Galgut, Der Betrüger

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Roman

von Galgut, Damon
Gebunden
Manhattan, 2009, 301 Seiten, Format: 22 cm, ISBN-10: 3442546494, ISBN-13: 9783442546497, Bestell-Nr: 44254649


Produktbeschreibung

Als Adam Napier ein verlassenes Haus am Rand eines staubigen südafrikanischen Kaffs bezieht, hofft er dort auf einen Neuanfang. Nach dem Verlust seines Jobs und seines Zuhauses in Kapstadt will er hier als Dichter zu seinem wahren Selbst finden. Doch schon bald verliert er sich in der scheinbar Zeit und Welt entrückten Ödnis. Erst als er Kenneth Canning trifft, einen ehemaligen Mitschüler, kommt wieder Leben in Adams Alltag. Und er gerät in den Bann von Cannings eigenartiger Welt: Dieser mittlerweile schwerreiche Geschäftsmann lebt mit seiner ebenso schönen wie mysteriösen Frau Baby in einem nahezu surrealen Paradies: Gondwana ein grün schillernder Garten Eden inmitten einer Halbwüste. Es ist ein Ort der Träume und Verführung, in dessen Zentrum Gier, Rachegefühle und Machtstreben herrschen. Hier beginnt Adam nicht nur eine Affäre mit Baby, er wird auch in Cannings skrupellose Geschäfte verwickelt und damit in eine tödliche Tragödie, die auch das Ende des Paradieses besiegelt.

Leseprobe:

VORHER Die Fahrt war fast vorbei; sie näherten sich ihrem Ziel. Vor ihnen lag eine Kreuzung, doch weit und breit war nichts zu sehen, nur ein Baum, eine Wiese voller Schafe und die flirrende Hitze über dem Asphalt. Eigentlich hätte Adam anhalten müssen, aber er trat nur kurz auf die Bremse und beschleunigte dann wieder. Es war sonst niemand unterwegs, und er brachte weder sich noch andere in Gefahr. Plötzlich trat wie aus dem Nichts ein Polizist hinter dem Baum hervor. In seiner Uniform wirkte er makellos, aufrecht und energisch, wie ein Ausrufezeichen. Er hob die Hand, und Adam hielt am Straßenrand. Sie musterten einander durch das offene Fenster. "Ich bitte Sie. Das ist doch wohl nicht Ihr Ernst", sagte Adam. Der Polizist war ein junger Mann mit dunkler Sonnenbrille. Trotz der staubigen Hitze wirkte er unfassbar kühl und gelassen. "Da steht ein Stoppschild", erklärte er Adam. "Sie haben nicht angehalten. Das macht tausend Rand Strafe." "Was? So viel?" Der Polizist zuckte lächelnd die Achseln. "Den Führerschein, bitte." "Können Sie es denn nicht mit einer Verwarnung oder so bewenden lassen?" Adam suchte nach den Augen des Mannes, fand aber nur dunkles Glas. "Ich muss mich an die Vorschriften halten, Sir. Sie wollen doch nicht, dass ich gegen die Vorschriften verstoße?" "Also, äh, es wäre nett, wenn Sie sie etwas großzügiger auslegen würden." Wieder lächelte der Mann. "Dafür könnte ich in Teufels Küche kommen, Sir." Nach einer kurzen Pause setzte er hinzu: "Das müsste sich für mich schon lohnen." "Wie bitte?" "Wenn ich gegen die Vorschriften verstoßen soll, müsste sich das für mich schon lohnen." Es war so beiläufig, so nonchalant dahingesagt, dass Adam im ersten Moment glaubte, sich verhört zu haben. Aber nein: Er hatte richtig verstanden. Er war wie vor den Kopf geschlagen. Zwar hatte er von derlei Praktiken gehört, aber nie damit zu tun gehabt. Er saß stocksteif hinterm Steuer und versuchte einen klaren Gedanken zu fassen, sein Zeitgefühl erstarrt im grell gleißenden Licht, während der Polizist einmal um den Wagen stakste und Reifen, Scheinwerfer und Kennzeichen überprüfte. Als er zum Beifahrerfenster zurückkam, sagte er: "Wie ich sehe, ist Ihre Zulassung abgelaufen. Das macht noch einmal tausend. Also, was meinen Sie? Sagen wir ... zweihundert, und wir vergessen die ganze Geschichte." Da packte Adam die Wut. "Nein", sagte er. "Nein?" "Kommt nicht in Frage. Von mir kriegen Sie keinen Cent." Wieder zuckte der Mann die Achseln. Das Lächeln war noch immer da. Schwach spielte es um seinen feisten kleinen Mund. "Den Führerschein, bitte", sagte er. Als er weiterfuhr, konnte Adam gerade noch die Nummer des Streifenwagens lesen, der halb versteckt hinter dem Baum stand, und sprach sie auf den nächsten Kilometern immer wieder vor sich hin. Leider hatte er weder Stift noch Papier zur Hand, und als sie an der nächsten Tankstelle hielten, war er sich schon nicht mehr sicher, ob die Reihenfolge der Ziffern stimmte. Trotzdem notierte er sie auf einem Zettel, um den er die Bedienung im Café neben der Tankstelle gebeten hatte. Er las sie ein paarmal und versuchte, sie mit seiner Erinnerung in Einklang zu bringen, als Gavin und Charmaine zur Tür hereinkamen. Auch sie hatten vorhin angehalten und die Szene im Rückspiegel verfolgt. "Was war denn da los?", fragte Gavin. "Der Typ wollte Geld. Er hat ganz offen danach gefragt, einfach so." Gavin schnaubte. "Wie viel hast du ihm gegeben?" "Gar nichts." Adam sah seinen Bruder besorgt an. "Was hättest du denn getan?" "Na ja ...", sagte Gavin, und sein Oberlippenbärtchen zuckte. "Immer noch billiger als ein Bußgeld." "Darum geht's nicht." "Schon gut, schon gut." Gavin blickte sich um. "Ich habe ein ganz anderes Problem. Ich frage mich, ob wir überhaupt auf der richtigen Straße sind. Bis zur letzten Kreuzung war ich mir eigentlich ziemlich sicher. Aber auf den ganzen Straßenschildern steht ein Ortsname, den ich noch nie gehört

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