Emilie und Tullio treffen zufällig an der Strandpromenade aufeinander. Zwei Generationen, zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: eine wütende junge Frau voller Träume, die aufbegehrt gegen ihr Umfeld, und ein fast Siebzigjähriger, der sein ungelebtes Leben Revue passieren lässt. Doch ihre tiefe Einsamkeit verbindet sie. Ihre Begegnung findet in einer imaginären Stadt an der adriatischen Küste statt, die beispielhaft ist für das Lebensgefühl in der italienischen Provinz.
Massimo Gezzi (*1976) veröffentlichte mehrere Gedichtbände sowie den Erzählband Le stelle vicine (Bollati Boringhieri, 2021; Finalist des Premio Mastercard Letteratura Esordienti). Für den VerlagMondadori gab er u.a. das Diario del '71 e del '72 von Eugenio Montale heraus. Gemeinsam mit Fabio Pusterla leitet er die Lyrikreihe Le Ali im Verlag Marcos y Marcos. Er ist Gründer und Koordinator der literarischen Plattform Le parole e le cose.Gezzi lebt in Lugano, wo er Italienisch an einem Gymnasium unterrichtet. 2016 wurde ihm der Schweizer Literaturpreis verliehen. Der Roman Adriatica ist sein erster Roman. Er ist imOktober 2025 bei Gramma Feltrinelli erschienen und für den Literaturpreis Premio Strega 2026 nominiert.
Christiane Burkhardt, geb. 1966, lebt und arbeitet in München. Sie studierte Italienische Literaturwissenschaft, Neuere Deutsche Literatur und Kunstgeschichte und arbeitete als Lektorin, bevor sie sich vor über 20 Jahren mit textkontor selbstständig machte. Sie übersetzt aus dem Italienischen, Niederländischen und Englischen, u. a. Paolo Cognetti, Fabio Geda, Domenico Starnone, Bregje Hofstede, Wytske Versteeg und Ayesha Harruna Attah.
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