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TCP/IP - Grundlagen - Protokolle und Routing
 

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TCP/IP - Grundlagen - Protokolle und Routing

 
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Buchausgabe: 39,00€
Download-Version: 33,20€

(Preis inkl. Mwst. )

Autor(en): Gerhard Lienemann
Verlag: Verlag Heinz Heise
Version: 1. Auflage, 2003
Umfang: 311 Seiten
Format: PDF: 1,95MB
Gewicht: 526 g
ISBN: 3936931070
Bestell-Nr.: 93693107P
Artikeltyp: E-Book
 

Die Protokollfamilie TCP/IP hat sich weltweit als Standard für die Netzwerkkommunikation im Internet und Intranet etabliert. Dieses Buch beschreibt ausführlich die Grundlagen der TCP/IP-Kommunikation und behandelt folgende Schwerpunktthemen: - Bridging, Switching und Routing - die einzelnen Protokolle und ihre Datenframes - Adressierung im Netzwerk - Grundlagen des Domain Name Service (DNS) - die wichtigsten Routing-Protokolle Neu in der 3. Auflage sind Kapitel über die Protokolle und Zugangstechnologien wie L2TP, PPPoE, xDSL, über neue Netzstandards wie WLAN und Bluetooth sowie über das Sicherheitsprotokoll IPsec.


Leseprobe:

3 TCP/IP – Grundlagen (S. 59-60)

Strategie

Während man sich früher relativ selten dafür entschied, bereits zu Beginn einer Netzwerkplanung TCP/IP-basierte Netzwerkprotokolle einzusetzen, ist es heute längst Normalität, TCP/IP als Basis jeder Unternehmenskommunikation anzusehen. In den neunziger Jahren waren es Integrationszwänge, die zu einem späteren Zeitpunkt der Netzwerkentwicklung für die Option TCP/IP ausschlaggebend waren. Infolge des gezielten Einsatzes bestimmter proprietärer Netzwerkprotokolle (z. B. SNA oder DECnet) . oft in Abstimmung mit der nicht immer sachbezogenen Unternehmenspolitik . ging die notwendige Beurteilungsfähigkeit über die globale Netzwerkstruktur des Unternehmens oft völlig verloren. In autonomen Bereichen (technischer und kaufmännischer Bereich) entstanden voneinander unabhängige Netzwerke, jedes abgestimmt auf die lokalen Gegebenheiten und besonderen Anforderungen.

Erst nach Jahren führten die notwendigen Kommunikationserfordernisse der Bereiche untereinander dazu, dass man sich über eine Topologie-übergreifende Kommunikation Gedanken macht. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sprach man immer öfter vom »Netzwerk-Integrator« TCP/IP (Transmission Control Protocol/Internet Protocol). Mit ihm ließen sich zwei äußerst wichtige strategische Ziele realisieren:

- Zentrales Netzwerkmanagement auf IP-basierenden Management-Tools für heterogene Netze

- Optimierte Verfügbarkeit von Anwendungen auf Topologie-unabhängigen Plattformen Beide Ziele konnten mit Hilfe des Netzwerkprotokolls TCP/IP und seiner Protokollfamilie in der Praxis effektiv umgesetzt werden.

Dafür sorgte u. a. eine große Anzahl an Anwendungen, die fast immer im Lieferumfang der bedeutenden TCP/IP-Implementierungen enthalten sind: für Personalcomputer die TCP/IP-Komponenten der Windows-Betriebssysteme, der Unix-Plattformen namhafter Hersteller wie SUN, HP, SNI oder IBM sowie der mittlerweile populären Linux-Distributionen wie SuSe, Mandrake oder Red Hat. Leistungsfähige Anwendungen bzw. Anwendungsprotokolle wie TELNET und FTP decken auch heute in der Regel alle Basisanforderungen ab (Remote Login, Konsolenbetrieb, DateitransferDateitransfer usw.).

Für das Netzwerkmanagement ist das Protokoll SNMP von großer Bedeutung. Mit ihm lassen sich sämtliche im Netzwerk definierten IP-Knoten über ein komplexes Agenten-System verwalten und steuern. Darüber hinaus basieren heutige Kom- munikationstechnologien (z. B. Voice over IP, Audio- und Videostreaming) sowie die moderne Anwendungskommunikation (z. B. SAP) fast ausschließlich auf Protokollen der TCP/IP-Familie.Die im nun folgenden Kapitel beschriebenen Topologie-Merkmale und Protokoll-Details sollen das für die Netzwerk-Praxis notwendige Hintergrundwissen vermitteln.

