Verurteilen - Der strafende Staat und die Soziologie

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Produktdetails  
Verlag Suhrkamp
Auflage 11.09.2017
Seiten 271
Format 12,7 x 20,4 x 2,6 cm
Gewicht 364 g
Übersetzer Jürgen Schröder
ISBN-10 3518587099
ISBN-13 9783518587096
Bestell-Nr 51858709A

Produktbeschreibung  

Über mehrere Jahre hat Geoffroy de Lagasnerie den Verhandlungen in einem Pariser Gericht beigewohnt. Er beobachtete, wie Menschen wegen Raub, Mord, Vergewaltigung oder Körperverletzung angeklagt und verurteilt wurden. Ausgehend von dieser eindringlichen Erfahrung, setzt er zu einer großen Reflexion über den strafenden Staat, die Macht und die Gewalt an. Wie lassen sich dieses System der Repression und seine Kategorien verstehen?


Im Herzen des liberalen Rechtsstaats und seiner Idee der Gerechtigkeit entdeckt de Lagasnerie ein Paradox: Um jemanden verurteilen zu können, muss eine individualistische Erklärung der Tat und ihrer Ursachen kreiert werden; aber zugleich wird jede Straftat als Aggression gegen die 'Gesellschaft' und den 'Staat' aufgefasst. Das Recht wird als die Herrschaft der Vernunft präsentiert - und produziert zugleich Deprivationen und Traumata. In einer mitreißenden Mischung aus Erzählung und theoretischer Analyse zeigt de Lagasnerie, dass die Justiz mehr ist als eine Antwort auf das Verbrechen: Die Szene des Tribunals ist ein Spiegel unseres Verhältnisses zum Staat und damit unseres Status als politisches Subjekt.


Inhalt:

Den Staat vorladen
Rechtssubjekte. Elemente einer Repressionstheorie der Macht
Vom Recht zur Kritik
Lügin der Kultur
Den Staat so sehen, wie er ist
Die doppelte Wahrheit der Gewalt
Jenseits der Verantwortung
Politik der Wahrnehmungen
Eine individualisierende Erzählung
Anders reagieren
Anklagen und strafen
Die Logik der Vergeltung
Was ist ein Verbrechen?
Strafrecht, Souveränität und Demokratie
Die Welt sehen. Die kritische Soziologie neu denken

Autorenporträt  
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