Ich habe einen Traum - In 80 Sätzen durch die Geschichte des 20. Jahrhunderts
Vergleich zu frühere Preisbindung2
| Verlag | Eichborn |
| Auflage | 2008 |
| Seiten | 357 |
| Format | 15,0 x 22,0 x 3,2 cm |
| Gewicht | 574 g |
| ISBN-10 | 3821856939 |
| ISBN-13 | 9783821856933 |
| Bestell-Nr | 82185693M |
Auf der historischen Hintertreppe durch das 20. Jahrhundert
Wer die Hintergründe dieser 80 berühmten Zitate aus dem 20. Jahrhundert kennt, versteht die wichtigsten Ereignisse aus Geschichte, Politik und Kultur der vergangenen hundert Jahre. "Pardon wird nicht gegeben", befahl Wilhelm II. seinen Soldaten im Jahr 1900, bevor er sie nach China schickte."Das Ich ist nicht Herr im eigenen Haus", erkannte Sigmund Freud und erfand die Psychoanalyse."Arbeit macht frei"stand über dem Lager von Auschwitz."Wem die Stunde schlägt"nannte Hemingway seinen Roman über den Spanischen Bürgerkrieg."Ich suche nicht, ich finde", sagte Pablo Picasso."Wohlstand für alle"forderte Ludwig Erhard."Houston, wir haben ein Problem", funkte Jim Lovell aus dem Weltall."Wir haben uns schrecklich geirrt", gestand Robert McNamara nach dem Ende des Vietnamkriegs.
Dieses Buch lädt ein zu einer etwas anderen Reise durch die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Anhand der 80 bekanntesten Sätze aus 100 Jahren lässt es die Schlüsselmomente aus der politischen und Kulturgeschichte lebendig werden. Was Albert Einsteins Formel E=mc2 über die Wissenschaft, Lenins Worte über die Russische Revolution, Churchills Aufruf zur Einigung Europas oder Fukuyamas Worte über das Ende der Geschichte verraten, erzählt Helge Hesse in diesem Buch.
Leseprobe:
Vorwort
In der Geschichte der Menschheit wurden Sätze immer dann berühmt, wenn sie in wenigen Worten einen komplexen Zusammenhang auf den Punkt brachten oder ein bestimmtes Gefühl ausdrückten, das viele Menschen bewegte. Im 20. Jahrhundert erlebte die Menschheit die bislang größten Umbrüche, die dramatischsten Veränderungen und auch die entsetzlichsten Ereignisse ihrer Geschichte. Deshalb entstanden in diesen hundert Jahren auch viele berühmt gewordene Sätze. Ausgehend von 80 berühmten Zitaten unternimmt dieses Buch eine chronologische Reise durch das Jahrhundert. Von der Drohung Wilhelms II."Pardon wird nicht gegeben!"über Pablo Picassos"Ich suche nicht, ich finde"bis hin zu Deng Xiaopings"Ein Land, zwei Systeme"erzählt es Geschichte und Geschichten, verweist auf Entwicklungen, Hintergründe, Zusammenhänge und Brüche nicht nur in der Politik, sondern auch in Technik, Kunst, Kultur, Wirtschaft, Gesellschaft und Philosophie. Dabei versucht diese Reise auch einen globalen Blic k einzunehmen, obwohl es einem Europäer vermutlich nie ganz gelingt, seinen eurozentrischen Blickwinkel zu überwinden. Manche der hier versammelten Zitate mögen Sie auf den ersten Blick überraschen oder die Stirn runzeln lassen. Oft führt aber die Geschichte eines solchen Satzes zu Zusammenhängen und Aha-Erlebnissen, die weit über das hinausreichen, was es zunächst erwarten ließ. So wird der ein oder andere Leser kaum vermuten, dass mit Sätzen wie"I did it my way"oder"Thats Lucy in the sky with diamonds"bedeutende politische beziehungsweise wissenschaftliche Geschehnisse verknüpft sind, dass ein Zitat von James Joyce mit der Teilchenphysik zu verbinden ist, ein Graffiti auf einer Toilettentür mit der Emanzipation der Frau oder der Titelsong einer US-Fernsehserie mit dem Koreakrieg zu tun hat . Natürlich kann diese Reise angesichts der zahlreichen Geschehnisse des 20. Jahrhunderts dessen Geschichte und Vielfalt weder aus- gewogen abbilden noch auch nur ansatzweise erschöpfend darst ellen. Auch müssen viele wichtige Entwicklungen unberücksichtigt bleiben. Dennoch will dieses Buch viele Türen zum 20. Jahrhundert öffnen und zeigen, wie spannend Geschichte ist. Und wenn Sie neugierig geworden sind auf mehr, liefert Ihnen das Literaturverzeichnis im Anhang Anregungen für die weitere Lektüre. Nur noch eins: Die Reihenfolge der Kapitel folgt dem Lauf der Geschichte und jedes Kapitel ist in sich abgeschlossen. Sollte das ein oder andere Zitat auf den ersten Blick nicht Ihr Interesse wecken, überspringen Sie es einfach. Vielleicht kommen Sie später drauf zurück, wenn Ihnen das Zitat irgendwo im Alltag begegnet ist."
Helge Hesse Düsseldorf, im Juni 2008
