WISO: Aktien, Anleihen und Fonds
Die Börse verstehen, Geld verdienen und anlegen, Chancen und Risiken neuer Finanzprodukte. Abgeltungssteuer ab 1. Januar 2009
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Michael Jungblut, Claudia Krafczyk, Rudolf Rauschenberger |
| Verlag: | Campus Verlag |
| Version: | 2. Auflage, 2008 |
| Umfang: | 281 Seiten |
| Format: | PDF: 2,05MB |
| ISBN: | 3593387182 |
| Bestell-Nr.: | 59338718P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Viele Sparer überlassen die Auswahl der richtigen Wertpapiere professionellen Managern. Woran erkennt man aber, ob das Geld in den richtigen Händen ist? Bringt es mehr, selbst Aktien zu erwerben? Wie nutzt man Chancen und vermeidet Risiken? Antworten auf diese und andere Fragen rund um die Börse enthält dieser Ratgeber aus der WISO-Redaktion. Allgemein verständlich, ohne falsche Versprechungen, begleitet er den Anleger von den ersten Schritten auf dem Börsenparkett hin zur Kunst, auch in schlechten Börsenzeiten gute Gewinne zu machen.
Leseprobe:
Aktionär kann jeder werden (S. 13)
Die Mehrzahl der Bundesbürger scheut den Kauf von Aktien wie der Teufel das Weihwasser. Zugegeben: Auf den ersten Blick erscheint das Geschäft mit Aktien und anderen Wertpapieren kompliziert und schwer durchschaubar. Doch im Prinzip ist die Wertpapierbörse nichts anderes als ein gut organisierter Markt, der vieles mit einem Wochenmarkt gemeinsam hat. Während auf dem einen mit Obst und Gemüse gehandelt wird, sind es an der Wertpapierbörse Aktien, Anleihen, Fonds, Zertifikate, Devisen und andere Geldprodukte.
In beiden Fällen richten sich die Preise nach Angebot und Nachfrage, und auch das Prinzip von Gewinn und Verlust ist dasselbe: Wer günstig einkauft und teuer verkauft, geht am Ende des Tages mit einem Profit nach Hause. In diesem Kapitel finden Sie zunächst einen Überblick über die Funktionsweise und die grundlegenden Verhaltensregeln an der Börse. Außerdem erfahren Sie, welche verschiedenen Formen der Geldanlage es gibt, wie und wo Sie Aktien, Fonds oder Anleihen erwerben, wie Sie den passenden Partner für Börsengeschäfte finden und wie Sie herausfinden, welcher Risikotyp Sie überhaupt sind.
Trotz mancher Gemeinsamkeiten zwischen Gemüsemarkt und Börse gibt natürlich auch deutliche Unterschiede: Während auf dem Wochenmarkt keine Gurke genau der anderen gleicht und der eine Händler reifere Tomaten als der andere anbietet, sind alle Aktien von Siemens absolut identisch. Jeder Anteilschein von E.ON oder BASF hat zu einem bestimmten Zeitpunkt exakt den gleichen Kurs wie alle anderen Aktien dieses Unternehmens und verbrieft seinem jeweiligen Besitzer identische Rechte. Es spielt also keine Rolle, bei welchem Händler eine Aktie erworben wird.
Ein weiterer Unterschied: Anders als bei Kartoffeln oder Karotten kann man die an der Börse gehandelten Waren weder anfassen noch daran riechen. Ihre Qualität muss auf andere Art geprüft werden. Bei Wertpapieren geht es um den Handel mit »verbrieften« Rechten. Bei Aktien garantieren sie dem Besitzer unter anderem einen bestimmten Anteil am Kapital eines Unternehmens und eine Beteiligung am Gewinn, bei Anleihen geht es um das Recht auf Zinszahlung und später auf Rückzahlung des ausgeliehenen Betrages. Viele dieser Wert»papiere« existieren allerdings heute gar nicht körperlich – es gibt sie nur virtuell.
Selbst da, wo es noch Aktien in gedruckter Form gibt, kommen sie niemals auch nur in die Nähe des Marktplatzes Börse. Sie liegen sicher verwahrt bei den Banken und Sparkassen. Selbst da werden sie bei Kauf und Verkauf schon lange nicht mehr zwischen den Depots hin und her transportiert. Der Besitzwechsel wird nur noch innerhalb der Datenverarbeitung registriert. Parallel dazu verliert auch der Handel »auf dem Parkett« immer mehr an Bedeutung.
Zwar sind in den Börsensälen von Frankfurt oder New York noch Händler zu sehen, die mehr oder weniger aufgeregt mit den Armen fuchteln und in einer für unerfahrene Beobachter kaum verständlichen Sprache miteinander kommunizieren. Doch die weitaus meisten Umsätze werden heute mithilfe elektronischer Handelsplattformen abgewickelt.
Es gibt auch Börsen, an denen tatsächlich Güter aller Art gehandelt werden: Rohöl, Weizen, Tabak, Schweinebäuche und viele andere Rohstoffe oder Naturprodukte. Doch auch an diesen sogenannten Warenterminbörsen sind die gehandelten Güter nie zu sehen, sie existieren oft auch noch gar nicht.
