| Verlag | Suhrkamp |
| Auflage | Januar 1982 |
| Seiten | 360 |
| Format | 10,8 x 17,7 x 1,9 cm |
| Gewicht | 277 g |
| Reihe | edition suhrkamp |
| ISBN-10 | 3518111426 |
| ISBN-13 | 9783518111420 |
| Bestell-Nr | 51811142A |
Inhalt:
"Einführung ins Thema. Die Aktualität der Mythen-Renaissance in Kunst und Gesellschaft. Der romantische Dionysos und seine antiken Quellen. Zukunftsgott oder Gott der Gegenaufklärung.
Die Gegenwärtigkeit des Mythos, demonstriert an drei zeitgenössischen Texten (H. E. Richter, H. Blumenberg, L. Kolakowski).
Ein erster Versuch, Mythos zu definieren; die Theorieabhängigkeit jeder Definition. Mythos als Beglaubigung (als Legitimation) von sozialen oder kulturellen Praktiken. Die Unterscheidung des Kults vom Mythos und die romantischen Quellen dieser Unterscheidung. F. Creuzer, J. J. Bachofen, Nietzsche.
Ein zweiter Versuch, Mythos zu definieren. Zeichenfunktion und Symbolismus. Die synthetische Option des Mythos und ihre Kritik von seiten der Aufklärung (des analytischen Geistes).
Herders Rehabilitation des Mythos. Seine Polemik gegen Klotz im Essay ""Über den neueren Gebrauch der Mythologie"". Herder und seine Zeitgenossen. Versuche, eine neue Mythologie durch Anknüpfen an die eddische Mythologie zu begründen. Herders eigene Idee einer neuen Mythologie im Iduna-Dialog.
Die Herder-Nachfolge der Frühromantik. Der Entwurf einer Neuen Mythologie im Ältesten Systemprogramm des deutschen Idealismus. Das staatskritische Fundament der Neuen Mythologie: Staatsgemeinschaften im Dienst der Ideen und ideenlos funktionierende Gesellschaften. Die Mechanismus-Organismus-Unterscheidung. Ihr Fundament bei Kant. Ihre Vorgeschichte von Hobbes bis Fichte. Die romantische Gleichsetzung des bürgerlichen Staats mit einer Maschine. Parallelen zum Ansatz der Kritischen Theorie.
Die romantische Idee einer Neuen Mythologie (Lessing, Novalis, Fr. Schlegel, Schelling, Marx, Baader). Notwendigkeit der Wiedergeburt einer allgemeinen Symbolik. Mythologie, Poesie, politische Utopie. Mythos und allgemeine Mitteilbarkeit (Öffentlichkeit).
Politisierungen der romantischen Idee einer Neuen Mythologie im französischen Frühsozialismus und bei Richard Wagner. Sartres Anknüpfen ans Postulat der Öffentlichkeits-Bindung der Kunst. Der Symbolismus des L'art-pour-l'art als eine Art artifizieller Mythologie (Mallarmé).
Esoterische (mysterische) und exoterische (geoffenbarte) Religion. Dionysos als Thema der Mysterien und als der Offenbarer. Hegels Eleusis. Christus als der letzte Gott (Schelling). Reich Gottes, Beginn der Interpretation von Hölderlins Brod und Wein. Wer ist der kommende Gott? Die romantische Rezeption der Dionysos-Mythen. Dionysos als der Gemeinschafts-Gott.
Die enharmonische Verwechslung des Dionysos und Christi bei Hölderlin, in der Romantik und in der Antike.
Weitere (antike und romantische) Belege für die Gleichung Christi und des Dionysos. Die orphische Tradition der drei Dionyse. Das göttliche Kind in der Krippe als Sohn der Demeter oder der Maria. Abendmahl und Omophagie. Philosophie der Mythologie und der Offenbarung. Kanne, Creuzer u. a. über Mysterium und Christentum. Antike und moderne Heilserwartung. Der kommende Gott und seine immer noch ausstehende Wiedergeburt. Der Auftrag an die bürgerliche Gesellschaft, dem Gott die Ankunft leichter und den Weg kürzer zu machen als bislang."