Georg Ludwig v. Maurer (1790-1872) - Gesetzgeber Griechenlands
| Verlag | Duncker & Humblot |
| Auflage | 1. Auflage, 11.11.2025 |
| Seiten | 178 |
| Format | 22,9 x 15,1 x 1,2 cm |
| Gewicht | 280 g |
| Reihe | Schriften zur Rechtsgeschichte |
| ISBN-10 | 3428195213 |
| ISBN-13 | 9783428195213 |
| Bestell-Nr | 42819521A |
Der bayerische Jurist Georg Ludwig von Maurer war in seiner Eigenschaft als Mitglied der Regentschaft des bayerischen Prinzen Otto, der im Alter von 17 Jahren griechischer König geworden war, der erste Gesetzgeber des Königreichs Griechenland. Innerhalb von weniger als zwei Jahren schuf er verfassungs- und kirchenverfassungsrechtliche Grundlagen, eine Gerichts- und Notariatsverfassung, das Straf- und Strafprozessrecht sowie das Zivilverfahrensrecht des neuen griechischen Staates. Maurer reiht sich damit unter die großen europäischen Kodifikatoren ein, zumal seinen Gesetzbüchern in Griechenland eine lange Geltungsdauer beschieden war. In Bayern wäre sein Name in einem Atemzug mit Kreittmayr, Feuerbach und Gönner zu nennen. Trotzdem fehlt es bislang weitgehend an Forschungsarbeiten zu Maurers Person und Gesetzgebungswerk. Vorliegender Band, eine griechisch-deutsche Kooperation, nimmt erstmals Leben und Werk Maurers in den Blick.
Inhalt:
Georg Suppé
Georg Ludwig von Maurer als Professor in München 1826 bis 1832
Martin Otto
Das Land der Bayern mit der Seele suchend? Maurers Staatskirchenrecht für Griechenland
Stavros Kitsakis
Kein Zivilgesetzbuch für Griechenland. Facetten des komplexen Selbstverständnisses von Maurer als Gesetzgeber Griechenlands
Martin Löhnig
Maurers Zivilprozessordnung für das Königreich Griechenland
Michael Tsapogas
Georg Ludwig von Maurer, Karl von Abel und das griechische Gemeindegesetz von 1833
Wassiliki Neumann-Roustopanis
Todesstrafe und Bürgerlicher Tod in Maurers Strafgesetzbuch und zeitgenössische Kritik
Martin Heger, Philippos Kotsalis und Anna Sakellaraki
Politisch motivierte Kriminalität in Maurers Gesetzgebung
Konstantina Papathanasiou
Maurers Gesetzgebung zum Kulturgüterschutz. Griechenland als Vorreiter im internationalen Kontext