Fremde Einheit

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Produktdetails  
Verlag AVA
Auflage 29.06.2026
Seiten 165
Format 13,3  x  23,7  x  1,3 cm
Gewicht 262 g
ISBN-10 3946281249
ISBN-13 9783946281245
Bestell-Nr 94628124A

Produktbeschreibung  

Immer an einem Wochenende im Frühherbst erinnert die Stadt Helmstedt seit einer stattlichen Reihe von Jahren an ihre wissenschaftliche Tradition als einstige Universitätsstadt und zugleich auch an ihre politische Vergangenheit als Grenzort, der fünfzig Jahre lang im 'Zonenrandgebiet' das Ende der Transitstrecke von West-Berlin nach Hannover markierte. Mit den Helmstedter Universitätstagen hat sich auf diese Weise ein Forum des zeitgeschichtlichen Gedankenaustauschs etabliert, das eine Verbindung zwischen der akademischen Forschung und einer breiteren Öffentlichkeit zu bieten sucht, um die Frage nach dem Verbindenden und dem Trennenden der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts in europäischer Perspektive zu erörtern.
2025 widmeten sich die Universitätstage aus Anlass des 35. Jahrestags der deutschen Einheit von 1990 und im Rückblick auf den 75. Jahrestag der Gründung zweier deutscher Staaten mit dem Phänomen eines doppelten Deutschlands, das nach dem Zweiten Weltkrieg in zwei nebeneinander bestehende Staatsgebilde separiert wurden.
Die einzelnen Referentinnen und Referenten der Universitätstage gingen der Frage der deutschen Einheit in zeitlicher und räumlicher Ausweitung nach: Ist die von der Bundestagswahl im Februar 2025 so drastisch vor Augen geführte politisch-kulturelle Ost-West-Spaltung der Bundesrepublik als Ausnahmefall oder in internationaler Perspektive eher als Normalzustand zu betrachten? Kannte die jüngere deutsche Vergangenheit überhaupt mehr Einheit als die Gegenwart? Auf wie viel Zusammenhalt sind Gesellschaften angewiesen, um nicht auseinanderzufallen? Inwieweit kann andererseits gesellschaftliche Homogenität überhaupt eine erstrebenswerte Zielvorstellung demokratisch verfasster Gesellschaften darstellen, und welche sozialen Gruppen und kulturelle Traditionslinien drohen dabei ausgeklammert oder gar unterdrückt zu werden?

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