Allein erziehen und stark sein

Allein erziehen und stark sein

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Schwierige Situationen wahrnehmen, verstehen, lösen

Kartoniert/Broschiert
Klett-Cotta, Kinder fordern uns heraus, 2005, 190 Seiten, Format: 12,5x20,5x1,3 cm, ISBN-10: 3608943374, ISBN-13: 9783608943375, Bestell-Nr: 60894337A

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Produktbeschreibung

Für die Einzelkämpferinnen im Erziehungsdschungel
Wer Kinder erzieht, ist gefordert: Beruf, Haushalt, die Doppelrolle von Mutter und Vater, der Alltag... Wie Sie dies meistern, ohne tagtäglich zu kapitulieren, zeigen über 25 Lösungsvorschläge aus dem Alltag von Alleinerziehenden.

Klappentext:

Alleinerziehende müssen nicht noch perfekter sein als Eltern, die ihre Kinder gemeinsam erziehen. Daß diese Aufgabe nicht in ständiger Selbstüberforderung, in grenzenlosem Streß, Selbstzweifeln und tagtäglicher Kapitulation enden muß, belegt dieses Buch mit Lösungsvorschlägen, die den "Familientest unter verschärften Bedingungen" bereits bestanden haben.
Der Band lehnt sich an die Darstellungsweise von Rudolf Dreikurs und Vicki Soltz in "Kinder fordern uns heraus" an: Auf die erzählende Schilderung eines sichtbaren Problems oder eines schwelenden Konflikts folgt eine knappe Erläuterung.
Aus "10 Bitten - Von Kindern an ihre Eltern"
1. Toleriert uns so, wie wir sind.
2. Orientiert euch nicht nur an eurer eigenen Erziehung.
3. Laßt uns unseren Freiraum, und traut uns mehr zu.
4. Euer Lob ist wichtig und haut uns nicht um.
Aus "10 Bitten - Von Eltern an ihre Kinder"
1. Akzeptiert, daß wir für euch sorgen und uns bemühen.
2. Konflikte sollen ausdiskutiert, nicht totgeschwiegen werden.
3. Zögert nicht, gesunden Menschenverstand zu gebrauchen.
4. Erlaubt uns, mal "lechts und rinks zu velwechsern".
5. Platzt nicht gleich vor Wut, wenn wir andere Ansichten vertreten.

Leseprobe:

Im Teufelskreis der Verhaltensstörung
Wenn ein Kind sich nicht erwartungsgemäß verhält, sind die Eltern zunächst erstaunt, dann verunsichert. Sie suchen nach Gründen für das Verhalten. Dabei greifen die meisten Eltern auf zweierlei Erklärungen zurück. Entweder sagen sie: "Das Kind will mich ärgern. Es lehnt mich ab." oder sie sagen: "Ich mache etwas falsch". Diese Deutungen des kindlichen Verhaltens wirken sich auf die Gefühle der Eltern aus. Glauben sie, ihr Kind will sie ärgern, können sie mit Enttäuschung und Wut reagieren. Zweifeln sie an ihren eigenen Fähigkeiten, fühlen sie sich durch das Kind bloßgestellt und sind verunsichert.
Je mehr das Verhalten ihres Kindes sie ärgert oder verunsichert, um so weniger Gelassenheit können sie ihm gegenüber aufbringen. Denn ihre Gefühle bestimmen auch ihr Verhalten. Sie werden strenger, schimpfen mehr, lassen das Kind ihre Enttäuschung deutlich spüren. Doch oft erreichen sie damit nicht etwa, daß das Kind "sich bessert", sondern sie erreichen das Gegenteil. Das Kind verstärkt seine Auffälligkeiten, weil es sich seinerseits unverstanden oder auch ungeliebt fühlt. Dies kränkt die Eltern noch mehr, und sie reagieren noch heftiger. Ein Teufelskreis ist entstanden, in dem sich beide Seiten immer weniger verstehen und immer weiter voneinander entfernen.
Erst die Deutung macht ein Verhalten zur Störung
Die Deutung des kindlichen Verhaltens ist der Dreh- und Angelpunkt des Miteinanders in der Familie. Je negativer die Eltern das Verhalten ihres Kindes sehen, umso angespannter fühlen sie sich, umso weniger können sie sich dem Kind zuwenden, und umso schlechter fühlt sich das Kind und verhält sich dementsprechend. Erleben die Eltern dagegen das Verhalten ihres Kindes als positiv, sind sie selbst entspannter. Sie können mehr auf das Kind zugehen, sich ihm mehr zuwenden. Das Kind fühlt sich anerkannt und bestätigt und es reagiert, indem es sich selbst den Eltern positiv zuwendet.


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