UNIX - Das umfassende Handbuch
Buchausgabe: 59,90€
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(Preis inkl. Mwst. )
| Autor(en): | Arnold Willemer |
| Verlag: | Galileo Press |
| Version: | 1. Auflage, 2008 |
| Umfang: | 1028 Seiten |
| Format: | PDF: 14,02MB |
| ISBN: | 3836210711 |
| Bestell-Nr.: | 83621071P |
| Artikeltyp: | E-Book |
Endlich ein modernes UNIX-Handbuch!
Systemadministratoren, Entwickler und UNIX-Anwender erhalten in diesem Buch das vollständige UNIX-Wissen an die Hand. Es ist sowohl für Einsteiger als auch für den Profi im täglichen Umgang mit seinem System geeignet. Arnold Willemer berücksichtigt die wichtigsten Einsatzszenarien eines UNIX-Systems: beispielsweise als Workstation oder (Internet-)Server in der Universität oder Firma oder aber als Linux-Rechner in den eigenen vier Wänden. Angefangen bei der grafischen Oberfläche bis hin zu fortgeschrittenen Themen wie Shell- und UNIX-Programmierung, dieses Buch wird jede Ihrer Fragen umfassend beantworten.
Der Autor
Arnold Willemer, Diplom-Informatiker, Jahrgang 1960. Seit 1991 Softwareentwickler im Bereich UNIX. Der Autor betreibt seit vielen Jahren eine UNIX-Internetseite, auf der er sein Know-how weitergibt
Leseprobe:
Dieses Kapitel zeigt, wie man sich unter UNIX auf der Konsole bewegt, und die wichtigsten Grundkommandos vermitteln. Auf der Konsole arbeitet UNIX mit sehr kleinen Programmen, die wie Legosteine zusammengesetzt werden können. Lassen Sie sich davon faszinieren, welche Leistung man mit ein paar Tastendrücken entfachen kann. Denn was man mag, das lernt man schnell.
2 Bedienung eines UNIX-Systems (S. 51-52)
In Zeiten der gra.schen Ober.ächen muss man nicht zwingend mit der textorientierten Ober.äche arbeiten, auch unter UNIX nicht. Aber gerade unter UNIX wäre es ein Verlust, sie nicht zu kennen. Die Kommandozeile eröffnet Möglichkeiten zur Kombination der sehr leistungsfähigen UNIX-Werkzeuge, die in dieser Form auf gra.schen Ober.ächen nicht zu realisieren ist. Viele UNIX-Anwender haben, auch wenn sie die gra.sche Ober.äche nutzen, noch ein oder mehrere Fenster mit einer Kommandozeileneingabe geöffnet. Das zeigt, wie extrem leistungsfähig sie ist.
Aber ein Textbildschirm hat noch andere Vorteile. Typischerweise ver- wendet ein Terminal 25 Zeilen mit 80 Zeichen pro Zeile. Das sind also 2000 Byte, die für die Darstellung eines kompletten Bildschirms benötigt werden. Dadurch sind solche Sitzungen selbst über die langsamste Telefonleitung in vertretbarer Geschwindigkeit noch brauchbar. Gerade im Bereich der Fernwartung kann das sehr nützlich sein.
2.1 Anmelden: Personenkontrolle
Die erste Kontaktaufnahme mit einer UNIX-Maschine erfolgte traditionell über ein Terminal durch die Anmeldung am System, den sogenannten Login. Wenn Sie sich nicht über eine gra.sche Ober.äche, sondern über ein Terminal (siehe Seite 1003) anmelden, drücken Sie am besten einmal die Return-Taste. Dadurch baut das Terminal, sofern es anmeldebereit ist, eine neue Aufforderung zum Anmelden auf.
Sofern das Terminal angeschlossen ist und nicht noch eine alte Sitzung läuft, meldet es sich nach dem Drücken der Return-Taste mit der Frage nach demBenutzernamen. Auf denmeisten Systemen wird Ihnen der Ad ministrator eine Kombination aus Vor- und Nachnamen als Benutzernamen zuweisen. UNIX unterscheidet zwischen Groß- und Kleinschreibung. Darum verwendet der typische UNIX-Anwender ungern Großbuchstaben, und so können Sie damit rechnen, dass auch der Benutzernamen meist kleingeschrieben ist.
Nach dem Return verlangt das System das Passwort, das beim Eintippen nicht sichtbar ist. Wenn man sich vertippt hat, erscheint der Anmeldebildschirm erneut, ansonsten grüßt das System und meldet, wie viele erfolglose Anmeldeversuche seit dem letzten Login erfolgt sind. Dies ist eine wichtige Kontrolle, ob jemand vielleicht illegal versucht hat, in das System einzubrechen. In solch einem Fall sollten Sie den Administrator informieren. Vor allem sollten Sie sofort Ihr Passwort ändern. Wenn Sie eine neue Kennung an einem System bekommen haben, sollten Sie das Passwort gleich nach dem ersten Einloggen ändern. Dazu geben Sie auf dem Terminal einfach den Befehl passwd ein und schließen die Zeile mit der Return-Taste ab. Die meisten Systeme fragen nach dem bisherigen Passwort. Auf diese Weise wird verhindert, dass jemand eine kurze Abwesenheit nutzt, um schnell Ihr Passwort zu ändern. Anschließend müssen Sie zweimal Ihr neues Passwort eingeben. Ihre Eingabe werden Sie nicht sehen können. Das verhindert, dass jemand Ihr Passwort vom Bildschirm abliest. Bedenken Sie aber, dass es bei langsamem Tippen und einfachen Passwörtern durchaus einfach ist, das Passwort von der Tastatur abzulesen.
Sollte Ihr Passwort zentral in einem UNIX-Netzwerk verwaltet werden, kann der Befehl zum Ändern des Passwortes yppasswd lauten. In diesem Fall wird Ihnen der Administrator aber vermutlich schon einen Tipp gegeben haben.
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