Web 2.0 mit Ruby on Rails - Professioneller Einsatz mit Ajax, Mashups und dem Rails Framework
Buchausgabe: 39,90€
Download-Version: 33,90€
(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Bettina Stracke |
| Verlag: | entwickler.press |
| Version: | 1. Auflage, 2008 |
| Umfang: | 300 Seiten |
| Format: | PDF: 5,27MB |
| Gewicht: | 678 g |
| ISBN: | 3939084824 |
| Bestell-Nr.: | 93908482P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Das Buch ermöglicht einen schnellen, praxisorientierten Einstieg in Web-2.0-Technologien und setzt keine Vorkenntnisse in den beschriebenen Technologien voraus. Der Leser kann mit Hilfe des Buches eine datenbankgestützte Web-2.0-Anwendung bauen.
Die Autorin
Bettina Stracke arbeitet als freiberufliche IT-Architektin in der Nähe von München. Als Software-Ingenieurin und IT-Beraterin, beispielsweise für die Siemens AG, hat sie sehr viel Fachwissen und Erfahrung gesammelt, die sie unter anderem in ihrem Buch wiedergibt.
Leseprobe:
2 Der Web-2.0- Werkzeugkasten (S. 21-22)
2.1 Ruby
Dieses Kapitel widmet sich der Programmiersprache Ruby und stellt die wichtigsten Prinzipien und Sprachelemente vor.
Eine einfache Rails-Anwendung zu entwickeln, wie wir es in Kapitel 4 tun werden, ist auch ohne ein tiefes Verständnis von Ruby möglich. Das Rails-Framework erlaubt es uns, mit wenigen Befehlen eine lauffähige Webanwendung zu generieren, die typischerweise Objekte in einer Datenbank verwalten kann und dem Benutzer eine Oberfläche für das Anzeigen und Manipulieren der Daten zur Verfügung stellt. Das typische Vorgehen bei der Entwicklung einer Rails-Anwendung ist, sich zunächst ein Grundgerüst generieren zu lassen, und dieses dann sukzessive an die Anforderungen anzupassen. Sobald nun solche Anpassungen und Erweiterungen am generierten Rahmen-Code notwendig werden, sind Ruby-Sprachkenntnisse unverzichtbar. Wer es eilig hat und möglichst schnell die erste Rails-Anwendung zum Laufen bringen möchte, kann dieses Kapitel zunächst überfliegen oder gar überspringen und dann später hierher zurückkehren, um tiefer einzusteigen. Im Rahmen dieses Buches können nur die Grundzüge der Sprache erläutert werden. Eine umfassende Dokumentation finden Sie im Internet unter http://www.rubylang. org/en/documentation/.
Ruby ist eine vollständig objektorientierte Programmiersprache. Die Sprache wurde von Yukihiro „Matz" Matsumoto in Japan entwickelt und 1995 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Herausragende Eigenschaft von Ruby ist die klare Syntax, die einen sehr eleganten Programmierstil erlaubt. Ruby kombiniert die konzeptionelle Eleganz und strenge Objektorientierung von Smalltalk mit der Leistungsfähigkeit, Flexibilität und Einfachheit der Nutzung einer Skriptsprache. Matsumotos Vision war es, eine Programmiersprache zu schaffen, mit der das Programmieren Spaß macht. Wer andere Skriptsprachen wie PHP kennt und dann Ruby ausprobiert, der wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zustimmen, dass diese Vision des Ruby-Erfinders wahr geworden ist.
Lange Zeit wurde Ruby mangels englischsprachiger Dokumentation fast ausschließlich in Japan eingesetzt. Innerhalb der letzten Jahre ist allerdings eine umfassende englischsprachige Dokumentation entstanden, die zu einer wachsenden Beliebtheit der Sprache in Europa geführt hat.
2.1.1 Die Grundkonzepte der Sprache
Ruby zählt offiziell zu den Skriptsprachen. Skriptsprachen sind Programmiersprachen, die ursprünglich dafür konzipiert waren, kleinere Automatisierungsaufgaben zu lösen. Heute werden sie aber zunehmend auch in Bereichen eingesetzt, die früher den klassischen Programmiersprachen wie Java oder C++ vorbehalten waren. Dadurch wurden Erweiterungen nötig, die dazu führen, dass die Grenzen zwischen Skriptsprachen und herkömmlichen Programmiersprachen verschwimmen. Typische Merkmale von Skriptsprachen sind:
Sie werden in der Regel direkt ausgeführt („interpretiert"). Ein separater Übersetzungsschritt ist nicht notwendig.
Variablen müssen nicht explizit deklariert werden.
Sie kümmern sich automatisch um die Speicherverwaltung und -bereinigung.
Dynamische, automatische Typumwandlung bzw. ganz fehlende Typunterscheidung
All diese Eigenschaften treffen auch auf Ruby zu.
Prinzip der geringsten Überraschung
Ruby ist nach dem Prinzip der geringsten Überraschung (engl.: principle of least surprise) gebaut. Der Begriff kommt ursprünglich aus der Software-Ergonomie und spielt bei dem Entwurf von Benutzerschnittstellen eine wichtige Rolle. Das Prinzip besagt, dass eine Benutzerschnittstelle so gestaltet werden soll, dass sie sich verhält, wie der Benutzer es erwartet. Auf Ruby übertragen bedeutet das, dass die Designer der Programmiersprache auf ein möglichst intuitives Verhalten geachtet haben. Dadurch ist Ruby schnell zu lernen. Zwar denkt nicht jeder Entwickler gleich, auch aufgrund der unterschiedlichen Vorkenntnisse und Erfahrungen mit anderen Programmiersprachen, und die ein oder andere Überraschung am Anfang wird nicht ausbleiben. (Es sind aber meist positive Überraschungen.) Aber dadurch, dass Ruby in sich konsistent durchdacht ist, erlebt man so gut wie keine Überraschungen mehr, wenn man Ruby besser kennen lernt.
Der besondere Tipp
Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!
Anhand verblüffender Experimente und einfacher Übungen lernen Sie, wie unsere Umwelt die Gedanken und die Gedanken unsere Umwelt beeinflussen.
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