Betwixt - Zwischen zwei Welten

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ab 14 Jahren
cbj, 2008, 541 Seiten, Format: 23,5 cm, ISBN-10: 3570134164, ISBN-13: 9783570134160, Bestell-Nr: 57013416M
Zustand des Artikels: Sehr gut
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Produktbeschreibung

Infotext:

Drei Teenager, ein dunkles Geheimnis: Die drei Freunde Ondine, Morgan und Nix spüren auf beklemmende Weise, wie eine Veränderung in ihnen vorgeht. Auf dem »Ring of Fire«, einer geheimnisvollen Zusammenkunft in den Wäldern um Portland, erfahren sie die Wahrheit über sich: Sie sind Feenwesen, die in einem gefährlichen Ritual, dem Exitus, ihre Reise in die andere Welt vorbereiten müssen. Doch der Schnitter Tim Bleeker, ein Feenwesen, der sich dem Bösen verschrieben hat, will dies mit aller Macht verhindern und die drei Jugendlichen für seine eigenen düsteren Zwecke einspannen Ein Roman voll Spannung und intensiver Atmosphäre dunkel, magisch, mit Sogwirkung.

Leseprobe:

Ondine Mason hasste Schmetterlinge. Das war nicht wahr. Sie hasste nur orangefarbene Schmetterlinge. Nein, das war auch nicht wahr. Was sie wirklich hasste, waren die orangefarbenen Schmetterlinge, die auf ihre blaue Zimmerdecke gemalt waren. Sie starrte auf die Schmetterlinge, während sie versuchte, wach zu werden. / Sie schienen sich zu bewegen. Einer bewegte sich. Ondine hätte schwören können, dass einer sich bewegte. Einer hatte einen Frauenkopf. Er sah sie an. Nicht grausam, nur kühl. Als ob er sie beobachten würde. Er krabbelte von der Decke und flog fort. / »Ondine!« Ralph rief sie. / Sie presste die Finger auf die Lider. Alles, was orange gewesen war, wurde blau, und alles, was blau gewesen war, orange. Man nannte diesen Effekt das Nachbild. Sie hatte das in Raphael Inmans Sommerkurs gelernt, in seiner Malereiklasse. Das Nachbild tauchte auf, wenn man etwas lang anstarrte und dann die Augen schloss. Es bestätigte, was Ondine schon sehr lange geahnt hatte: Die Wirklichkeit war etwas, das sich halb in der Welt und halb in ihrem Kopf abspielte. Ein Schmetterling war gerade aus dem Bild herausgeflogen. / So etwas passierte nicht in der wirklichen Welt. Aber ein Teil von Ondine wusste, dass nicht wichtig war, was in der wirklichen Welt geschah. Was zählte, war das, was sie sah. Das Nachbild war auch eine Wirklichkeit, nur anders, intensiv, aber flüchtig. / Sie presste die Finger auf die Lider, bis Sterne auftauchten und ihr die Augen wehtaten. / Die Schmetterlinge sahen wie orangefarbene Eier aus, durch die Zigarren gesteckt waren. Es wirkte alles unbeholfen und kindlich und war Ondine inzwischen etwas peinlich. Sie hatte die Schmetterlinge vor vielen Jahren zusammen mit Trish, ihrer Mutter, gemalt, damals war sie acht gewesen. Trish war Architektin, sie hatte das Haus an der Northeast Schuyler Street renoviert, und als sie damit fertig war, malten sie die Schmetterlinge an die Zimmerdecke. Ihr Vater, Ralph, hatte ein Gerüst aufgebaut, und sie und ihre Mutter lagen auf dem Rücken und bemalten die Decke, wie Michelangelo die Sixtinische Kapelle. Sie hatten Tücher um die Köpfe gewickelt, damit ihnen die Farbe nicht auf die Haare tropfte, und sie verwandelten die ganze Decke in einen Dschungel vor windstillem blauem Himmel. Sie setzten einen Panther hinein, einen kahlköpfigen Adler, einen Affen und, ganz in der Ecke versteckt, eine winzige weiße Maus, weil Ondine damals fand, dass der Panther etwas Gesellschaft brauchte. Dazwischen aber leuchtete immer wieder das Orange der Schmetterlinge auf, orangefarbene Schmetterlinge zwischen grünen Blättern. / »Tres Rousseau«, hatte ihre Mutter gesagt. Ondine wusste nicht, was sie damit meinte, aber es klang gut. Seither hatte sie Schmetterlinge geliebt. / »Ondine, mach endlich, dass du aus den Federn kommst! Komm runter und hilf deiner Mutter!« / Sie blickte auf den Wecker neben ihrem Bett. 10:12 Uhr. Fünfzehn Minuten nachdem Ralph Mason das erste Mal nach seiner einzigen Tochter gerufen hatte, damit sie beim Frühstück miteinander die letzten Einzelheiten vor dem Umzug besprechen konnten. (Bis Mittag wollten sie bereits unterwegs sein.) In drei Minuten würde er stinkig werden. Obwohl stinkig bei Ralph nur relativ war. Ondines Vater war ein sanfter Mann, mehr der rationale, erklärende Typ (er war Naturwissenschaftler), nicht der übermächtige Vater. Wenn Ralph stinkig wurde, dann ließ er seine Wut an Gegenständen aus, zum Beispiel an seiner Kaffeetasse. Ondine sah ihn genau vor sich, wie er jetzt seine Tasse energisch auf dem Tisch absetzte, um zu betonen, und das meine ich auch so, mein Fräulein. / Sie würde ihn vermissen. / Sie würde auch Trish vermissen. Und sogar Max würde sie vermissen, auch wenn sie bestens darauf verzichten konnte, jeden Tag mit Max' kläffendem Terrier Ivy Gassi zu gehen, während ihr hochbegabter kleiner Bruder seinen Cellounterricht hatte. / Max und sein Cello waren einer der Gründe, weshalb Trish und Ralph und Max nach Chi