Wie Sie Gewinn bringend Kooperationen schmieden
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Klaus Harzer |
| Verlag: | Cornelsen Verlag Scriptor |
| Version: | 1. Auflage, 2006 |
| Umfang: | 237 Seiten |
| Format: | PDF: 2,6MB |
| Gewicht: | 586 g |
| ISBN: | 3589236019 |
| Bestell-Nr.: | 58923601P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Dieses Handbuch vermittelt das erforderliche Wissen, das in der Unternehmenspraxis zum sicheren Beurteilen, Entscheiden und Gestalten neuer Strukturen benötigt wird. Zahlreiche Abbildungen veranschaulichen die Prozesse. Die handlungsorientierte Gliederung erleichtert den Überblick über das komplexe Thema.
Leseprobe:
2 Sinn und Zweck von Wissensmanagement für Kooperationen ( S. 217)
Definition von Wissensmanagement
Das Thema Wissensmanagement ist für den Mittelstand noch schwer greifbar, es fehlt vielfach noch der Praxisbezug. Allgemein bezeichnet man mit Wissensmanagement einen ganzheitlichen Ansatz zur Planung, Führung und zum Controlling aller Wissensprozesse, also der Erarbeitung, der Verwaltung und dem Nutzen von Wissen.
Als die für den Mittelstand verständlichste und praktikabelste Definition erscheint die der Beratergruppe Neuwaldegg: „Aufgabe des Wissensmanagements ist das Entwickeln und Nutzen von Know-how und Wissen in Unternehmen, sowie das Sichtbarmachen von verborgenen Wissenspotenzialen im Unternehmen. Hierzu kommt das Verknüpfen mit dem Wissen von Kunden, Kooperationspartnern oder Lieferanten. Wissensmanagement, das sich auf das Lernen und die Wissensentwicklung von Individuen konzentriert, greift zu kurz. Es geht um das Verkoppeln von individuellem und organisationalem Wissen. Die Organisation von Prozessen der Wissensentwicklung, des -transfers und der -verknüpfung sowie die Sicherung der Qualität des Wissenskapitals gewinnt für ein Unternehmen an Bedeutung."
Ziele des Wissensmanagements
Die Geschwindigkeit des technischen Fortschritts und die damit verbundene dramatische Verkürzung von Produktlebenszeiten macht Wissen für Unternehmen zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor. Dies gilt für nahezu alle Wirtschaftszweige, ob Produktion, Gesundheitspflege, Logistik usw.
Wissensentwicklung und Wissenspflege sind damit wesent liche Bau steine zur Entwicklung und zum Erhalt von Alleinstellungsmerkmalen.
Als Ziele können ausgewiesen werden
• Absicherung, dass sämtliches für das Unternehmen benötigte Wissen vorhanden und für jeden Berechtigten im Bedarsfalle jederzeit greifbar ist.
• Zum Erreichen der Kooperationsziele kann unternehmensübergreifend das gesamte vorhandene Wissen genutzt werden.
• Methodische Suche nach und Integration neuen, benötigten Wissens.
• Schaffung von Voraussetzungen für neue Ideen.
• Optimale Organisation von Wissenserarbeitung, Wissensarchivierung und Wissensnutzung.
• Verhinderung von ungewolltem Wissensabfluss, z.B. durch Ausscheiden von Wissensträgern.
• Verhinderung von Wissensverlust.
• Organisation von Wissensvermarktung.
• Information über an anderen Stellen entstehendes relevantes Wissen.
Prozesse des Wissensmanagements
Um mit Wissensmanagement umgehen zu können, muss man sich zunächst mit der Frage beschäftigen: Was ist eigentlich Wissen? Und dies nicht etwa abstrakt, sondern ganz konkret auf die Anforderungen des einzelnen Unternehmens oder der Kooperation bezogen.
• Wissen ist ein Potenzial des Menschen zur Ausführung zielgerichteter Handlungen.
• Wissen ist lehrbar und mit Geltungsansprüchen verbunden.
• Wissen ist immer individuell und situationsabhängig. Die Wissensinhalte gelten nur zeitweise als Wissen.
• Wissen ist in die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten des Menschen eingebettet, aber auch in übergeordnete Strukturen und Vorstellungen.
• Wissen lässt sich nicht direkt verwalten, zuteilen oder speichern.
• Wird Wissen (als Information) weitergegeben, vermehrt sich das Wissen beim Geber.
• Durch Anwenden, Weitergeben und Lernen entsteht neues Wissen. Wissensmanagement fängt bei der Wissensverarbeitung an. Diese besteht aus vier Bausteinen, die untrennbar miteinander verbunden sind:
• Entwicklung
• Erfassung und Bewahrung
• Verteilung
• Nutzung
Da jede Form der Wissensnutzung eine Weiterentwicklung nach sich zieht, gehen die neu und zusätzlich gewonnenen Erkenntnisse wieder in den aufgezeigten Kreislauf ein. Das heißt, die Wissensanwendung wird kontrolliert und bewertet, die Ergebnisse werden bewertet und wieder erfasst.
Der besondere Tipp
Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!
Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
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