Kritik der großen Geste - Anders über gesellschaftliche Transformation nachdenken

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Produktdetails  
Verlag Beck
Auflage 2. Auflage, 13.08.2024
Seiten 224
Format 12,5 x 1,8 x 20,5 cm
Klappenbroschur
Gewicht 248 g
Reihe Beck Paperback
ISBN-10 340682322X
ISBN-13 9783406823220
Bestell-Nr 40682322A

Produktbeschreibung  

Anders über Transformation nachdenken - Eine Streitschrift



Über Transformation wird zumeist mit großer Geste und noch größerer Betroffenheit gesprochen. Ob es um die Bekämpfung des Klimawandels, den Umbau von Staat und Wirtschaft oder die Frage nach der Beendigung von Kriegen geht: Von der Dringlichkeit wird auf die Möglichkeit und Zustimmungsfähigkeit geschlossen, oft mit mahnendem Blick. In Vergessenheit gerät dabei, dass alle Transformation in einer Welt stattfinden muss, die bereits da ist und mit ihren eigenen Mitteln darauf reagiert, unter anderem mit populistischen Gefährdungen der Demokratie. Armin Nassehi fragt in seiner deutlichen Intervention, was jenseits der großen Geste zu finden ist: eine Gesellschaft, die anders über Transformation nachdenken muss und am Ende von der Logik kleiner Schritte profitieren wird.




Multiple Krisenerfahrung bedeutet: Viele Bedingungen unserer Lebensweise der letzten Jahrzehnte sind fragwürdig geworden, ihre Verletzlichkeit und ihre Voraussetzungen werden immer sichtbarer. Das erzeugt allerorts einen Ruf nach rascher, möglichst umfassender Transformation. Denn: Eine andere Welt sei möglich, wir müssten sie nur wollen. Aber dieser Triumph des Willens rechnet nicht mit dem Eigensinn, mit der inneren Komplexität und den Widerständen einer Gesellschaft, die eben kein ansprechbares Kollektiv ist. Und sie rechnet nicht mit der populistischen Reaktion auf Krisenerfahrungen. Dabei wird immer deutlicher: Man kann nicht gegen die Gesellschaft transformieren, sondern nur in ihr und mit ihr - und nur mit ihren eigenen Mitteln.



?Kleine Schritte heißt nicht kleine Lösungen.?



? Armin Nassehis engagiertestes Buch

? Eine Absage an die großen Gesten und Illusionen des Transformationsdiskurses

? Warum gesellschaftliche Transformation nur in konkreten Schritten und nicht als disruptiver Umbau möglich ist

? Von einem der renommiertesten Soziologen Deutschlands


Inhalt:

Vorwort



0 Incipit

Oder: Eine Verwunderung



1 Gegenwarten

Oder: Warum spielen alle ihre Rollen?



2 Multiple Krisen

Oder: Drohende Visibilisierungserfahrungen



3 Kollektive Herausforderungen

Oder: Warum das Gemeinsame eine Illusion ist



4 Von weißen Blättern und Zinnsoldaten

Oder: Warum tun sie nicht, was sie sollen?



5 Kapitalismuskritik als Selbstberuhigung

Oder: Das Maß der Maßlosigkeit



6 Vertikale versus horizontale Ordnungen



Oder: Woher die Unübersichtlichkeit?



7 Exkurs: Das Problem der Textförmigkeit

Oder: Warum man das alles kaum beschreiben kann und wie die Polyphonie uns rettet



8 Zielkonflikte

Oder: Warum Einigkeit das Schlimmste wäre



9 Ein eklatanter Fehlschluss

Oder: Warum der Selbstbetrug nur den anderen nützt



10 Träge Arrangements

Oder: Unhintergehbare Verstrickungen



11 Konservative Bezugsprobleme

Oder: Warum mit starker Schwäche gerechnet werden muss



12 Was- versus Wer-Fragen

Oder: Worüber streiten wir da?



13 Kompetente Politik

Oder: Neue Konflikte, bitte!



14 Steuerung und Transformation

Oder: Warum die Begriffe versagen



15 Und nun?

Oder: Die Stärke kleiner Schritte



16 Coda: Die Moral von der Geschichte

Autorenporträt  
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