Subjekte der ökologischen Verwüstung - Kritische Theorie der Klimakatastrophe

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Produktdetails  
Verlag Campus Verlag
Auflage 28.05.2026
Seiten 386
Format 14,3 x 2,3 x 21,4 cm
Großformatiges Paperback. Klappenbroschur
Gewicht 544 g
Reihe Schriften. Institut für Sozialforschung
ISBN-10 3593521962
ISBN-13 9783593521961
Bestell-Nr 59352196A

Produktbeschreibung  

In der gegenwärtigen Auseinandersetzung über die Ursachen und Folgen der ökologischen Verwüstung erfährt eine zentrale Kategorie der Kritischen Theorie zu wenig Aufmerksamkeit: das Subjekt. Doch nur wenn eine kritische Gesellschaftstheorie die subjektiven Bedingungen der Klimakatastrophe analysiert, kann sie in Zeiten umfassender Naturzerstörung sowohl die Beharrungskräfte eines destruktiven Kapitalismus als auch den Aufstieg einer veränderten Form des Autoritarismus verstehen.
Die theoretischen und empirischen Beiträge des Buches widmen sich dieser Problemstellung mithilfe der für die Kritische Theorie charakteristischen Verbindung von neomarxistischer Gesellschaftstheorie und psychoanalytischem Subjektbegriff. Sie verknüpfen den gesellschaftskritischen und interdisziplinären Anspruch der Kritischen Theorie und leisten so eine Bestimmung des Subjekts als unverzichtbaren Ansatzpunkt zur Analyse und Kritik ökologischer Verwüstung. Zugleich zeigen die Beiträge, inwiefern zentrale Begriffe der Kritischen Theorie angesichts neuer und zugespitzter Formen sozialer und ökologischer Destruktivität einer Neubestimmung bedürfen.

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/


Inhalt:

Inhalt

Subjekte der ökologischen Verwüstung: eine Programmatik
Thomas Barth, Ricarda Biemüller, Tobias Heinze und Heiko Stubenrauch

Kritische Theorie der Natur

Apocalyptic Wasteland. Romantische Verklärung der Natur als Problem einer kritischen Theorie der Verwüstung
Jennifer Stevens

Die Normativität der Natur und die Fallstricke verändernder Praxis
Philip Hogh

Zur Wendung des material turn. Neuer Materialismus, Historischer Materialismus und kritische Theorie
Susanne Lettow

Ökomarxismus und die Kritische Theorie der Natur. Zwei Perspektiven auf Ökologie und Dialektik
Carl Cassegård

Subjekttheorie der ökologischen Verwüstung

Verbundenheit als Zwang. Die Kritische Theorie spätkapitalistischer Subjektivität im ökologischen Diskurs
Heiko Stubenrauch

Den Klimawandel genießen. Jouissance als politischer Faktor
Lucas Pohl und Erik Swyngedouw

Erziehung zum Genießen. Zur historischen und pädagogischen Genese der Subjekte der ökologischen Verwüstung
Ricarda Biemüller

Subjektivation zwischen Abhängigkeit und Aggression

'Ich werde nicht aufhören, in den Urlaub zu fliegen, nur weil meine Kindes-Kindes-Kinder irgendwann mal an der Sonnenkrise verrecken'. Erlebnisweisen des Klimawandels
Charlie Kaufhold und Andrea Lilge-Hartmann

Ohnmacht, Omnipotenz und das Dazwischen. Das Subjekt in der ökologischen Zerstörung
Delaram Habibi-Kohlen

Zwischen Autarkie und Masse. Manische Abwehr von Abhängigkeit bei Selbstversorger:innen
Anna Rosa Ostern

Der potenzielle Fossil-Faschist. Züge eines klimarebellischen Einstellungssyndroms
Julian Niederhauser

Kritik und Widerständigkeit

Das kritische Potenzial apokalyptischen Denkens. Vom Ende als Möglichkeit
Jochen Gimmel

'Die Landschaft dauert länger als das Individuum' - ein neuartiges, kritisch-kollektives Subjekt der Disruption mit und nach Heiner Müller
Anne Gräfe

Von der Freiheit, Möglichkeiten ungenutzt zu lassen, und derNotwendigkeit zu handeln. Anmerkungen zur Massenpsychologie der Klimakrise
Christine Kirchhoff

Zu den Autor:innen

Autorenporträt  
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