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Technik des wissenschaftlichen Arbeitens
 

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Technik des wissenschaftlichen Arbeitens

 
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Buchausgabe: 16,80€
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(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Hans Corsten, Joachim Deppe
Verlag: Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH
Version: 3. Auflage, 2008
Umfang: 159 Seiten
Format: PDF: 1,72MB
ISBN: 3486587536
Bestell-Nr.: 48658753P
Artikeltyp: E-Book
 

Die Autoren stellen für alle Bereiche des Studiums relevante Arbeitstechniken verständlich dar. Der Aufbau des Buches folgt dabei dem Studienverlauf: Kapitel A umreißt die Organisation des Studiums, Kapitel B folgt den Studierenden in den Hörsaal und zeigt die Technik des Mitschreibens auf. Die vielen Studenten bis in hohe Semester hinein verschlossene Welt der Bibliotheken öffnet die Beschreibung der Literatursuche in Kapital C. Die in Kapitel D beschriebenen Techniken geben nützliche Hinweise zu den unterschiedlichsten Bereichen des wissenschaftlichen Arbeitens. Kapitel E zeigt, wie das gesammelte und verarbeitete Wissen im Rahmen von Präsentationen und Prüfungen durch die Studierenden dargeboten werden kann.

Die dritte Auflage dieses Buches wurde vollständig überarbeitet und erweitert. Die Überarbeitungen erstrecken sich über das gesamte Buch. Die Schwerpunkte der Erweiterungen liegen in Kapitel B (Informationsbeschaffung) und Kapitel C (Informationsverarbeitung und -aufbereitung).

Das Buch richtet sich an Studierender aller Studienrichtungen.




Leseprobe:

V Recherche (S. 36) 
Wenn die inhaltliche Schnellanalyse und die Kurzauseinandersetzung mit der direkt beschaffbaren Literatur als Rechercheeinstieg beendet sind, kann die eigentliche Literaturrecherche beginnen. Diese Recherche ist ein umfassender und langwieriger Prozeß, der die Erstellung der Arbeit begleitet. Er hört nicht an einer vorgegebenen Stelle auf (z.B. wenn der Prozeß des Schreibens des eigenen Textes beginnt), sondern läuft mit unterschiedlicher Intensität parallel zum gesamten Arbeitsprozeß des wissenschaftlichen Arbeitens.

Die unterschiedliche Intensität, verstanden als der Anteil an der insgesamt aufgewendeten Zeit, läßt sich durch den Arbeitsablauf erklären. Beim Rechercheeinstieg steht zunächst kurzfristig die erste Literaturfindung im Vordergrund der Arbeit. Danach beginnt die systematische Literatursuche, die aber von anderen Tätigkeiten (wie etwa Literaturbeschaffung und -auswertung, Erstellen einer ersten Gliederung) überlagert wird, d.h., diese einzelnen Arbeitsschritte laufen parallel zueinander ab. Der Anteil der Literatursuche nimmt dabei i.d.R. im Zeitablauf erst stetig zu, bis er den Hauptteil der Aktivitäten bildet, und dann wieder stetig ab.

Aber auch wenn die intensive Phase der Literatursuche abklingt, kann auf eine begleitende Suche im weiteren Arbeitsprozeß nicht gänzlich verzichtet werden, d.h., die Suche nach neuen Quellen läuft bis zum Abschluß der Arbeit weiter, da weiterhin Neuerscheinungen (z.B. neue Bücher und Aufsätze in Fachzeitschriften) eintreffen können und verarbeitet werden müssen.

Eine zielgerichtete Suche nach Literatur ist abhängig von den äußeren Rahmenbedingungen, unter denen die Suche vollzogen wird. So ist nicht jede Universitätsbibliothek gleich ausgestattet und aufgebaut. Eine Recherche an der Universität zu Köln kann daher anders verlaufen als etwa an den Universitäten Kaiserslautern oder Freiburg. Auf diese individuellen Gegebenheiten jeder Bibliothek muß sich der Nutzer einstellen und sollte auf jeden Fall an Bibliotheksführungen, die jede Universitätsbibliothek anbietet, teilnehmen. Hierbei bekommen die Studierenden Informationen darüber,

- wie die Bibliothek aufgebaut ist,

- was sie bei der Arbeit mit den Katalogen berücksichtigen müssen und

- wie das Ausleihverfahren (z.B. Fernleihe) organisiert ist.

Auch wenn es keine einheitliche Organisation der Bibliotheken an den Universitäten gibt, läuft die Suche nach der relevanten Literatur dennoch nach dem gleichen Schema ab. So müssen Bücher gefunden, Zeitschriften durchgesehen und Fernleihen aufgegeben werden. All dies kann und muß vor dem Hintergrund der bibliotheksindividuellen Gegebenheiten geklärt werden.

Bei der Literatursuche für ein Thema sollte darauf geachtet werden, zuerst möglichst aktuelle Literatur zu erschließen, um sich dann langsam in die Vergangenheit zurückzuarbeiten. Dieses Verfahren hat einen elementaren Vorteil. Für aktuelle Veröffentli- chungen greifen die Autoren auf das bis dahin vorliegende Material zurück, das im entsprechenden Literaturverzeichnis präsentiert wird. Der Prozeß der Suche nach älteren Quellen wird dadurch erleichtert.

Vor diesem Hintergrund der Aktualität kann auch die Frage beantwortet werden, ob es zweckmäßiger ist, zuerst (oder sogar ausschließlich) nach Büchern und dann nach Zeitschriftenbeiträgen zu suchen (oder umgekehrt). Die Alternative stellt sich in dieser Form jedoch nicht, da auf keine der verschiedenen Literaturarten bei einer wissenschaftlichen Arbeit vorsätzlich verzichtet werden darf, denn jede von ihnen könnte einen Erkenntnisgewinn für das eigene Thema mit sich bringen. In die Suche sollten alle möglichen Literaturquellen mit einbezogen werden.



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