Arbeiten unter Hitler - NS-Sozialpolitik, Deutsche Arbeitsfront und Herrschaftspraxis im besetzten Luxemburg am Beispiel der Schwerindustrie 1940-1944
| Verlag | Peter Lang |
| Auflage | 2021 |
| Seiten | 688 |
| Format | 15,6 x 4,7 x 21,0 cm |
| Gewicht | 942 g |
| Reihe | Études luxembourgeoises / Luxemburg-Studien |
| ISBN-10 | 3631780451 |
| ISBN-13 | 9783631780459 |
| Bestell-Nr | 63178045A |
Die nationalsozialistische Besatzung Luxemburgs (1940-1944) beeinflusste alle Lebensbereiche der Bevölkerung. Für den Koblenzer Gauleiter Gustav Simon war das kleine Land ein Experimentierfeld «neuer Staatlichkeit» und im Zuge der Neuordnung nutzte er geschickt die Spielräume der Arbeits-, Lohn- und Freizeitpolitik. Damit wollten der Gauleiter und andere Parteifunktionäre in erster Linie die Arbeiter und Angestellten der luxemburgischen Schwerindustrie vom NS-Regime überzeugen und für den «totalen Krieg» mobilisieren. Der Autor zeichnet die Geschichte der Deutschen Arbeitsfront und ihrer Funktionäre nach. Die Organisation verzeichnete wegen ihres gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Dynamismus gewisse Anfangserfolge. Sie war aber letztlich ein Kontroll- und Überwachungsinstrument, das die Menschen auf der Arbeit und im Privatleben im nationalsozialistischen Sinne erziehen und beeinflussen wollte. Der Autor untersucht anhand zahlreicher biographischer Beispiele deutscher und luxemburgischer Akteure, wie unterschiedlich die Menschen in einer Besatzungsgesellschaft auf Druck, Verlockungen und Unrechtsmaßnahmen reagierten.
Inhaltsverzeichnis:
Nationalsozialistische Lohn- und Sozialpolitik - Zerstörung der Luxemburger Gewerkschaften - Deutsche Arbeitsfront in Luxemburg - Stillhaltekommissar für das Organisationswesen in Luxemburg - Industriegebiet Luxemburg während der NS-Okkupation - Arbeitsalltag in der Schwerindustrie - Zwangsarbeit - Formen der Kollaboration - Widerstand - Neue Staatlichkeit im Nationalsozialismus
