Bauen mit Bäumen - Geleitete Tanz- und Gerichtslinden

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Produktdetails  
Verlag Geymüller
Auflage 11.02.2026
Seiten 588
Format 31,1  x  24  x  4,6 cm
Gewicht 2844 g
ISBN-10 3943164942
ISBN-13 9783943164947
Bestell-Nr 94316494A

Produktbeschreibung  

"Geleitete Linden" oder "Stufenlinden" sind zu Bauwerken geformte Bäume. Die Äste werden dem jungen Baum mit Hilfe von Gestellen in die Breite gebogen und durch wiederholtes Beschneiden so zurechtgestutzt, dass ein waagerechtes, weit ausladendes Laubdach entsteht. Die waagerechten Äste werden mit Gerüsten aus Holzpfosten oder Steinpfeilern, denen Querbalken aufliegen, unterstützt. Über diesem ersten Astkranz kann ein zweiter und dritter waagerechter Astkranz mit nach oben abnehmenden Durchmessern folgen. Über ihnen lässt man den Wipfel frei wachsen oder schneidet ihn in Form. Dabei können Linden sehr alt und sehr groß werden. Bäume mit über tausend Lebensjahren oder einem Stammumfang von über 20 Metern sind keine Seltenheit. Geleitete Linden sind schon in den Minnesängen erwähnt und die meisten frühen Stadtansichten zeigen geleitete Linden.
Unter der Dorflinde versammelte sich die Gemeinschaft, hier saß man zu Gericht oder tanzte, tafelte und feierte - unter der Baumkrone oder in der Krone. Neben der geleiteten Dorflinde gibt es den Typus der geleiteten Kirchen-, Kloster-, Burg-, Schloss-, Schützen- und Gasthaus- linde; ein einzigartiges Kulturgut im ehemals deutschsprachigen Raum von den Niederlanden bis nach Schlesien und Ostpreußen, vom Elsass, Baden und der Schweiz bis ins östliche Bayern.
Der Autor Rainer Graefe trägt in diesem Buch das Wissen über die Lindenbäume zusammen. Das fast vergessene Kulturgut wird beschrieben, literarisch, künstlerisch und architektonisch eingeordnet und die unterschiedlichen Baumtypologien werden vorgestellt. Das Buch öffnet einen Blick auf eine lange vergessene Tradition und stellt in unzähligen gut dokumentierten Beispielen noch erhaltene, aber auch verlorene Linden vor. Ergänzt werden die Dokumentationen durch prachtvoll reproduzierte historische Darstellungen aus Archiven und Museen.
Die langjährigen Forschungen am Archiv für Baukunst der Universität Innsbruck haben aber auch zur Rekonstruktion mehrerer Stufenlinden geführt, die auch detailreich dokumentiert sind und das nicht nur architektonisch und gartenkünstlerisch, sondern auch in ihren Auswirkungen auf das soziale Leben und den positiven Einfluss auf die jeweilige Dorfgemeinschaft.
Das Buch ist aber vor allem auch eine Anregung, über die Bedeutung, Funktion und Gestaltung öffentlicher Räume nachzudenken, und über das künftige Verhältnis von Architektur und Natur. Seit unsere Gewissheit, die Natur jederzeit beherrschen zu können, ins Wanken geraten ist, müssen auch Architektur und Landschaftsarchitektur nach neuen Lösungen suchen. Das Buch zeigt eine davon auf.


Inhalt:

Inhaltsverzeichnis

Vorwort: Das Leiten

Einführung: Der Lindenbaum

Frühe Zeugnisse
Mittelhochdeutsche Dichtung
Geleitete Baumveteranen

Stufenlinde und Maibaum

Oben im Baum

Tanz
Unter der Linde
In der Baumkrone

Pflanzen, Leiten, Ausbauen
Neupflanzungen
Klebäste
Kopfüber

Baumpaare und Baumgruppen

Baum-Zeichen: Siegel, Wappen, Schilder

Baum als Bauwerk
Ummauerung
Lindenbrunnen
Stützkonstruktionen
Lauben in der Baumkrone
Ähnlichkeiten - Lauben, Pavillons, Kleinarchitekturen

Verbreitung der Stufenlinden
Dorflinden
Kirche
Gericht
Tod an der Linde
Rathaus
Läuten

Dorflinden - Beispiele
Einstufige Linden (Tellerlinden)
Zweistufige Linden
Dreistufige Linden
Vielstufige Linden

Stadtlinden
Zweistufige Stadtlinden
Dreistufige Stadtlinden
Vielstufige Stadtlinden

Kloster- und Schützenlinden
Klosterlinden
Schützeninden

Linden der Wirtshäuser, Bier- und Bürgergärten
Gasthäuser
Gärten

Schlosslinden
Sonderformen
Drei Ausnahme-Linden
Garten-Phantasien

Exkurse
Gastlichkeit in den Wipfeln anderer Bäume
Lebende Aussichtstürme
Marienbäume
In Kirchen eingebaute Bäume
Im Baumstamm

Ausstellungen
Archiv für Baukunst / Innsbruck 2009
Lindenbaum-Museum / Neudrossenfeld

Zur Entstehung der Arbeit

Literaturverzeichnis

Ortsregister

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