Bücher, die die Welt bewegen - Bedeutende Texte der Geistesgeschichte (3 Audio-CDs)
(Restposten, nur noch 4x)
| Verlag: | Quantum |
| Reihe: | Audioakademie Philosophie |
| Version: | 2007 |
| Umfang: | 3 CDs |
| Format: | 12 x 12 cm |
| Gewicht: | 114 g |
| ISBN: | 3867500193 |
| Bestell-Nr.: | 86750019 |
| Artikeltyp: | Hörbuch |
Medizin, Astronomie, Philosophie, Biologie, Chemie, Psychologie und Physik sind die Disziplinen, denen die vorgestellten Bücher entstammen. Sie haben uns entweder ein klar umrissenes Bild ihrer Zeit geliefert oder ihre Epoche umgewälzt. Die hier erzählte Geschichte beginnt schon vor 3600 Jahren und reicht bis in unsere heutigen Tage. Im Altertum sind es unbekannte ägyptische Ärzte, die ihr Wissen um den Menschen und die Heilkunst niederlegen, um es auch anderen zugänglich zu machen. Im Mittelalter stehen mit Kepler und Descartes Astronomie und Philosophie im Mittelpunkt und damit die Brennpunkte dieser Epoche, in der das Denken von den Extremen Anpassung oder Ausbruch zerrissen wird. Mit der Neuzeit rücken die Naturwissenschaften in den Blickpunkt: Darwin, Liebig und Einstein haben gültige Grundlagen unserer Weltbewältigung gelegt. Mit Freud und der Psychoanalyse ist von einer Wissenschaft die Rede, die es vorher noch nicht gegeben hat und die zum Inbegriff ihrer Zeit, der Jahrhundertwende, wird.
Ein spannender Überblick, der mit den Werken und Personen ihre Zeit anschaulich werden lässt. Lernen Sie unsere Denkgeschichte an Hand der wichtigsten Stationen kennen!
CD 1:
1 - Papyri zur Medizin
Zu den ältesten uns erhaltenen Schriften zählen Papyri, die sich auf das 16. Jahrhundert vor Christus rückdatieren lassen. Zu den bekanntesten Konvoluten zählen der Papyrus Ebers und der Papyrus Edwin Smith, die beide im 19. Jahrhundert im heutigen Luxor aufgefunden wurden und vermutlich Raubgrabungen entstammen. Trotz ihres Alters sind diese Aufzeichnungen in gutem Zustand und vermitteln uns ein anschauliches Bild der altägyptischen Heilkunst. Von Inschriften her ist bekannt, dass die Ärzte damals über fachwissenschaftliche Aufzeichnungen verfügten, die in Zweifelsfällen zu Rate gezogen wurden. Der Papyrus Ebers, der heute noch in Leipzig liegt, ist das umfangreichste Werk seiner Art, ein medizinisches Kompendium.
2 - Johannes Kepler: Astronomia Nova
Der 1571 in Weil der Stadt geborene Johannes Kepler ist schon als Tübinger Student überzeugt, dass Gott die Welt nach einem mathematischen Bauplan geschaffen habe und es den Menschen möglich sei, diesen Bauplan zu verstehen. Keplers großes Werk ist die "Astronomia Nova". Diese neue Astronomie wird auf der Grundlage des kopernikanischen Weltbildes errichtet. Himmel und Erde sind, wie Kepler meint, ein Abbild der Heiligen Dreieinigkeit: im Zentrum die ruhende Sonne als Symbol von Gottvater, die äußere Fixsternsphäre als Gottsohn und der Weltenraum dazwischen als Heiliger Geist. Kepler ist ein frommer Christ, der sich zur "Augsburgischen Konfession" bekennt, aber er spricht sich in der Einleitung zur "Neuen Astronomie" erstaunlich freimütig aus, dass man sich in der Wissenschaft nicht sklavisch an die Lehrmeinung der Kirche halten könne.
