ-explorativen Teil
4.1.1 Bisherige Forschung zur Verteilung von paarbezogenen Lebensformen und Lebensverläufen im höheren Alter in Deutschland
4.1.2 Konzeptuelle Überlegungen zur Operationalisierung des Paarbeziehungsstatus
4.1.3 Erwartungen an Paarbeziehungsverläufe und Übergänge in die Partner:innenlosigkeit im höheren Alter
4.2 Quantitativ-explorativer Analyseteil: Sampling, Datenaufbereitung und Methoden
4.2.1 Vorgehen beim Sampling und vergleichende Beschreibung der Sample (quantitativ-explorativer Teil)
4.2.2 Datenaufbereitung für die Sequenzmusteranalyse und Operationalisierung des Paarbeziehungsstatus
4.2.3 Operationalisierung der Variablen zur Gruppierung der Sequenzen und für das multinominale Regressionsmodell
4.2.4 Sequenzmusteranalyse - Ein quantitativ exploratives Verfahren
4.2.5 Clusteranalyse - Die Typisierung von Sequenzmustern
4.2.6 Multinominale Regressionen - Die sozial strukturierte Zugehörigkeit zu Sequenzmustern
4.3 Paarbeziehungsverläufe im höheren Alter
4.3.1 Zunehmend serielle Beziehungsverläufe im höheren Alter - oder Differenzierung
4.3.2 Zunehmend unterschiedliche paarbezogene Lebensformen im höheren Alter - oder Pluralisierung
4.4 Übergänge in die Partner:innenlosigkeit im höheren Alter
4.4.1 Die Verbreitung der Übergänge über die Zeit - oder Heterogenisierung
4.4.2 Eine Typologie von Paarbeziehungsübergängen im höheren Alter
4.4.3 Der Einfluss sozialer Differenzkategorien auf die Zugehörigkeit zu den Übergangtypen
4.5 Der Wandel der Normalität von paarbezogenen Lebensformen und Übergängen im höheren Alter - Zwischenfazit des quantitativ-explorativen Teils
4.5.1 Limitationen des quantitativ-explorativen Teils
4.5.2 Konzeptuelle Einordnung des quantitativ-explorativen Teils in das Gesamtkonstrukt der vorliegenden Ausarbeitung
5 Zeitliche Normativität - Das Sinnhaft-Machen von nicht-institutionalisierten Paarbeziehungsbiografien im höheren Alter
5.1 Die Fokussierung auf nicht-institutionalisierte Paarbeziehungsbiografien und das Ledig-Sein als normative Abweichung - Hinführung zum qualitativ-induktiven Teil
5.1.1 Bisherige Forschung zum Ledig-Sein im höheren Alter
5.1.2 Paarbeziehungsbiografien aus der Perspektive der narrative gerontology
5.2 Qualitativ-induktiver Analyseteil: Erhebung, Sample und Auswertungsmethode
5.2.1 Leitfadeninterviews mit narrativen Elementen
5.2.2 Feldzugang und Erhebung der Interviews
5.2.3 Soziodemografische Verortung und Eckpunkte der Paarbeziehungsbiografien der Teilnehmenden
5.2.4 Auswertung mit Elementen der Grounded Theory Methodologie
5.2.5 Reflexive Überlegungen zur Erhebung und Auswertung
5.3 Das Sinnhaft-Machen der Paarbeziehungsbiografie durch narrative Verknüpfungen
5.3.1 Die Herstellung von Teleologie in Paarbeziehungsbiografien - oder chrono-kausale Verknüpfungen
5.3.2 Die emotionale Gewichtung von Paarbeziehungen und Trennungen - oder diachrone Verknüpfungen
5.3.3 Das Scheitern von Paarbeziehungen im frühen Erwachsenenalter als Wendepunkt - oder chrononormative Verknüpfungen
5.4 Die Rolle normativer Erwartungen für die Einordnung des Ledig-Seins und der eigenen Biografie - oder normative Verknüpfungen
5.4.1 Erzählung des Selbst und Adressierung in sozialen Interaktionen - oder die Identifikation mit der Abweichung
5.4.2 Die Bedeutung des Ledig-Seins im höheren Alter - oder Positionierungsmuster zu normativen Erwartungen
5.4.3 Alternative Zielgerichtetheit des Lebens - oder die Entstehung von counter narratives
5.5 Die Rolle narrativer Verknüpfungen für das Sinnhaft-Machen von Paarbeziehungsbiografien - Zwischenfazit des qualitativ-induktiven Teils
