Die Sprach- und Ortsfremdheit von Beschuldigten im Strafverfahren.

Die Sprach- und Ortsfremdheit von Beschuldigten im Strafverfahren.

Sie sparen 44%

Verlagspreis:
99,90€
bei uns nur:
55,99€
Preis inkl. Mwst. versandkostenfrei
In den Warenkorb

Eine Untersuchung des deutschen Umgangs mit sprach- und ortsfremden Beschuldigten im Lichte des unionsrechtlichen Diskriminierungsverbots. Dissertationsschrift

Restposten, nur noch 1x vorrätig
Kartoniert/Broschiert
Duncker & Humblot, Strafrechtliche Abhandlungen. Neue Folge 287, 2019, 385 Seiten, Format: 15,7x23,4x2,1 cm, ISBN-10: 3428157214, ISBN-13: 9783428157211, Bestell-Nr: 42815721M
Zustand des Artikels: Sehr gut
Details zum Zustand: Hierbei handelt es sich um unbenutzte Bücher mit leichten Lager- und Transportschäden (angestoßenen Ecken, Kratzer auf dem Umschlag, Beschädigungen/Dellen am Buchschnitt oder ähnlichem) die nicht mehr als neuwertig gelten, sich ansonsten aber in tadellosem Zustand befinden. Diese Bücher sind mit einem Stempelaufdruck am unteren Buchschnitt als solche markiert. Sie waren nie in Privatbesitz und werden von Buchhändlern und Verlagen gesammelt. Diese Bücher kaufen wir dann palettenweise bei Verlagen und Großhändlern ein, was uns die günstigen Preise für Sie ermöglicht.

Wir verkaufen keine Bücher mit fehlenden Seiten bzw. CDs! Alle Artikel werden von uns überprüft. Verschickt werden nur Artikel, die den Zuständen 'gut' bis 'sehr gut' entsprechen. Auch wir lieben Bücher und verkaufen nur Ware, die wir uns auch selbst ins Regal stellen würden.

Reduzierte Artikel in dieser Kategorie


Produktbeschreibung

Kurztext:

Die diskriminierungsfreie Ausgestaltung der prozessualen Rechte zur Garantie eines transparenten, fairen Strafverfahrens ist ein unerlässlicher Baustein der Subjektstellung des Beschuldigten. Insofern bedarf es - auch im Hinblick auf Art. 18 AEUV - der Sicherstellung eines ausdifferenzierten Systems, mit dem sprachlich, örtlich oder kulturell bedingte Nachteile auf ein unvermeidbares Mindestmaß reduziert werden.

Infotext:

Die diskriminierungsfreie Ausgestaltung der prozessualen Rechte zur Garantie eines transparenten, fairen Strafverfahrens ist ein unerlässlicher Baustein der Subjektstellung des Beschuldigten. Der Zweck einer wahrheitsbasierten, verfahrensökonomischen, konsequenten und effektiven Strafverfolgung steht dabei mit der Sprach- und Ortsfremdheit von Beschuldigten in einem nicht unerheblichen natürlichen Konflikt. Die Arbeit behandelt das strafprozessuale Verfahren in seinem gesamten Anwendungsbereich vom ersten Kontakt der Strafverfolgungsbehörden mit dem Tatverdächtigen über den Abschluss des Ermittlungsverfahrens, die Durchführung der Hauptverhandlung, den Akt der Strafzumessung und Rechtsfolgenbestimmung, bis hin zur Vollstreckung samt Strafvollzug. Insofern wird auch den vielschichtigen Komponenten einer supranationalen Einkleidung verschiedener Rechtspositionen und der Ausstrahlungswirkung des Art. 18 AEUV besondere Beachtung geschenkt.

Inhaltsverzeichnis:

A. Einleitung

Statistische Betrachtung - Umgang mit Personen ohne verlässliche Personaldokumente - Gang der Untersuchung in den Teilen B.-E.

B. Gerichtssprache und die Sprachfremdheit von Beschuldigten

Der Rechtssatz "Die Gerichtssprache ist Deutsch" - Internationale Einflüsse - Ausformungen und Eintrübungen des Rechtssatzes "Die Gerichtssprache ist Deutsch" sowie Maßnahmen zur Kompensation sprachbedingter Nachteile

C. Der Umgang mit ortsfremden Beschuldigten

Das Institut der strafprozessualen Zustellungsvollmacht - Zustellung im Ausland - Öffentliche Zustellung - Untersuchungshaft

D. Folgen der Tat für sprach- und ortsfremde Beschuldigte

Die Berücksichtigung der Sprach- und Ortsfremdheit bei der Rechtsfolgenbestimmung - Der Umgang mit sprach- und ortsfremden Beschuldigten bei der Strafverwirklichung (Strafvollstreckung und Strafvollzug)

E. Vertiefende Betrachtung im Lichte des unionsrechtlichen Diskriminierungsverbots

Das unionsrechtliche Diskriminierungsverbot - Diskriminierungsrechtliche Anknüpfungspunkte betreffend die Sprachfremdheit von Beschuldigten - Diskriminierungsrechtliche Anknüpfungspunkte betreffend die Ortsfremdheit von Beschuldigten

F. Zusammenfassende Schlussbetrachtung

Literatur-und Sachwortverzeichnis

Rezension:

"Das Buch kann jedem Strafjuristen, aber auch jedem Kriminologen ans Herz gelegt werden; trotz seiner starken dogmatischen Ausprägung, sensibilisiert das Werk in vielen - auch kriminologischen - Bereichen, die ansonsten in der Praxis teilweise übersehen werden könnten und somit unberücksichtigt bleiben würden." Leif Artkämper, in: Polizei-Newsletter online 29.06.2019

Autorenbeschreibung

Der Autor ist in der Justiz des Freistaats Bayern und als Lehrbeauftragter an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg tätig. Dort erfolgte auch seine Promotion zum Dr. jur. im Wintersemester 2018/2019.