Die Venusfrucht

Die Venusfrucht

Sie sparen 50%1
Mängelexemplar (Zustand: Gut)
3,99€ inkl. MwSt.
Statt: 7,95€1
Vergleich zum gebundenen Ladenpreis1
Nur noch 5x vorrätig
In den Warenkorb

Erotischer Roman. Deutsche Erstveröffentlichung

Kartoniert/Broschiert
Goldmann, Goldmann Taschenbücher Bd.47063, 2009, 221 Seiten, Format: 19 cm, ISBN-10: 3442470633, ISBN-13: 9783442470631, Bestell-Nr: 44247063M


Produktbeschreibung

Nach dem Tod seines Vaters verfügt der unabhängige Charles nicht nur über ein beachtliches Vermögen, sondern auch über eine wertvolle Sammlung erotischer Kunstobjekte. Diese soll er ihren neuen Besitzern überbringen. Bevor er aber seine Reise antritt, begegnet ihm in Paris die schöne Chantal und verführt ihn zu manch heißem Abenteuer. So lädt Charles seine Gespielin ein, ihn auf seiner Reise von Zürich über Mailand bis nach Bangkok zu begleiten, und gemeinsam tauchen sie in sinnliche Welten ein, die beiden bisher ungeahnte erotische Genüsse bescheren.

Leseprobe:

Ich weilte gerade am anderen Ende der Welt, da beschloss mein Vater aus heiterem Himmel, von uns zu gehen. Ich hatte soeben mit einer umfassenden Studie über die Eiablage der Galapagos-Schildkröten begonnen und war in meine Arbeit vertieft, als ein Junge über den Strand zu mir gelaufen kam und mir ein Telegramm mit der traurigen Nachricht brachte. Ich brauchte zwei Wochen, um nach Paris zu kommen; mein Vater war bereits vom Rest der untröstlichen Familie beerdigt worden, und so blieb mir nur noch, mich vom Taxifahrer vom Flughafen Orly direkt zum Notar fahren zu lassen.
Der Notar, angestaubt und blass wie die Papiere, mit denen er sich den ganzen Tag beschäftigte, empfing mich in seinem Büro, in dem der eigentliche Herr ein grinsender roter Kater war, der im Laufe der Jahre an den abgewetzten und vollgepinkelten Sesseln seine unauslöschlichen Spuren hinterlassen hatte.
Der Notar setzte mich darüber in Kenntnis, dass mein Vater mir das alte Stadtpalais in der Rue de Beaune hinterließ, das sich seit einer halben Ewigkeit in Familienbesitz befand. Darüber hinaus hatte mein Vater, der um meinen chronischen Geldmangel wusste, die Abgaben bereits im Voraus geleistet, wohl wissend, dass der Staat mein Erbe schröpfen würde, noch bevor ich mein künftiges Eigentum in Besitz genommen hätte; außerdem hatte er die Steuern, die die Französische Republik mir mit Freuden mein Leben lang abknöpfen würde, vorsorglich auf ein Treuhandkonto bei dem Notar überwiesen. Mein Vater hatte bis ins letzte Detail für alles gesorgt. Nun war ich auf mich gestellt und musste zusehen, wie ich das Familienvermögen verwaltete. Und ich musste mir Gedanken darüber machen, wie mein neues Leben in den gesellschaftlichen Kreisen aussehen sollte, die Lichtjahre von meinem Leben als Wissenschaftler entfernt waren.
Die Erbschaft war riesig, geradezu unermesslich, und die Liste der Güter, die der Notar mit Grabesstimme monoton verlas, versetzte mich in Staunen und erschreckte mich zugleich. Wie sollte ich für so viele Familienbesitztümer, die mir fremd geworden waren, seit ich aus dem elterlichen Heim ausgezogen war, eine vernünftige Verwendung finden?
Nach dem Tod meiner armen Mutter hatte mein Vater sich in einen triebhaften Junggesellen verwandelt und in seinem Haus ein völlig mittelloses Künstlervölkchen empfangen, das dem guten Mann im Tausch gegen ein ordentlich begossenes Essen und den ein oder anderen frivolen Zeitvertreib einen -zurückhaltend formuliert - bewegten Lebensabend bescherte. Er war, sehr zum Missfallen der Familie, an einem Herzinfarkt gestorben. Letztendlich ein schöner Tod, denn er hatte ihn während eines spektakulären Höhenflugs mit einem lebenslustigen Nymphchen ereilt, das den alten Herrn noch ein Nirwana hatte kennenlernen lassen, das dem Tempel von Angkor Wat würdig gewesen wäre.
Mich hatten meine Forschungsaufträge mehr als zehn Jahre von Paris weggeführt. Ich hatte zunächst an französischen Ausgrabungsarbeiten in Palenque in Mexiko teilgenommen, bis ein weiterer Auftrag mir erlaubte, die Galapagosinseln zu erkunden. Ich war nur gelegentlich nach Paris gekommen, um meine Aufzeichnungen zu veröffentlichen und ein paar wissenschaftliche Untersuchungen vorzunehmen.
In der Regel flüchtete ich vor dem Trubel im Haus meines Vaters zu meiner Cousine Christine, die oft unterwegs war und mir den Schlüssel zu ihrer kleinen Wohnung dagelassen hatte, in der mich außerdem während meiner kurzen Aufenthalte ihre wunderbare portugiesische Haushälterin verwöhnte. Meine schöne Cousine war unbeständig wie der Wind, sie kam und verschwand ebenso schnell wieder, fortgelockt vom internationalen Jetset.
An einem Abend, als mein Vater mich zum Essen einlud, wurde mir bewusst, dass er sich lieber der angewandten Anatomie am Beispiel der Brüste seiner schamlosen jungen Begleitung widmete als meiner Arbeit als Wissenschaftler.
Das war unser letztes Treffen, und heute, in diesem muffigen Büro, entdeckte ich mit