3a - René Descartes: Discours de la Méthode
Der vollständige Titel des Descartes’schen Werk lautet: „Von der Methode des richtigen Vernunftgebrauchs und der wissenschaftlichen Forschung“. Das Buch ist 1637 im niederländischen Leiden in französischer Sprache erschienen. Es ist in vielerlei Hinsicht grundlegend: Descartes legt sich eine Frage vor, die für das neuzeitliche Denken bestimmend bleibt, wie der Gang des Denkens zu gestalten ist, um Wahrheit erbringen zu können. Diesen Anspruch richtet er an das Denken selbst und nicht etwa an eine übergeordnete Instanz wie Gott oder die Bibel. Dann ist es der strikte Gang seiner Argumentation, der schulbildend wird: das Zerlegen von komplexen Sachverhalten in bestimmende Aspekte, das Prüfen, Verwerfen oder Annehmen von Thesen. Im Zuge dieser Ausführungen gelangt Descartes zu dem berühmt gewordenen Fundamentalsatz: „Ich denke, also bin ich.“
CD 2:
4 - Charles Darwin: On the Origin of Species
Wer in der heutigen Diskussion die Argumente der so genannten Kreationisten mitverfolgt, die die Bibel und die darin erzählte Schöpfungsgeschichte in ihre wortwörtliche Geltung wieder einsetzen möchten, der gewinnt eine anschauliche Vorstellung von dem, was Darwins Werk bei seinem Erscheinen 1859 ausgelöst hat. Darwin, ein Forschungsreisender, wie ihn das 19. Jahrhundert hervorgebracht hat, legt dar, dass sich eine Gattung in der Auseinandersetzung mit der Umwelt durch Auslese entwickelt. Der Mensch ist demnach ebenso von der Evolution geschaffen wie andere Arten auch. Anti-Darwinisten bringen das damals wie heute auf die Formel, er habe behauptet, dass der Mensch vom Affen abstamme. Die Kontroverse zeigt, dass sein Werk nicht nur einen historischen Markstein darstellt, sondern auch von unveränderter Sprengkraft ist.
5 - Justus von Liebig: Die organische Chemie in ihrer Anwendung auf Agrikultur und Physiologie
Der als Sohn eines Drogisten in Darmstadt geborene Justus Liebig hat so Vielfältiges für die Wissenschaft geleistet, dass einem scheinen möchte, es handle sich statt einer einzelnen Person um eine Gruppe von Forschern. Seine Untersuchungen zur Bodendüngung stellen bis heute die Grundlage der Agrarwissenschaft dar. Der Entwicklung des Mineraldüngers ist es zu verdanken, dass Ernteerträge gesteigert werden konnten, um Hungersnöte zu vermeiden. Liebig fasst dies in das "Gesetz vom Minimum". Er meint damit, dass der Ernteertrag von dem Nährstoff begrenzt wird, der am wenigsten im Boden vorhanden ist. Das Fehlende muss dem Boden zugesetzt werden. Neben dem Phosphatdünger erfindet er eine problemlose Bestimmung von Kohlenstoff und Wasserstoff in organischen Verbindungen. Neben chemischen und physiologischen Forschungen verbindet man seinen Namen heute noch mit dem Verfahren zur Herstellung von Fleischextrakt, der um die ganze Welt ging.
CD 3:
6 - Sigmund Freud: Die Traumdeutung
"Wenn ich den Himmel nicht bewegen kann, will ich die Unterwelt aufrühren." Dieses Motto gibt Sigmund Freud seinem 1899 erschienenen Buch "Die Traumdeutung". Freud, Nervenarzt und Psychotherapeut, gilt als Entdecker des Unbewussten und als Begründer der Tiefenpsychologie. Bis dahin galten Träume entweder als unleserlich und zufällig oder als Botschaften einer höheren Macht. Freud will gerade in diesen dunklen Bereich das Licht der Aufklärung bringen und arbeitet die Wunscherfüllung als die eigentliche Motivation des Traums heraus. Mit Hilfe der freien Assoziation gibt der Patient dem Arzt das Instrumentarium an die Hand, die privatsprachlichen Verzerrungen des Traumtextes zu entschlüsseln.
7 - Albert Einstein: Über die spezielle und allgemeine Relativitätstheorie
Einstein ist heute, nicht erst nach dem ihm gewidmeten Jahr 2005, das, was man eine intellektuelle Ikone nennt. Dabei weist gerade seine Entwicklung viel Exzentrisches und Autodidaktisches auf. Als er 1905 seine spezielle Relativitätstheorie vorlegt, ist er Angestellter des Patentamts in Bern. Erst 1909 erhält er eine außerordentliche Professur. 1916 bringt er seine Arbeit zur allgemeinen Relativität zu Ende. Bei beiden Schriften handelt es sich, wie in der Physik üblich, um konzise Abhandlungen ohne jedes spekulatives Beiwerk. In beiden Theorien wird von je unterschiedlichen Standpunkten aus die Abhängigkeit von Raum und Zeit von Masse ausgeführt. Dies hat nicht nur unser bis dahin gültiges Weltbild umgestülpt, sondern auch die Grundlage zu einer völlig neu orientierten Physik gelegt.
Autor: Ursel Wolff, Armin Hermann, Karl-Michael Diehl, Bettina Wenke
Sprecher: Hans-Peter Bögel, Monika Hessenberg, Helmut Woestmann, Arnold Richter
Regie: Carola Preuss
Redaktion: Jürgen von Esenwein
Der besondere Tipp
Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!
Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
Früher: 12,00€
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