Eine bisher unbekannte Seite des Nobelpreisträgers Ivo Andri: Texte über die Schlaflosigkeit, das Altern und die Vergänglichkeit, herausgegeben von Michael Martens
"Hat noch wer die Welt so geliebt wie ich?" Sein ganzes Erwachsenenleben lang hat sich der Jahrhundertschriftsteller Ivo Andri, weltweit gelesen und ausgezeichnet mit dem Nobelpreis für Literatur für seine historischen Romane, Notizen gemacht - Alltagsbeobachtungen, Reiseeindrücke, Charakterbilder, lakonische Kürzestgeschichten. Zu den schonungslosesten, erschütterndsten, intimsten Texten zählen jene, die sich mit der Schlaflosigkeit, dem Altern, der Vergänglichkeit beschäftigen. Pralle Lebenslust gemischt mit Franz Kafka und Edgar Allan Poe, so lässt sich dieses großartige Buch charakterisieren, das der Andri-Biograf Michael Martens zusammengestellt hat.
Ivo Andric wurde 1892 in Travnik/Bosnien geboren und starb 1975 in Belgrad. Er studierte Slawistik und Geschichte in Zagreb, Wien, Krakau und Graz. 1920 trat er in den diplomatischen Dienst ein, 1939 bis 1941 war er jugoslawischer Botschafter in Berlin. 1961 erhielt Andric den Nobelpreis für Literatur. 2011 und 2016 erschienen bei Zsolnay in überarbeiteter Übersetzung Die Brücke über die Drina und Wesire und Konsuln. 2020 erschien Insomnia. Nachtgedanken, herausgegeben von Michael Martens.
Michael Martens wurde 1973 in Hamburg geboren und arbeitet seit 2002 als politischer Korrespondent. Mit Josef Burg, dem letzten jiddisch schreibenden Dichter von Czernowitz, veröffentlichte er 2000 »Irrfahrten. Ein ostjüdisches Leben«. Bei Zsolnay erschienen: »Heldensuche. Die Geschichte des Soldaten, der nicht töten wollte« (2011), »Im Brand der Welten - Ivo Andric. Ein europäisches Leben« (2019) sowie 2021 (als Herausgeber und Übersetzer) »Ivo Andric - Insomnia. Nachtgedanken«.
Michael Martens wurde 1973 in Hamburg geboren und arbeitet seit 2002 als politischer Korrespondent. Mit Josef Burg, dem letzten jiddisch schreibenden Dichter von Czernowitz, veröffentlichte er 2000 »Irrfahrten. Ein ostjüdisches Leben«. Bei Zsolnay erschienen: »Heldensuche. Die Geschichte des Soldaten, der nicht töten wollte« (2011), »Im Brand der Welten - Ivo Andric. Ein europäisches Leben« (2019) sowie 2021 (als Herausgeber und Übersetzer) »Ivo Andric - Insomnia. Nachtgedanken«.
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