Der letzte Rabbiner - Das unorthodoxe Leben des Leo Trepp
| Verlag | WBG Theiss |
| Auflage | Oktober 2018 |
| Seiten | 284 |
| Format | 15,5 x 22,0 x 2,5 cm |
| mit Schutzumschlag | |
| Gewicht | 505 g |
| ISBN-10 | 3806238189 |
| ISBN-13 | 9783806238181 |
| Bestell-Nr | 80623818A |
Die Geschichte eines jüdischen Lebens in Deutschland von der Weimarer Republik bis heute
Leo Trepp wächst in einer orthodoxen Familie auf, in der Theater und klassische Literatur ebenso zum Alltag gehören wie Torastudium und Synagogenbesuche. Nach Philosophiepromotion und Rabbinerausbildung amtiert er als letzter Landesrabbiner in Oldenburg, unter den kritischen Blicken der Nationalsozialisten. Nach seiner Entlassung aus dem Konzentrationslager entkommt er in die USA. Doch schon bald beginnt er sein "unermüdliches Versöhnungswerk", wie es Karl Kardinal Lehmann nannte: Immer wieder kehrt er nach Deutschland zurück, um den Menschen das Judentum näher zu bringen und Vorurteile abzubauen. Er lehrt und berät, steht im engagierten Dialog mit Kirchenvertretern und Muslimen und hilft beim Aufbau neuer jüdischer Gemeinden.
Seine Autobiographie blieb unvollendet - und so trägt seine Frau, die Autorin Gunda Trepp, die Erinnerungen zusammen, ergänzt, kommentiert und erzählt mit Liebe und Wärme von diesem tief religiösen und doch so un-orthodoxen deutsch-jüdischen Leben.
Inhalt:
Inhalt
Vorwort von Johannes Gerster 7
Einleitung 11
1. Kapitel: Die Liebe eines Vaters 21
Ach, du wunderschöner Rhein 21
Kaiser, Krieg und Vaterland 32
Leben in zwei Kulturen 47
Vom Glück des Lernens 57
2. Kapitel: Mittendrin und außenvor 73
Ein klimperkleines Dorf mit Juden 73
Die Grenze ist geschlossen - und das Glück grenzenlos 84
Abschied von der Kindheit 91
Das Gerücht über die Juden 95
3. Kapitel: Studium im Sauseschritt 107
Orthodox? Liberal? Einheit in der Vielfalt 107
Wer ist schon Albert Einstein?
Außen Universität - Innen NSDAP 111
Ein Bruder in Nöten und ein SA-Mann mit Herz 120
Treueversprechen gegen die Nazis 126
Wer denkt denn da noch an Karriere? 132
4. Kapitel: Rabbinat in Zeiten der Angst 139
Mit den Augen der Anderen 139
Aufbauen, abwickeln und trösten - gleichzeitig 145
Tragt ihn mit Stolz, den gelben Fleck 157
Eine Schule für die Juden 164
Hoffnung ist die Hoffnung ist die Hoffnung 170
Der Kapitän verlässt das Schiff zuletzt 176
Das Ende 185
5. Kapitel: Rückkehr 195
Wo warst du in jener Zeit? 195
Gestohlene Heimat 203
Neu und verwirrt - ein Deutscher in Amerika 212
Weichen für die Zukunft stellen 228
6. Kapitel: So ist es Mühe und Arbeit gewesen 241
Zwei Frauen und ein emanzipierter Rabbiner 241
Ohne den Älteren wäre der Jüngere nicht dä 247
Der Gerechtigkeit sollst du nachjagen 259
Über das Abschiednehmen 271
Glossar 278
Bibliographie 282