5.5.1 Limitationen des qualitativ-induktiven Teils
5.5.2 Konzeptuelle Einordnung des qualitativ-induktiven Teils in das Gesamtkonstrukt der vorliegenden Ausarbeitung
6 Institutionell-normative Vergeschlechtlichung - Die Entwicklung des Haushaltseinkommens bei verschiedenen Übergangsformen
6.1 Die Verknüpfung der geschlechtsspezifische Verzeitlichung von sozialen Ungleichheiten mit institutionell-normativen Erwartungen - Hinführung zum quantitativ-deduktiven Teil
6.1.1 Die rechtliche Rahmung von paarbezogenen Lebensformen in Deutschland
6.1.2 Bisherige Forschung zur Entwicklung des Haushaltseinkommens bei Übergängen in die Partner:innenlosigkeit im höheren Alter
6.1.3 Hypothesen zur Entwicklung des Haushaltseinkommens bei Verwitwung, Scheidung und Trennung
6.2 Quantitativ-deduktiver Analyseteil: Sampling, Datenaufbereitung und Methode
6.2.1 Vorgehen beim Sampling und vergleichende Beschreibung der Sample (quantitativ-deduktiver Teil)
6.2.2 Operationalisierung des quantitativ-deduktiven Teils
6.2.3 Fixed-Effects-Panelregressionen - Die Analyse intra-individueller Entwicklungen
6.3 Die Entwicklung des Haushaltseinkommens bei Übergängen in die Partner:innenlosigkeit
6.3.1 Verwitwung
6.3.2 Scheidung und Trennung aus einer Ehe
6.3.3 Trennung aus einer nichtehelichen Beziehung und aus nichtehelicher Kohabitation
6.4 Vergleich der Entwicklung des Haushaltseinkommens entlang der Übergangsformen
6.5 Die Unterschiede in der Entwicklung des Haushaltseinkommens nach Geschlecht und Übergangsform - Zwischenfazit des quantitativ-deduktiven Teils
6.5.1 Limitationen des quantitativ-deduktiven Teils
6.5.2 Konzeptuelle Einordnung des quantitativ-deduktiven Teils in das Gesamtkonstrukt der vorliegenden Ausarbeitung
7 Übergänge in die Partner:innenlosigkeit im höheren Alter als multidimensionale soziale Prozesse - oder empirische, theoretisch-konzeptuelle und methodologische Synthese
7.1 Die inhaltlichen Beiträge der empirischen Teile
7.1.1 Heterogenisierung abseits der Ehe und die Relevanz einer differenzierten Operationalisierung - Ergebnisse des quantitativ-explorativen Teils
7.1.2 Verknüpfende Modi des Sinnhaft-Machens und die Bedeutung narrativer agency für das Ledig-Sein - Ergebnisse des qualitativ-induktiven Teils
7.1.3 Vergeschlechtlichte Entwicklung des Einkommens und die Bedeutung institutioneller Normativität - Ergebnisse des quantitativ-deduktiven Teils
7.1.4 Grundlegende Limitationen der empirischen Teile
7.2 Die Erkenntnisse entlang der theoretisch-konzeptuellen Dimensionen
7.2.1 Die Prozessualität des Alterns und die (In-)Stabilität paarbezogener Lebensformen - Erkenntnisse zur zeitlichen Dimension
7.2.2 Die Auswirkungen der Kumulation von Vor- und Nachteilen innerhalb von Paarbeziehungen - Erkenntnisse zur verzeitlicht-strukturellen Dimension
7.2.3 Das Bröckeln der couple-norm? - Erkenntnisse zur normativen Dimension
7.2.4 Die Bedeutung der Zielgerichtetheiten des Lebens und die Herausbildung von Alternativen - Erkenntnisse zur verzeitlicht-normativen Dimension
7.3 Method(olog)ischer Beitrag - oder die reflexiven Möglichkeiten und konzeptuellen Herausforderungen in der Anwendung eines MM-Designs
8 Wie Übergänge in die Partner:innenlosigkeit im höheren Alter über sich selbst hinausdeuten - oder eine Schlussbetrachtung
8.1 Weiterführende Forschungsideen zu Beziehungsbiografien und paarbezogenen Übergängen im höheren Alter - oder ein Ausblick
8.2 Die Bedeutung der (verzeitlicht-)normativen Dimension für Übergänge in die Partner:innenlosigkeit - oder das Potenzial 'alternativer' Lebensformen
Datensätze
Literatur
Danksagung
