Europas schneeige Pelzboa

Europas schneeige Pelzboa

Sie sparen 61%

Verlagspreis:
23,00€
bei uns nur:
8,99€
Preis inkl. Mwst. zzgl. Versandkosten
In den Warenkorb

Texte zur Schweiz. Hrsg. v. Bernhard Echte

Neu: 4.12.
Gebunden
Suhrkamp, 2003, 350 Seiten, Format: 20,5 cm, ISBN-10: 3518414542, ISBN-13: 9783518414545, Bestell-Nr: 51841454

Reduzierte Artikel in dieser Kategorie

Wahn
16,99€ 8,99€
Bel Ami
7,95€ 2,99€
Mr. Gwyn
22,00€ 5,99€

Produktbeschreibung

Infotext:

Daß Robert Walser zu den unpolitischen Autoren zähle, gilt selbst Liebhabern seines Werks für ausgemacht. Ebenso zählt zu den gängigen Ansichten über die Schweiz, daß sie unpolitisch, weil neutral sei. In beiden Fällen handelt es sich um Vorurteile, die in Frage zu stellen sich lohnt. So hat sich Robert Walser nicht nur beiläufig zu politischen Fragen geäußert, auch wenn ihm der präzeptorale Zeigefinger gänzlich fremd war. "Meiner Ansicht nach gibt es überhaupt nichts Unpolitisches", bemerkt er sogar in einem Mikrogramm-Text. Eigenartig war denn auch sein Verhältnis zur Schweiz. Zweifellos hat er dieses Land geliebt und daraus keinen Hehl gemacht. Der Heimattümelei und ihren literarischen Ausdrucksformen begegnete er jedoch mit unverhohlenem Spott. Und da der Humor in der Schweiz bisweilen keinen einfachen Stand hat, trug ihm dies auch manche Schwierigkeit ein. Schon gar nicht willkommen war, wenn er beispielsweise schrieb: "Mit kühler Empörtheit, die mich durchtanzt, durchlacht, die mir übrigens ganz und gar paßt, weil sie eine sittliche Höhe darstellt, sage ich, daß in einem kleinen europäischen Land jährlich achtzig Millionen für Militärzwecke verausgabt werden. Schade um so viel Geld!"

Autorenbeschreibung

Walser, Robert Robert Walser wurde am 15. April 1878 in Biel geboren. Er starb am 25. Dezember 1956 auf einem Spaziergang im Schnee. Nach seiner Schulzeit absolvierte er eine Banklehre und arbeitete als Commis in verschiedenen Banken und Versicherungen in Zürich. Seine ersten Gedichte, die 1898 erschienen, ließen ihn rasch zu einem Geheimtip werden und verschafften ihm den Zugang zu literarischen Kreisen. Nach Erscheinen seines ersten Buches Fritz Kochers Aufsätze folgte er 1905 seinem Bruder Karl nach Berlin, der dort als Maler und Bühnenbildner den Durchbruch erzielt hatte. In rascher Folge publizierte Walser nun seine drei Romane Geschwister Tanner (1907), Der Gehülfe (1908) und Jakob von Gunten (1909). Infolge einer psychischen Krise geriet Walser Anfang 1929 gegen seinen Willen in die Psychiatrie, deren Rahmen er nie mehr verlassen konnte. 1933 von der Berner Klinik Waldau nach Herisau verlegt, gab er das Schreiben vollständig auf und lebte dort noch 24 Jahre als vergesseneranonymer Patient.