Im Alter von 16 Jahren wurde Edith Eger 1944 aus ihrem Heimatland Ungarn nach Auschwitz verschleppt. Dort sah sie ihre Mutter in die Gaskammer gehen und musste vor Josef Mengele um ihr Leben tanzen. Es grenzt an ein Wunder, dass Edith die Grauen der Lager überlebte. In den USA baute sie sich ein neues Leben auf und wurde erfolgreiche Psychologin und Therapeutin. Ihr lebensbejahendes Buch ist mehr als die außerordentliche Geschichte einer Holocaust-Überlebenden. Wie Victor E. Frankl in '...trotzdem Ja zum Leben sagen' weist uns Edith Eger durch ihr persönliches Schicksal und anhand von Beispielen aus ihrer therapeutischen Praxis den Weg: Wir haben immer die Wahl zu lieben oder zu hassen.
Das btb-Hardcover ist unter dem Titel 'Ich bin hier, und alles ist jetzt' erschienen.
Dr. Edith Eva Eger war Autorin, Psychologin und Überlebende des Holocaust. Sie starb am 27. April 2026 im Alter von 98 Jahren. Ein weltweites Publikum erreichte Dr. Eger durch ihre Bücher. «Ich bin hier, und alles ist jetzt«, »Das Geschenk« und »Die Ballerina von Auschwitz« wurden zu Bestsellern und haben Millionen Leser*innen berührt und bestärkt. Sie war eine der eindrucksvollsten Stimmen für Menschlichkeit, Aufarbeitung und innere Freiheit. Edith Eva Eger wurde 1927 in Kosice geboren. Im Alter von 16 Jahren wurde sie gemeinsam mit ihrer Familie nach Auschwitz deportiert. Sie überlebte die Lagerhaft, Todesmärsche und schließlich die Befreiung im Jahr 1945 im Außenlager Gunskirchen. Nach dem Krieg arbeitete sie über Jahrzehnte hinweg als klinische Psychologin und Therapeutin. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit lag auf der Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen. Darüber hinaus lehrte Edith Eva Eger an der University of California, San Diego, und war national wie international eine gefragte Rednerin. Dr. Edith Eva Eger hinterlässt ein Vermächtnis von außergewöhnlicher moralischer Kraft. Ihre Stimme lebt weiter - in ihren Büchern, in den Leben der Menschen, die sie begleitet hat, und in der Erinnerung an eine Frau, die selbst angesichts des Unvorstellbaren an Würde, Mitgefühl und Hoffnung festhielt.
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