Baudelaire 'Die Blumen des Bösen', Umdichtungen

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Klett-Cotta, Sämtliche Werke 13/14, 1983, 188 Seiten, Format: 15,3x22,8x2 cm, ISBN-10: 3608951180, ISBN-13: 9783608951189, Bestell-Nr: 60895118M
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Produktbeschreibung

Kurztext:

"Ohne Charles Baudelaire ist ein verständnis der neuesten französischen literatur undenkbar ..." schrieb Stefan George 1894 in seinen "Blättern für die Kunst". 1894 stellte George zum ersten Male die Frucht seiner Auseinandersetzung mit den Werken des Franzosen in Form von fünf Übertragungen aus dessen Gedichtband "Fleurs du Mal" einer breiteren Öffentlichkeit vor. 1901, als die Arbeit an den "Blumen des Bösen" abgeschlossen war, erschien bei Georg Bondi die erste öffentliche Ausgabe, die 109 der insgesamt 151 Gedichte Baudelaires umfasst.

Infotext:

Auch die neue Ausgabe geht von dieser Textgrundlage aus, indes ermöglicht ein eigens verfasster Anhang den Nachvollzug der intensiven Bemühungen Georges um die Texte. So lässt sich daraus auch die Reihenfolge, in der George seine Umdichtungen vorgenommen hat, nachvollziehen. Denn für George war die zehnjährige Arbeit an der Übertragung der "Fleurs du Mal" weniger von der Absicht getragen, Baudelaire dem deutschen Leser näherzubringen, als von dem Versuch, seinen eigenen poetischen Stil in der Auseinandersetzung mit dem Werk des bewunderten Franzosen zu entwickeln.

Leseprobe:

II DER ALBATROS Oft kommt es dass das schiffsvolk zum vergnügen Die albatros · die grossen vögel · fängt Die sorglos folgen wenn auf seinen zügen Das schiff sich durch die schlimmen klippen zwängt. Kaum sind sie unten auf des deckes gängen Als sie · die herrn im azur · ungeschickt Die grossen weissen flügel traurig hängen Und an der seite schleifen wie geknickt. Er sonst so flink ist nun der matte steife. Der lüfte könig duldet spott und schmach: Der eine neckt ihn mit der tabakspfeife · Ein andrer ahmt den flug des armen nach. Der dichter ist wie jener fürst der wolke · Er haust im sturm · er lacht dem bogenstrang. Doch hindern drunten zwischen frechem volke Die riesenhaften flügel ihn am gang. LXVI HERBST-SONETT Dein auge klar kristallen birgt die frage: Weshalb · seltsamer freund · bin ich dir lieb? Sei schön und schweig! in meinem gram ertrage Ich nur des tieres unumhüllten trieb. Die du in lange schlummer senkst · ich sage Vom höllischen geheimnis nichts das blieb · Von unheilsworten die die flamme schrieb: Gift ist mir leidenschaft und geist mir plage. Liebe mich sanft! aus dunklem heiligtume Spannt Amor listig des verderbens stahl · Ich kenne seiner marterkammern qual: Schreck wahn und schmach .. o bleiche wiesenblume! Bist du wie ich nicht auch ein herbstes-strahl · O meine weisse meine kalte Blume?

Autorenbeschreibung

Stefan George, 1868 in Büdesheim bei Bingen geboren, war als Sohn eines wohlhabenden Weingutbesitzers nie zur Berufswahl gezwungen. Nach dem Abitur reiste er durch Westeuropa, studierte zwischendurch in Berlin u.a. Philologie, Philosophie und Kunstgeschichte, traf aber vor allem mit den französischen Symbolisten zusammen. Diese Begegnung bestärkte ihn in seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem in Deutschland verbreiteten literarischen Realismus. Ab 1900 lebte er überwiegend in Deutschland: In München wurde er in der Schwabinger Boh me als Dichterfürst inszeniert und verehrt, in Heidelberg und Berlin verkehrte er in bildungsbürgerlichen Kreisen. 1927 wurde ihm der erste Goethe-Preis verliehen. George zog sich schließlich 1933 nach Minusio zurück, nachdem ihm Josef Goebbels die Präsidentschaft einer neuen deutschen Akademie für Dichtung angeboten hatte. Er verweigerte dieses Angebot und starb am 4. Dezember, betrauert von seinen Schülern und Verehrern.