Im Namen der Deutschen - Die Bundespräsidenten und die NS-Vergangenheit

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Produktdetails  
Verlag Beck
Auflage 05.10.2023
Seiten 377
Format 14,5 x 3,1 x 22,4 cm
Gewicht 620 g
ISBN-10 3406808484
ISBN-13 9783406808487
Bestell-Nr 40680848A

Produktbeschreibung  

VON THEODOR HEUSS BIS RICHARD VON WEIZSÄCKER - DIE BUNDESPRÄSIDENTEN UND DIE NS-VERGANGENHEIT



Der Bundespräsident spricht qua Amt 'im Namen der Deutschen', auch und gerade, wenn es um die NS-Vergangenheit geht. Für Theodor Heuss und seine Nachfolger zu Zeiten der Bonner Republik ? Heinrich Lübke, Gustav Heinemann, Walter Scheel, Karl Carstens und Richard von Weizsäcker ? war das immer auch ein Sprechen über die eigene Zeitgenossenschaft. Norbert Frei zeigt in seinem glänzend geschriebenen, mitunter atemverschlagenden Buch, wie dabei die persönliche Vergangenheit beschwiegen und zugleich der Ton für das Reden über Nationalsozialismus und Holocaust in einer Gesellschaft gesetzt wurde, die erst lernen musste, sich ihrer Geschichte selbstkritisch zu stellen.



Richard von Weizsäcker war der letzte Bundespräsident, der die Jahre des Zweiten Weltkriegs noch als damals schon erwachsener Zeitgenosse erlebt hatte. Der weltweite Ruhm für seine Rede zum 40. Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai 1985 erklärt sich auch vor diesem Hintergrund. Mit Weizsäckers Präsidentschaft endet dieses Buch, das mit Theodor Heuss beginnt, der als erstes Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland Formen und Wege finden musste, 'im Namen der Deutschen' über die Verbrechen des 'Dritten Reiches' zu sprechen.

Norbert Frei, einer der renommiertesten Zeithistoriker der Gegenwart, folgt in seiner brillanten, minutiös aus den Quellen gearbeiteten Darstellung den gewundenen Wegen, auf denen im präsidialen Reden auch zu schweigen zur staatsmännischen Kunst und respektierten Praxis wurde.





  • Schuld und Scham, Vergessen und Vergegenwärtigung

  • Vom Autor des Klassikers "Vergangenheitspolitik"

  • Vom Umgang mit der NS-Vergangenheit im höchsten Amt des Staates


Inhalt:

Einleitung



I. Lernprozesse

Theodor Heuss und die Bürden der Vergangenheit

Die erste Führungsmannschaft

Schuld und Scham, Vergessen und Vergegenwärtigung

Bergen-Belsen, das Mahnmal und die Juden



II. Souveränitätsgewinne

Normsetzendes Gedenken: Der 20. Juli 1954

Ordenspolitik

Traditionsstiftung: "Die großen Deutschen"

Reisen in die Vergangenheit

Zuhause im Amt



III. Systemkonkurrenz

Heinrich Lübke un ddie präsidiale Kontinuität

Bütefisch und andere "kritische" Orden

Die DDR-Kampagne gegen den "KZ-Baumeister"

Abschiedsqualen



IV. Machtwechsel

Gustav Heinemann und die deutsche Geschichte

"Versöhnungsbesuche" des "Bürgerpräsidenten"

"Kahlschlag in der Villa Hammerschmidt"

Walter Scheel und das neue Deutschland

Präsidentenwechsel



V. Tendenzwenden

Karl Carsten oder: Die Persistenz der gesellschaftlichen Polarisierung

Konservative Lernerfahrungen

Richard von Weizsäcker und der 8. Mai 1985



Deutschland, Israel und "die Rede"

Die Lehren aus der Vergangenheit und das Ende der DDR



Schluss





Anhang

Nachwort

Anmerkungen

Quellen und Literatur

Abkürzungen

Abbildungsnachweis

Namenverzeichnis

Autorenporträt  
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