1 Mängelexemplare sind Bücher mit leichten Beschädigungen wie angestoßenen Ecken, Kratzer auf dem Umschlag, Beschädigungen/Dellen am Buchschnitt oder ähnlichem. Dieses Bücher sind durch einen Stempel "Mängelexemplar" als solche gekennzeichnet. Die frühere Buchpreisbindung ist dadurch aufgehoben. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den gebundenen Preis eines mangelfreien Exemplars.

2 Mängelexemplare sind Bücher mit leichten Beschädigungen wie angestoßenen Ecken, Kratzer auf dem Umschlag, Beschädigungen/Dellen am Buchschnitt oder ähnlichem. Dieses Bücher sind durch einen Stempel "Mängelexemplar" als solche gekennzeichnet. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den ehemaligen gebundenen Preis eines mangelfreien Exemplars.

3 Die Preisbindung dieses Artikels wurde aufgehoben. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen gebundenen Ladenpreis.

4 Der Preisvergleich bezieht sich auf die ehemalige unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers.

5 Diese Artikel haben leichte Beschädigungen wie angestoßenen Ecken, Kratzer oder ähnliches und können teilweise mit einem Stempel "Mängelexemplar" als solche gekennzeichnet sein. Der Preisvergleich bezieht sich auf die ehemalige unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers.

6 Der Preisvergleich bezieht sich auf die Summe der Einzelpreise der Artikel im Paket. Bei den zum Kauf angebotenen Artikeln handelt es sich um Mängelexemplare oder die Preisbindung dieser Artikel wurde aufgehoben oder der Preis wurde vom Verlag gesenkt. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis. Der jeweils zutreffende Grund wird Ihnen auf der Artikelseite dargestellt.
Alle Preisangaben inkl. gesetzlicher MwSt. und ggf. zzgl. Versandkosten.