Das Universum der Familie Ahuja

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Roman

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Kartoniert/Broschiert
C. Bertelsmann Verlag, 2010, 287 Seiten, Format: 20,5 cm, ISBN-10: 3570011178, ISBN-13: 9783570011171, Bestell-Nr: 57001117M
Zustand des Artikels: Sehr gut
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Produktbeschreibung

Infotext:

Ein witzig-turbulenter Roman über eine chaotische Großfamilie in Neu-Delhi Karan Mahajan erzählt eine höchst unterhaltsame Familiengeschichte aus dem Blickwinkel von Vater und Sohn. Hier der Vater, der jeder familiären wie politischen Unbill trotzt und doch erkennen muss, dass manche Geheimnisse aus der Vergangenheit eines Tages ans Licht müssen; dort der Sohn, der die holprige Reise zum Erwachsenwerden antritt, mittendrin die ständig schwangere Mutter sowie zwölf Geschwister aller Altersstufen im liebenswert-chaotischen Trubel des Ahuja-Universums. Neben dem doch ganz alltäglichen Familienwahnsinn liefert Mahajan einen humorvoll-bissigen Blick auf das quirlige Delhi zwischen Tradition und Moderne, zwischen religiösen Spannungen und Bollywood-Soap, zwischen Rikscha und Daten-Highway.

Leseprobe:

"Natürlich konnte Mr. Ahuja - Minister für Stadtentwicklung - seinem Sohn nicht sagen, dass er Mrs. Ahuja nur dann anziehend fand, wenn sie schwanger war. Dass er die weiche, fremdartige Wölbung ihres Bauches mochte oder den dreifachen Herzschlag, wenn sie, vorsichtig das Gewicht verlagernd, miteinander schliefen. Dass der schwache Herzschlag des Embryos im Hintergrund des immer schneller werdenden Pulses von Mann und Frau ihn zügelte, ihn zurückhielt von einem sofortigen Orgasmus. Oder, noch skurriler, wie er sich manchmal vorstellte, dass die ungeborenen Augen des Embryos ihn beobachteten, ihn anflehten um ein weiteres Geschwisterchen - wie er bettelte und seufzte und stöhnte durch die trockene Kehle seiner Frau ... Es war Morgen, und Mr. Ahuja wartete mit seinem ältesten Sohn Arjun an der Bushaltestelle. Die Sonne schwang sich über Delhi auf wie eine glühende Abrissbirne, die ganze Stadt waberte und gleißte, dass es in den Augen schmerzte, Marutis, Toyotas und Ambassadors schossen in ihrer glitzernden Metallic-Pracht vorbei. Wolken, die sich über ihnen zu Kumulusgebirgen auf türmten. Kreidebleiche Straßen, denen unter dem aufgewirbelten Staub ganz schwindlig wurde. Wenigstens stand Mr. Ahuja unter einem Baum im Schatten, neben Arjun. Obwohl der Minister mit zunehmendem Alter immer schwerhöriger wurde - der Verkehr auf der Modi Estate Road hörte sich für ihn an wie das dumpfe Dröhnen eines Wasserfalls -, hatte er Arjuns Frage durchaus gehört. Und die lautete: Papa, ich versteh's nicht - warum wollt ihr immer noch Kinder, du und Mama? Der Junge war so diskret vorgegangen, wie es an der Bushaltestelle eben möglich war. Er hatte gewartet, bis seine Geschwister - Rita, Sahil, Rahul, Varun, Tanya, Aneesha, Rishi - eingestiegen waren. Dann war er zu seinem Papa gegangen (Papa, der darauf bestand, jene acht schulpflichtigen seiner dreizehn Kinder jeden Morgen zum Bus zu bringen) und hatte ihm aus heiterem Himmel die Frage an den Kopf geworfen. Jetzt war es gesagt. Lässig wandte sich Arjun ab, steckte die Finger in seine löchrigen Taschen und kratzte sich am haarigen Oberschenkel. Seine weiße Schulhose war zu kurz, sie reichte ihm gerade mal bis zu den Knöcheln. Jetzt sahen Mr. Ahuja und Arjun den Schulbus der Delhi Transport Corporation über einer kühlen Luftspiegelung aus ausgelaufenem Öl und glühend heißem Asphalt schweben. Die Zeit lief ab. Schließlich, nach reichlicher Abwägung, entschied Mr. Ahuja, dass er den Bus nicht gewinnen lassen konnte. Also sagte er: "Junge, ich hab dir doch von den Ergebnissen der Yograj-Kommission erzählt, nicht wahr? Also? Du weißt, dass ich kein Fanatiker bin, aber die Ergebnisse waren absolut eindeutig. Wir brauchen mehr Hindus in Indien." "Dann habe ich - haben wir - für dich nur eine politische Funktion?", fragte Arjun und verrenkte den Hals, um seinen Vater von der Seite anzuschauen. "Nein, mein Junge. Aber du weißt ja, wie es steht - diese Muslime haben so viele Frauen, und ihre Familien werden immer größer, und was sollen wir Hindus ..." "Weißt du überhaupt, wie ich heiße?" "Junge!" Mit einem dramatischen Schwung seiner Schultasche sprang Arjun in den Bus und war weg. Der Bus beschleunigte schwerfällig und fädelte sich ein. Die Kinder legten sich mit dem Bus in die Kurve, ihre Wasserflaschen, einen Augenblick ohne Halt, schlenkerten herum, liefen aus. Arjun suchte zwischen den schwankenden Köpfen nach einem freien Platz und wünschte, er hätte irgendwann mal gelernt, vor sich hin zu grummeln (Die verdammten Politiker wollen verdammt noch mal verdammte Hindus). Allerdings hätte ihn diese Fähigkeit zu Hause nicht viel weitergebracht, weil jedes stinknormale Gespräch mit seinem halb tauben Papa -für Papa - nicht mehr als ein Grummeln war. Aber was für ein Glück: Der einzige freie Platz war neben Aarti. Sie war ein Mädchen aus der Nachbarschule, dem Convent of Jesus and Mary - ein Mädchen, das ihm so gut gefiel, dass er die Sticheleien