Unter dem Schutz von Rupert und Virgil - Band 8. - Die Burgen und Befestigungsanlagen im Erzstift Salzburg. Kärnten
| Verlag | Milizverlag |
| Auflage | 01.05.2025 |
| Seiten | 264 |
| Format | 20,8 x 14,9 x 1,7 cm |
| Gewicht | 576 g |
| ISBN-10 | 3901185976 |
| ISBN-13 | 9783901185977 |
| Bestell-Nr | 90118597A |
In Kärnten konnte das Erzstift Salzburg durch seine Erwerbungen eine bevorzugte
Stellung einnehmen. Besonders nach der Schlacht von Greifenburg 1252 und dem
Diktatfrieden von Lieserhofen beherrschte Salzburg das Oberkärntner Drautal nahezu zur
Gänze. Zeitweise schien sogar eine Angliederung einiger Besitzungen an das Stiftsland
möglich, wobei hier dem Bereich um Gmünd im Liesertal ein besonderes Augenmerk
gewidmet wurde. Durch die jahrzehntelangen Auseinandersetzungen mit den Grafen von
Görz-Tirol, durch die Auswirkungen der osmanischen Streifzüge und vor allem durch die
verunglückte Parteinahme des Erzstiftes für König Matthias Corvinus im österreichischungarischen
Krieg (1480-1490) wurde die Stellung des Erzstiftes schwer erschüttert
und musste dieses nach und nach die Landeshoheit Habsburgs (Katschberggrenze)
anerkennen. Auch die einzige Salzburger Höhlenburg (Rottenstein) befindet sich auf
Kärntner Boden. Ein Kronjuwel war für Salzburg der Besitz der Stadt Friesach mit ihren
Befestigungen. Auf seinem Heimweg hielt sich König Richard I. Löwenherz 1192 kurzfristig
in Friesach auf, wo er durch Friedrich III. von Pettau beinahe verhaftet wurde. Es ist
ein durchaus interessantes Gedankenspiel, den englischen König als Gefangenen des
Salzburger Fürsterzbischofs und nicht als den des österreichischen Herzogs Leopold V.
zu sehen. Einer der vielen Wendepunkte in der Geschichte, die zur Frage verführen,
was wäre gewesen, wenn ...?