Die Zeitenläufer; Mit Volldampf ins Mittelalter; Bd.1

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cbj, Die Zeitenläufer Bd.1, 2007, 140 Seiten, Format: 22 cm, ISBN-10: 3570132234, ISBN-13: 9783570132234, Bestell-Nr: 57013223M

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Produktbeschreibung
Braunschweig um 1180: Die Suche nach einem rätselhaften Buch führt die Zeitenspringer Henrik, Lenz und Fenne im mittelalterlichen Deutschland von Köln über Paderborn und Hildesheim nach Braunschweig. Doch je näher sie der Stadt kommen, umso schweigsamer werden die Menschen. Ungeheuerliches ist im Gange: Heinrich der Löwe scheint über unerschöpfliche Geldquellen zu verfügen und es heißt, er kaufe jede Waffe auf, die zu haben ist. Krieg liegt in der Luft! Henrik, Lenz und Fenne geraten mitten hinein in den Machtkampf zwischen Friedrich Barbarossa und seinem Vetter Heinrich dem Löwen - und in die Jagd auf das geheimnisvolle Buch, als sie versuchen, am Rad der Geschichte zu drehen. Authentischer historischer Hintergrund eingebettet in eine rasante Geschichte. Ein Nachwort zu den geschichtlichen Fakten bietet Hintergrundinformation. Mit Karte im Anhang, die die Orientierung erleichtert. / / / Nicht schon wieder, dachte Lenz. / Es war jedes Mal dasselbe: Weil seine Eltern Schauspieler waren, mussten sie alle paar Jahre in eine neue Stadt ziehen. Lenz kam dann in eine neue Schule und bei der erstbesten Gelegenheit hatte er einen neuen Erzfeind. So war es in Weimar gewesen, in Kiel, in Freiburg und nun also auch hier in Köln. / Dabei hatte es viel besser begonnen als sonst: Die Jacobis hatten endlich mal genug Zeit gehabt, um in Ruhe umzuziehen. Sie konnten alles richtig gut verpacken und alle Kartons beschriften, sodass fast nichts kaputt- oder verlorengegangen war. (Als sie in Weimar angekommen waren, hatten sie sich neues Geschirr kaufen müssen, und in Freiburg hatten sie Wochen gebraucht, um ihre Sachen wiederzufinden, weil sie in der Eile des Umzugs alles in irgendwelche Kisten und Säcke gestopft hatten.) Zu seiner neuen Schule hatte Lenz es auch nicht weit. (In Kiel hatte er jeden Morgen eine Dreiviertelstunde in einem erbärmlich stinkenden Bus gesessen, um von dem dämlichen Dorf, in / 7 dem sie wohnten, zur Schule zu kommen). Aber das Beste an Köln war das Haus, das seine Eltern gemietet hatten. Es war nicht so eine verschimmelte Bruchbude wie in Freiburg. Es war auch nicht mit dem Schuhkarton, in dem sie in Weimar gewohnt hatten, zu vergleichen. Und mit dem langweiligen Siebzigerjahre-Reihenhaus neben dem Reiterhof in Mielkendorf bei Kiel hatte dieses neue Haus der Jacobis auch nichts gemeinsam. Das Haus, das Anna und Alexander Jacobi gemietet hatten, war alt. Es war sehr alt. Schmal und schief stand es in der Kettengasse, eingekeilt zwischen zwei Betonklötzen, ohne die es bestimmt längst umgefallen wäre. In den Betonklötzen waren eine Sprachschule und jede Menge Büros untergebracht, und die Leute, die durch die schmale Gasse, die irgendwo im Gewimmel zwischen Neumarkt und Rudolfplatz versteckt lag, hetzten, schienen von dem schmalen Haus keine Notiz zu nehmen. Das Erdgeschoss ließ nur Platz für die Tür und ein Fenster. Über dieser Etage erhob sich ein Obergeschoss, das aus schiefem Fachwerk zusammengezimmert war. Und schließlich wurde das Häuschen gekrönt von einem steilen Dach, aus dem ein kleines Dachfenster einen Blick auf die andere Straßenseite warf. Hinter dem Haus wucherte jede Menge wildes Gestrüpp im Garten, der an allen vier Seiten von hohen Mauern der Nachbargrundstücke umschlossen war. / Lenz hatte das Haus auf den ersten Blick geliebt. Und das Zimmer unter dem Dach, das hatte es ihm ganz / 8 besonders angetan. Erst wollten seine Eltern ihr Schlafzimmer hier oben einrichten, aber Lenz konnte sie überreden dies sollte sein Reich werden. Eine Wendeltreppe führte hinauf. Es war zwar klein wie alle Zimmer im Haus, aber Lenz hatte seine eigene Etage für sich. / Alles in allem hatte es wirklich nach einem ganz wunderbaren Start für Lenz ausgesehen. Und nun das. Dieser Kerl. Ausgerechnet dieser Henrik, der größte Angeber und Strahlemann der Klasse, stand bei ihnen im Haus und grinste sein überhebliches, makelloses Sonnenschein-Grinsen. Ausgerechnet dieser Henrik Arnheim, mit dem Lenz schon am Morgen seines ersten Tages in der neuen Schule zusammengerasselt war, musste der Sohn des Vermieters sein! / »Lenz, hol uns doch bitte mal was zu trinken rauf. Henrik hilft dir bestimmt beim Tragen, oder?« Lenz Mutter lächelte den Strahlemann dabei so feenhaft an, dass er gar keine Chance hatte, etwas gegen ihren Vorschlag einzuwenden. Gegen das Lächeln seiner Mutter waren alle machtlos Groß und Klein. Das wusste Lenz. / Herr Arnheim saß in einem der plüschigen Sessel im Erdgeschoss und erzählte Anna und Alexander Jacobi, wie er durch Glück und Zufall in den Besitz dieses Hauses gekommen war. / »Na, traust du dich nicht allein in den Keller, Segelohr?«, feixte Henrik, als sie die uralte Holztreppe hinunterstiegen. »Aber hab keine Angst, ich bin bei dir!« / Lenz hätte den Kerl würgen können! »Erstens habe / 9 ich keine Angst. Und zweitens heiße ich
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