Mit virtuoser Eindringlichkeit und satirischem Biss seziert Vuillard die Mechanismen des Aufstiegs der Nationalsozialisten und macht deutlich, dass inszenierte Aufnahmen aus deren Propagandaministerium noch heute die Grundlage für unser Verständnis von dieser Zeit darstellen. Indem er diese Bilder zerlegt und sie virtuos neu zusammenfügt, erzählt Vuillard eine andere Geschichte, als die uns bekannte - und erhielt dafür den wichtigsten französischen Literaturpreis.
Vuillard, Éric
Éric Vuillard, 1968 in Lyon geboren, ist Schriftsteller und Regisseur. Für seine Bücher, in denen er große Momente der Geschichte neu erzählt und damit ein eigenes Genre begründet, wurde er u. a. mit dem Prix de l'Inaperçu und dem Franz-Hessel-Preis ausgezeichnet. 2017 bekam er für Die Tagesordnung den renommierten Prix Goncourt.
Denis, Nicola
Nicola Denis, 1972 geboren, arbeitet als freie Übersetzerin im Westen Frankreichs. Sie wurde mit einer Arbeit zur Übersetzungsgeschichte promoviert. Von Éric Vuillard übersetzte sie bereits Die Traurigkeit der Erde, Kongo und Ballade vom Abendland.
Rotschopf, Michael
Michael Rotschopf, 1969 in der österreichischen Stadt Lienz geboren, studierte Schauspiel am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Bereits während seiner Ausbildung begann er am Wiener Burgtheater zu spielen und gehörte dem Ensemble fünf Jahre an. Zuletzt stand er beim Berliner Ensemble, den Salzburger Festspielen und der Berliner Staatsoper auf der Bühne. Neben seinen Theaterengagements spielt er in vielen Film- und Fernsehproduktionen. Als Schauspieler wirkt er in vielen Hörbuch- und Hörspielproduktionen mit.
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