Das Testament der Einsamen - Ausgezeichnet mit dem Grand prix littéraire Caraïbe der ADELF (Association des Écrivains de Langue Française) 2009

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Produktdetails  
Verlag litradukt
Auflage 2012
Seiten 115
Format 15,6 x 23,3 x 0,7 cm
Gewicht 116 g
ISBN-10 3940435090
ISBN-13 9783940435095
Bestell-Nr 94043509M

Produktbeschreibung  

Drei Generationen von Frauen leiden still und allein, Zeugnisse von Menschen, für die Hoffnung und Glück Fremdwörter sind. Ein poetischer Text über die Einsamkeit und das Exil, Niederschlag des Lebensgefühls eines Landes, \'das seit jeher in der karibischen See und im Elend versinkt.\' Ausgezeichnet mit dem Grand prix littéraire Caraïbe der ADELF (Association des Écrivains de Langue Française) 2009.

Leseprobe:

Das Land hier scheint grenzenlos zu sein. Das Leben hat sich zusammengekauert, ist in sich versunken. Von hier aus gesehen erscheint die Welt zugleich riesig und klein. All dies Grün, diese Sümpfe sind seit eh und je imaginäre Gitter.
Man erzählt sich, der Krieg sei zu Ende. Sie hatten nichts gehört, nichts von diesem Krieg verstanden. Nazis und Alliierte bedeuteten für sie nichts. Die Welt hielt nur mühevoll mit der blauen Provinz Kontakt, die in einem Land versteckt war, welches seit jeher in der karibischen See und im Elend versinkt. Es war eine Welt weit weg von der Welt, eine Welt, die man verlassen musste, um zu leben.
Drei Mädchen waren hier geboren, als es weder gut war, hier, noch als Frau zur Welt zu kommen. Zwischen toten Feldern und traurigen Flüssen war der einzige Traum, den sie geerbt hatten, der zu gehen. Dieses stille, schlammige Erde weit hinter sich zu lassen. Die Straße, die zur Schule führte, war sehr lang. Sie hielten es nicht für notwendig, dort jeden Morgen früh hinzugehen, noch halb im Schlaf, mit leerem Magen, um zu spät wiederzukommen, zu müde, um sich an die Frondienste zu machen, die den Mädchen vorbehalten waren.
Es ist eine Geschichte, die man mir dutzende Male erzählt hat, der ich nicht aufmerksam zuzuhören meinte, die sich jedoch in meinen Gedanken niederließ, schwer und süß, wie es nur ein mütterliches Erbe kann.
Ich stelle mir meine Mutter und ihre beiden Schwestern vor, wie sie die Blicke auf diese unendliche Straße richten, die zur Stadt führt, die Stadt mit tausend Gesichtern, mit tausend Chancen, mit tausend neuen Morgen. Würde der Kaffee anders schmecken?, fragten sie sich, wenn die Lampe erloschen war. Mit offenen Augen lauschten sie der Musik der Insekten, die in der Nacht zu Tausenden unterwegs waren, Komplizen ihrer Wünsche und ihrer Aufbruchspläne.
Die Geschichte ist ungenau oder fast unbekannt. Versatzstücke aus Ungewissheit, in unleserlichen Heften aufbewahrte Zeit. Es soll weder Erinnerung noch Testament geben. Drei Frauen, bereit zu gehen, sich in die Gewalt der Stadt zu werfen, in den Geruch der Männer. Immer ein neues entlegenes Glück, mit dem Rücken zur verrinnenden Zeit.Drei verlorene Seelen, überzeugt, diesem weit weg gelegenen Land nur durch einen unglücklichen Zufall anzugehören. Schwestern mit der gleichen Erinnerung, dem gleichen Verlangen, dem gleichen Schicksal.

Autorenporträt  
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