Über das Buch:
Fünfzehn Jahre Tüngedaer Geschichte - von 1975 bis 1989 - sind nun im sechsten Band der Chronik der Gemeinde Tüngeda dokumentiert, umrahmt von 960 Fotos.
Der 1976 gegründete Jugendklub organisierte viele Jahre Discos, Jugendtanz, Schrottsammlungen, Ernteeinsätze und Vorträge. Das Dorfleben war geprägt von ehrenamtlichen Aktivitäten in der FDJ, GST, Freiwilligen Feuerwehr, Jungen Brandschutzhelfern, DRK, der Kirmes und zahlreichen Sportgruppen.
Von 1976 bis 1978 wurde die Talsperre Tüngeda für 1,6 Millionen Mark gebaut. 1979 war sie mit 1,48 Millionen Kubikmetern Wasser auf einer Fläche von 53 Hektar gefüllt. Danach begann die Beregung der Felder.
Mit der Gründung des Gemeindeverbandes Behringen 1976 sowie der Gründung der LPG (P) und LPG (T) Behringen sowie der KE Läuferproduktion Wolfsbehringen 1978 wurde Tüngeda in neue, moderne Strukturen integriert.
1980 wurde der zentrale Wasserleitungsbau sowie der Wirtschaftsweg von Tüngeda nach Oesterbehringen fertiggestellt. Außerdem waren nun alle Dorfstraßen in Tüngeda befestigt.
Im Frühjahr 1984 bereicherte der Tüngedaer-Carneval-Club die Dorfgemeinschaft mit seinen Veranstaltungen.
1984 begann die Restaurierung der Tüngedaer Bockwindmühle. 1986 konnten die Flügel montiert werden und ab 1987 drehten sich die Flügel wieder im Wind.
1986 übernahm eine neue Trinkwasserleitung von Behringen nach Tüngeda die Versorgung.
1989 eröffnete in Tüngeda das Haus der Dienste sowie das Haus der LPG (P) Behringen.
Mit der Grenzöffnung am 9. November 1989 und der bald folgenden Übernahme der DDR zur BRD und der Vereinigung der beiden deutschen Staaten begann ein neues Kapitel der Tüngedaer Geschichte.
Werner Rockstuhl wurde 1935 in Tüngeda geboren. Nach dem Besuch der Grundschule in seinem Heimatort entschied er sich 1949 für eine Lehre zum Landwirt im elterlichen Betrieb und im VEG Waldstedt. Nach dem Abschluss verbrachte er noch ein Jahr in der Landwirtschaftsschule in Gotha und absolvierte 1957 bis 1959 ein Studium zum Feldbaumeister. Diesem folgte zwei Jahre später das Studium zum Staatlich geprüften Landwirt, welches er 1963 abschloss. 1977 schließlich wurde er nach einem weiteren Studium Fachingenieur für Bewässerung und 1979 Ingenieurpädagoge.Während seines beruflichen Werdegangs stellte er sich den verschiedensten Aufgaben, war vor der Wende Traktorist, Brigadeleiter sowie Bauleiter und Leiter des Polytechnischen Zentrums Behringen. Die Rekonstruktion der Bockwindmühle Tüngeda erweckte 1984 sein Interesse für Geschichtsforschung in der Gemeinde, sowie der Geschichte der eigenen Familie.Am 1. Mai 1985 wurde er von seiner Tüngedaer Bürgermeisterin Hildegard Ludwig zum Ortschronisten berufen. Dies blieb er ehrenamtlich bis zu seinem 88. Lebensjahr 2023. Ab 1985 schrieb er mit seinem Sohn Harald Rockstuhl zahlreiche heimatgeschichtliche Bücher.Mit seiner Frau Helga hat Werner Rockstuhl drei gemeinsame Kinder, die Söhne Harald und Frank sowie Tochter Karin. Seit 1959 lebt das Ehepaar in Tüngeda auf ihrem eigenen Hof. Seit 1999 ist er Rentner.
Harald Rockstuhl, geboren 1957 in Bad Langensalza und aufgewachsen in Tüngeda, hatte bereits in jungen Jahren seine Leidenschaft für das Schreiben entdeckt. Ab 1974 verfasste er Reportagen und regionale Beiträge für Zeitungen. Seine ersten Publikationen erschienen 1982 in kleineren Auflagen, welche den Grundstein für sein späteres Wirken legten.Die Gründung des Verlags Rockstuhl im Juli 1990 war ein bedeutender Schritt, der es ihm ermöglichte, seine Werke und die von anderen Autoren zu veröffentlichen. Mit der Eröffnung des "Thüringer Heimatliteraturversandes" im Jahr 1991 erweiterte er sein Engagement in der Literaturwelt und bot eine Plattform für den Versand von Büchern und Landkarten des eigenen und weitere meist Thüringer Verlage.Als Inhaber eines Familienunternehmens vereint Harald Rockstuhl die Rollen des Verlegers und Autors, was ihm eine besondere Perspektive auf die Branche gibt. Harald Rockstuhl ist verheiratet und Vater einer Tochter.
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