Es geht ausschließlich um Termingeschäfte, bei denen die Beteiligten das Recht erwerben oder verkaufen, eine bestimmte Ware zu einem festgelegten Zeitpunkt zu einem vorher vereinbarten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Es sind reine Spekulationsgeschäfte. Sie sind dennoch für die reale Wirtschaft von großer Bedeutung, da nur so für die Produzenten wie für die Weiterverarbeiter dieser Rohstoffe und Erzeugnisse die Sicherheit besteht, dass sie die gewünschten Mengen zu oft lange vorher festgesetzten Preisen kaufen oder verkaufen können.
In diesem WISO-Buch geht es jedoch vor allem um die Märkte für Wertpapiere – also um den Handel mit Aktien, Fondsanteilen, Anleihen, Zertifi katen und anderen Anlagemedien, die für private Sparer und Anleger von Bedeutung sind.
Leseprobe:
Aktionär kann jeder werden (S. 13)
Die Mehrzahl der Bundesbürger scheut den Kauf von Aktien wie der Teufel das Weihwasser. Zugegeben: Auf den ersten Blick erscheint das Geschäft mit Aktien und anderen Wertpapieren kompliziert und schwer durchschaubar. Doch im Prinzip ist die Wertpapierbörse nichts anderes als ein gut organisierter Markt, der vieles mit einem Wochenmarkt gemeinsam hat. Während auf dem einen mit Obst und Gemüse gehandelt wird, sind es an der Wertpapierbörse Aktien, Anleihen, Fonds, Zertifikate, Devisen und andere Geldprodukte.
In beiden Fällen richten sich die Preise nach Angebot und Nachfrage, und auch das Prinzip von Gewinn und Verlust ist dasselbe: Wer günstig einkauft und teuer verkauft, geht am Ende des Tages mit einem Profit nach Hause. In diesem Kapitel finden Sie zunächst einen Überblick über die Funktionsweise und die grundlegenden Verhaltensregeln an der Börse. Außerdem erfahren Sie, welche verschiedenen Formen der Geldanlage es gibt, wie und wo Sie Aktien, Fonds oder Anleihen erwerben, wie Sie den passenden Partner für Börsengeschäfte finden und wie Sie herausfinden, welcher Risikotyp Sie überhaupt sind.
Trotz mancher Gemeinsamkeiten zwischen Gemüsemarkt und Börse gibt natürlich auch deutliche Unterschiede: Während auf dem Wochenmarkt keine Gurke genau der anderen gleicht und der eine Händler reifere Tomaten als der andere anbietet, sind alle Aktien von Siemens absolut identisch. Jeder Anteilschein von E.ON oder BASF hat zu einem bestimmten Zeitpunkt exakt den gleichen Kurs wie alle anderen Aktien dieses Unternehmens und verbrieft seinem jeweiligen Besitzer identische Rechte. Es spielt also keine Rolle, bei welchem Händler eine Aktie erworben wird.
Ein weiterer Unterschied: Anders als bei Kartoffeln oder Karotten kann man die an der Börse gehandelten Waren weder anfassen noch daran riechen. Ihre Qualität muss auf andere Art geprüft werden. Bei Wertpapieren geht es um den Handel mit »verbrieften« Rechten. Bei Aktien garantieren sie dem Besitzer unter anderem einen bestimmten Anteil am Kapital eines Unternehmens und eine Beteiligung am Gewinn, bei Anleihen geht es um das Recht auf Zinszahlung und später auf Rückzahlung des ausgeliehenen Betrages. Viele dieser Wert»papiere« existieren allerdings heute gar nicht körperlich – es gibt sie nur virtuell.
Selbst da, wo es noch Aktien in gedruckter Form gibt, kommen sie niemals auch nur in die Nähe des Marktplatzes Börse. Sie liegen sicher verwahrt bei den Banken und Sparkassen. Selbst da werden sie bei Kauf und Verkauf schon lange nicht mehr zwischen den Depots hin und her transportiert. Der Besitzwechsel wird nur noch innerhalb der Datenverarbeitung registriert. Parallel dazu verliert auch der Handel »auf dem Parkett« immer mehr an Bedeutung.
Zwar sind in den Börsensälen von Frankfurt oder New York noch Händler zu sehen, die mehr oder weniger aufgeregt mit den Armen fuchteln und in einer für unerfahrene Beobachter kaum verständlichen Sprache miteinander kommunizieren. Doch die weitaus meisten Umsätze werden heute mithilfe elektronischer Handelsplattformen abgewickelt.
Es gibt auch Börsen, an denen tatsächlich Güter aller Art gehandelt werden: Rohöl, Weizen, Tabak, Schweinebäuche und viele andere Rohstoffe oder Naturprodukte. Doch auch an diesen sogenannten Warenterminbörsen sind die gehandelten Güter nie zu sehen, sie existieren oft auch noch gar nicht.
Es geht ausschließlich um Termingeschäfte, bei denen die Beteiligten das Recht erwerben oder verkaufen, eine bestimmte Ware zu einem festgelegten Zeitpunkt zu einem vorher vereinbarten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Es sind reine Spekulationsgeschäfte. Sie sind dennoch für die reale Wirtschaft von großer Bedeutung, da nur so für die Produzenten wie für die Weiterverarbeiter dieser Rohstoffe und Erzeugnisse die Sicherheit besteht, dass sie die gewünschten Mengen zu oft lange vorher festgesetzten Preisen kaufen oder verkaufen können.
In diesem WISO-Buch geht es jedoch vor allem um die Märkte für Wertpapiere – also um den Handel mit Aktien, Fondsanteilen, Anleihen, Zertifi katen und anderen Anlagemedien, die für private Sparer und Anleger von Bedeutung sind.

