Das Königreich der Spielleute

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Organisation und Lebenssituation elsässischer Spielleute zwischen Spätmittelalter und Französischer Revolution

Gebunden
Verlag der Spielleute, 2003, 235 Seiten, Format: 27 cm, ISBN-10: 3927240656, ISBN-13: 9783927240650, Bestell-Nr: 92724065

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Produktbeschreibung

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Das Königreich der Spielleute - Organisation und Lebenssituation elsässischer Spielleute zwischen Spätmittelalter und Französischer Revolution von Hartwig Büsemeyer. "Spielleute und Lumpen - wachsen auf einem Stumpen", sagt ein zeitgenössisches Sprichwort. Die mittelalterlichen Spielleute sind beides: gerngesehene und gerngehörte Unterhalter und gesellschaftliche Außenseiter, deren Lebensstil die Menschen eher mit Abscheu gegenüberstehen. Ihre Mobilität und ihr unstetes Wanderleben stehen in krassen Gegensatz zu einer wohlgeordneten Welt, die durch Sesshaftigkeit, Ständehierarchie und Zunftzwang bestimmt wird. So haben sich auch die elsässischen Spielleute im 14. Jahrhundert in einem großen landschaftlichen Berufsverband zusammengeschlossen. Dieses "Königreich fahrender Leute" steht unter dem Schutz des mächtigen Herren von Rappoltstein, dem die Spielleute steuerpflichtig sind, und der sich im Gegenzug verpflichtet, ihre Interessen wahrzunehmen und sie gegen Übergriffe von aussenzu schützen. Um sich mit der Kirche auszusöhnen, wählen sie Maria zu ihrer Schutzpatronin und versammeln sich ihr zu Ehren alljährlich zum "Pfeifertag". An der Spitze des "Königreichs" steht der "Pfeiferkönig": Er hat die Aufgabe, Ordnung unter dem bunten Musikantenvolk zu halten und über die Einhaltung der Zunftregeln zu wachen. Ebenso ist er aber auch der oberste Gerichtsherr des "Pfeifergerichts", einer eigenen Gerichtsbarkeit, auf die die Spielleute besonders stolz sind. Das vorliegende Buch ist das Ergebnis langjähriger Recherchen in elsässischen Archiven und läd den Leser ein, die Geschichte und Organisation sowie die Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Spielleute über einen Zeitraum von vierhundert Jahren zu verfolgen. Streit unter den "Pfifferbrüdern", Konkurrenzdruck, ein verändertes Weltbild und ein Berg von Schulden führen im 18. Jh. zum langsamen Verfall der Bruderschaft.

Autorenbeschreibung

Hartwig Büsemeyer, 1953 in Bielefeld geboren, lebt in Esslingen bei Stuttgart und arbeitet hauptberuflich als Kartograf in einem großen süddeutschen Verlag. 1977 gründete er mit Freunden die Gruppe "Spielleut", die Alte Musik auf Nachbauten historischer Instrumente konzertant aufführt. In diesem Ensemble tritt er hauptsächlich als Holzbläser in Erscheinung und spielt verschiedene Sackpfeifen, Flöten, Schalmei, Cornamuse, Gemshorn und Krummhorn. Mit den "Spielleut" hat er Schallplatten und CDs eingespielt und an zahlreichen Rundfunk- und Fernsehproduktionen mitgewirkt. Als Autor beschäftigte er sich schon früh mit den historischen Spielleuten. Hier galt sein besonderes Interesse bald den elsässischen Musikanten, die sich schon im 14. Jahrhundert in einem großen landschaftlichen Berufsverband, dem "Kunigrich Varender Lüte", zusammen geschlossen hatten. Er erforschte deren Lebens- und Arbeitsbedingungen und die musikalische Kultur vom Mittelalter bis zur Neuzeit.


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