3.1 Was ist ein Protokoll?

Man denke beispielsweise an ein Telefongespräch (siehe Abb. 3–1). In der Regel sind zwei Personen beteiligt: der Anrufer und der Angerufene (Sender und Empfänger). Die intuitiv ablaufenden Regularien eines Gesprächs werden mittlerweile überhaupt nicht mehr bewusst wahrgenommen. Der Anrufer beginnt die Kommunikation. Er ist Initiator. Er spricht den Angerufenen an, nachdem er ihm seinen Namen mitgeteilt hat (Identifikation). Der Angerufene reagiert entsprechend. Entweder er kennt den Anrufer, dann begrüßt er ihn sofort, oder aber er kennt ihn nicht. In dem Fall ist eine mehr oder weniger umfangreiche Phase des Kennenlernens erforderlich, um das Gespräch fortzusetzen.

Ein Netzwerkprotokoll besitzt den gleichen konzeptionellen Ansatz. Ein Rechner A will mit einem Rechner B kommunizieren. Sind beide Rechner einander bekannt, so kann miteinander kommuniziert werden. Kennt aber einer von beiden seinen Kommunikationspartner nicht, so kommt kein Gespräch zustande. Das Kennenlernen erfolgt z. B. über eine Routing- Tabelle. In ihr sind sämtliche im Netzwerk relevanten Wege (Routen) eingetragen. Befinden sich zwei kommunizierende Rechner im selben Netz, so kann direkt miteinander Kontakt aufgenommen werden. Netzübergreifende Kommunikation kann jedoch nur über ihre Vermittlungsstationen, die Router (oder auch Gateways), erfolgen.

Eine so definierte Wegewahl stellt einen Routing-Eintrag dar. Kommt nun eine Kommunikations-Sitzung (bzw. ein Telefongespräch) zustande, so können Daten übertragen werden (bzw. das Gespräch kann stattfinden). Die Beendigung der Sitzung wird von einem der beteiligten Partner eingeleitet, der andere Partner bestätigt, und die Session wird geschlossen. Das soeben stattgefundene Telefongespräch bzw. die Session hat sich auf einem hohen Protokoll-Level abgespielt. Beide Gesprächspartner brauchten sich nicht darum zu kümmern, wie die physikalischen Gegebenheiten auszusehen haben, um das Gespräch zu realisieren. Die Telefone und die Telefonleitung standen als vorausgesetzte Hilfsmittel zur Verfügung.

Kapitel:
0. Vorwort und Inhaltsverzeichnis
1. 1 Geschichtliches (18 Seiten)
2. 2 Netzwerke (40 Seiten)
3. 3 TCP/IP – Grundlagen: 3.1 Was ist ein Protokoll? (4 Seiten)
4. 3 TCP/IP – Grundlagen: 3.2 Low-Layer-Protokolle (8 Seiten)
5. 3 TCP/IP – Grundlagen: 3.3 Protokolle der Netzwerkschicht ( Layer 3) (19 Seiten)
6. 3 TCP/IP – Grundlagen: 3.4 Protokolle der Transportschicht ( Layer 4) (11 Seiten)
7. 3 TCP/IP – Grundlagen: 3.5 Protokolle der Anwendungsschicht ( Layer 5 – 7) (81 Seiten)
8. 3 TCP/IP – Grundlagen: 3.6 Simple Network Management Protocol ( SNMP) (21 Seiten)
9. 3 TCP/IP – Grundlagen: 3.7 Sicherheitsprotokoll »IPsec« (11 Seiten)
10. 3 TCP/IP – Grundlagen: 3.8 Andere Protokolle (15 Seiten)
11. 4 Adressierung im IP-Netz (12 Seiten)
12. 5 Routing (44 Seiten)
13. 6 IP Next Generation ( IPng oder IPv6) (6 Seiten)
14. Anhang (6 Seiten)
15. Stichwortverzeichnis
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