Wirksam beten - Göttliche Energie erbitten und empfangen.
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Kurt Tepperwein |
| Verlag: | PeP eBooks |
| Version: | 1. Auflage, 2009 |
| Umfang: | 160 Seiten |
| Format: | PDF: 0,44MB |
| ISBN: | 3453701518 |
| Bestell-Nr.: | 64101920P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Leseprobe:
8 Die Dauer eines Gebetes (S. 55-56)
In dieser Beziehung können wir von unseren christlich-orthodoxen Brüdern lernen. Jene sagen, dass wir so lange beten sollen, bis wir eine Brücke vom Unglauben zum Glauben geschlagen haben und ein Gefühl der Befreiung und Erfüllung erleben. Je nachdem, wie tief wir im Glauben verankert sind, kann dies sehr schnell gehen – oder unendlich lange dauern. Alsdann heißt es, in dieser für uns neuen Überzeugung voranzuschreiten, aus neuer Sicht »zu sehen« und auf neuer Empfindungsebene »zu fühlen «, was wahr ist. Auch dann, wenn es dem entgegensteht, was wir durch unsere Sinne wahrnehmen können.
Das bedeutet, im Vertrauen auf die Wahrheit Gottes zu leben. Haben wir diese neue und gewünschte Bedingung innerlich erkannt, dann denken, fühlen und handeln wir einfach so, als ob sie bereits gegeben wäre, ohne auf äußere Erscheinungen zu reagie ren. Äußere Erscheinungen sind nur Spiegelungen unserer Vorstellungsbilder. Jetzt stellt sich die Frage, in welchem Bewusstsein wir leben: im Bewusstsein der Erfüllung oder im Bewusstsein des Mangels und der Begrenzung.
Wir sind nicht von Gott getrennt. In unserer Überzeugung, er sei weit von uns entfernt, liegt die Ursache all unserer Probleme und unseres ganzen Missgeschicks. Solange wir glauben, wir seien von Gott abgeschnitten, beten wir in flehender Weise. Wissen wir jedoch, dass sich Gott in dieser Welt durch uns auszudrücken sucht, nehmen wir unseren rechtmäßigen Besitz als Kinder Gottes in Anspruch.
9 Der Ort für ein Gebet
Jesus sagte, das Gebet sei eine sehr persönliche Angelegenheit und brauche nicht von anderen gehört zu werden, es handele es sich um eine stille Kontaktaufnahme mit dem Vater. Im wahrsten Sinne des Wortes tragen wir unsere »Hauskapelle« stets bei uns, wohin wir auch gehen. Überall können wir uns in uns selbst zurückziehen, sogar innerhalb einer großen Menschenmenge. Jede Minute des Tages steht es uns offen, dort Einkehr zu halten, indem wir uns bewusst nach innen wenden.
Jeder kann in seinem »stillen Kämmerlein« beten, im geheimen Gemach seines Gemütes, wann immer er will. Dort werden wir Gott finden, weil er hier auf uns wartet. Wenn wir unser »stilles Kämmerlein« betreten, schließen wir die Tür vor gegenwärtigen Zuständen, Begrenzungen und Erscheinungsbildern. Dort offenbaren wir in der Einswerdung mit dem Absoluten all unsere Nöte.
Sobald wir diese unsere geistige Quelle gesucht und gefunden haben, sind wir auch in der Lage, alle Mühe und Anspannung, alles verworrene Denken der Vergangenheit oder des jetzigen Augenblicks loszulassen. Die Bibel enthält zahlreiche Aussagen darüber, welche Orte Jesus zum Beten aufsuchte: »Er ging auf einen Berg, um zu beten …«, »er ging an einen einsamen Ort und betete …«, »er zog sich in die Wüste zurück und betete …«, »er verbrachte die ganze Nacht im Gebet …«, um nur einige Beispiele herauszugreifen.
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