Chruschtschows Putsch - Das Ende der sozialistischen Politik und die Sabotage der UdSSR

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Produktdetails  
Verlag Zambon
Auflage 2021
Seiten 160
Format 16,6 x 1,2 x 20,5 cm
Großformatiges Paperback. Klappenbroschur
Gewicht 213 g
ISBN-10 3889752551
ISBN-13 9783889752550
Bestell-Nr 88975255A

Produktbeschreibung  

Geschichtsmythen über historische Ereignisse werden gezielt von der jeweils herrschenden Klasse verbreitet, um eine bestimmte Lesart für alle Zeiten verbindlich zu machen, sie festzuschreiben und in die Hirne einzupflanzen. Eines Tages gehen sie in die Geschichtsbücher ein und werden wie unumstößliche Wahrheiten gehandelt, die dann jeder Schüler auswendig zu lernen hat, um den Test zu bestehen. Ohnehin soll das Nachfragen und Nachforschen nach Möglichkeit nicht mehr stattfinden. Kritische Geister, Zweifler, Skeptiker und echte Forscher sind inzwischen bei uns zu Verschwörungstheoretikern geworden, denen ein Aluhut aufzusetzen ist.Was die Sowjetgeschichte angeht, so wird bis heute über eine ganze Reihe von Dingen hartnäckig geschwiegen, die sich damals, Anfang der fünfziger Jahre zugetragen haben. Oder es wird einfach eine bestimmte Lesart verbreitet, die als "Fakt" gehandelt wird. Kontroverse Debatten zu historischen Ereignissen finden in den Medien nicht statt. Geschichtsbilder werden von oben dekretiert. Eine Lesart gilt. Man soll nicht wissen, man soll glauben und das Geglaubte ist dann "mein Wissen".Nikita Chruschtschow, der Nachfolger Stalins, wird im Allgemeinen das "Verdienst" zuerkannt, mit der "Diktatur Stalins" aufgeräumt zu haben, so dass man ihn positiv wahrzunehmen hat. Er war ein menschlicher Kommunist ganz nach unserem Geschmack, Stalin dagegen war kalt und unbarmherzig, ein Tyrann halt, der all seine Gegner in Lager einsperrte oder sie gleich umbringen ließ. Stalin war böse, Chruschtschow war es weniger, und Stalins Vertrauter Berija, sein furchterregender Geheimdienstmann, sein Himmler, sei sogar ein Monster gewesen, das kleine Mädchen auf der Straße abfing, um sie dann zu Hause zu vergewaltigen. Kein Scherz, es wurde wirklich über ihn von Chruschtschow & Co. behauptet. Über niemand ist so viel Schmutz abgeladen worden wie über ihn, noch nicht einmal über Stalin selbst. Von diesem "Monster" namens Lavrenti Pavlowitsch Berija ist in diesem Buch übrigens sehr viel die Rede. Wer also Bekanntschaft mit ihm machen möchte, dem sei das Buch empfohlen.Aber was hat sich damals wirklich nach Stalins völlig unerwartetem Tod (der natürlich ein natürlicher Tod zu sein hat!) im März 1953 in Moskau zugetragen? Was ist darüber bekannt gemacht worden durch unsere Staats-Historiker? Aber auch die russische herrschende Meinung ist da kaum anders. Die herrschende Lesart: "Nach Stalins Tod sollte mit dem Personenkult Schluss sein, eine kollektive Führung sollte ran, und Chruschtschow wurde dann schließlich zum neuen Generalsekretär der kommunistischen Partei gewählt. Sein Konkurrent Berija wurde entmachtet, weil rauskam, dass er alle bespitzelte und weil er ein Verbrecher war." Punkt. Mehr brauchen wir nicht zu wissen. Alles ging mit rechten Dingen zu. Chruschtschow war legitimiert. Und die staatstreue deutsche Linke hat die Chruschtschowschen Lügen alle brav mit verbreitet und unter die Leute gebracht und tut dies heute noch, darunter die heutigen DDR-Nostalgiker und die DKP, die weiterhin unverdrossen über die Vorgänge von damals den Mantel des Schweigens legen, um "ihren Chruschtschow", den Freund Walter Ulbrichts, zu retten.Das vorliegende Buch blickt hinter die Kulissen und beleuchtet das, was sich wirklich damals zugetragen hat, dass dieser "menschliche Kommunist Chruschtschow" mit Hilfe von Georgi Zhukow, dem "Helden der Sowjetunion", am 26. Juni 1953 einen blutigen Putsch organisierte, um danach eine Politik einzuleiten, die vom erfolgreichen, antiimperialistischen Weg der Sowjetunion unter Stalin wegführte, um nach und nach immer mehr Elemente der "Marktwirtschaft", also des Kapitalismus, in die sowjetische Wirtschaft einzuführen. Endlich der lang ersehnte "demokratische und menschliche Sozialismus"! Welche Folgen dieser neue Kurs hatte, wird in dem Buch aufgezeigt: Chruschtschow liquidierte über mehrere Jahre hinweg alle Anhänger Stalins, ließ sie durch Scheingerichte hinrichten oder zumindest aus der Partei auss

Inhaltsverzeichnis:

EinleitungTeil eins: die Fakten1.Die Verhaftung (oder schon Ermordung) Berijas am 26. Juni 1953 durch sowjetische Militärs2.Das Plenum des Zentralkomitees der KPdSU, 2. bis 7. Juli 19533.Der Geheimprozess gegen Berija, Merkulow, Dekanossow u.a., Moskau, 18. bis 23. Dezember 19534.Weitere Prozesse gegen Politiker, die Stalin und Berija unterstützten, 1954 bis 19565.Die Ausschaltung der 'Anti-Partei-Gruppe', Juni 1957Teil zwei: die Analyse der Fakten1.Das Aufstellen einer vorläufigen Arbeitshypothese für die weitere Untersuchung und ihre Begründung2.Die Hauptanklagepunkte gegen Berija und ihre Widerlegung3.Die wichtigsten Reforminitiativen Berijas in der Zeit seines Interregnums, März/Juni 19534.Chruschtschows kapitalistische Reformen und ihre Folgen für den Bestand des Sozialismus in der Sowjetunion5.Die Verifizierung der AusgangshypotheseSchlussfolgerungenSchlusswortAnhangDokumente:I. Berija beendet die Massenverhaftungen, entlässt über 100.000 Inhaftierte aus Lagern, 1939II. Chruschtschow säubert die Moskauer Partei von angeblichen 'Volksfeinden', 1937III. Chruschtschows Verhaftungswelle in Moskau und der Ukraine, 1938 bis 1940IV. Malenkow und Berija verhindern die von SED-Chef Ulbricht geforderte Grenzschließung zwischen Ost- und Westberlin und bestehen auf den Fortbestand eines ungeteilten BerlinV. Pavlunowskis Brief an Stalin: Berija war kein Spion, wie von Chruschtschow behauptetVI. Nach dem Krieg versteckt Marschall Georgi Schukow große Mengen an Kriegsbeute aus Berliner Villen in seiner Datscha in der Nähe von MoskauVII. Schukows Eingeständnis, an der gewaltsamen Ausschaltung Berijas an führender Stelle beteiligt gewesen zu seinVIII. Aus Chruschtschows Rede auf dem 19. Parteitag der KPdSU (B), 5. bis 14. Oktober 1952IX. Aus Chruschtschows Anklagerede gegen Berija auf dem Plenum des Zentralkomitees der KPdSU, 2. Juli 1953X. Berijas angeblicher Brief an Malenkow aus der Haftanstalt, 1. Juli 1953

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