Während Abhängigkeit von anderen Menschen allgemein eher als Schwäche gilt, ändert sich das in der Sterbebegleitung oft radikal. Sterbende brauchen ein Gegenüber, um sich zugehörig und verstanden zu fühlen. Für Begleitende - Ärzt:innen, Pfleger:innen, Angehörige, Ehrenamtliche - ist das eine große Herausforderung: Unsicherheit, Trauer, Angst und Arbeitsbelastungen hemmen, Handlungsspielräume nehmen ab. Dabei kann Blickkontakt leicht dabei helfen, Menschen zu begleiten. Von den Grundlagen des Menschenbildes bis zur besonderen Kraft eines geteilten Blickes bietet das Buch viele Beispiele und alltagsnahe Ideen. In Interviews erzählen Menschen unterschiedlicher Professionen, wie sie konkret mit dem Blick arbeiten. Abschließende Tipps laden dazu ein, genauer hinzusehen, mehr Blicke zu wagen und dieser leisen großen Verbindung unter uns Menschen wieder eine andere Aufmerksamkeit zu schenken.
Dr. Celina von Bezold, Studium der Philosophie, ist seit über 20 Jahren im ambulanten philosophischen Dienst mit Schwerpunkt Palliativmedizin und Hospizarbeit tätig, berät Unternehmen im Bereich der Patientenkommunikation, hält Vorträge, veranstaltet Salons und Talks innerhalb der Kunstszene oder am Lagerfeuer.
Monika Müller, M. A., war Leiterin von ALPHA Rheinland, der Ansprechstelle in NRW zur Palliativversorgung, Hospizarbeit und Angehörigenbegleitung mit Sitz in Bonn. Sie ist Dozentin und Supervisorin im Bereich Trauerbegleitung und Spiritual Care.
Petra Rechenberg, Diplom-Pädagogin, M. A., ist approbierte Psychotherapeutin, Supervisorin (DGSv, DGSF, PTK, DGPB), Mediatorin (BM), Lehrtherapeutin und Lehrsupervisorin (DGSF), Psychoonkologin (dapo), Dozentin für Palliative Care und Trauerbegleitung. Außerdem ist sie klinische Poesietherapeutin (DGPB, DGKT), Schreibwissenschaftlerin und Autorin.
Dipl.-Psych. Katharina Kautzsch ist systemische Therapeutin, Familientherapeutin, Hypnotherapeutin, Systemische Supervisorin, Coachin, Lehrende für systemische Therapie und Beratung, Heilpraktikerin für Psychotherapie.
Michael Clausing, M. A. Germanistik, ist systemischer Berater, Supervisor (DGSF), Mediator (BM), Sterbebegleiter und Betreuer. Er arbeitet im Bereich der Hospizbewegung und ist Fachreferent für Bildung beim Christophorus-Hospiz-Verein in München. Er leitet Einzel-, Team- und Supervisionsgruppen für Haupt- und Ehrenamtliche im Hospiz- und Palliativkontext. In diesem Themenfeld ist er in der Fort- und Weiterbildung tätig.
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